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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Dass ich an meinem freien Freitag irgendetwas unternehmen muss, war klar. Das Ferdinand auch Zeit hat, war ein sehr guter Zufall und so wurde schnell geplant. „Eine Kombitour wäre fein“, meint Ferdl, „z.B. mit dem Bike auf das Strassberghaus und dann den Adlerklettersteig“. So soll es sein, aber wie üblich spielt Zeus nicht mit, Gewitter und Regen ist angesagt, na da wird es wohl doch nur eine kurze Tour in Innsbruck.
Am besagten Tag parkt Ferdl mit dem Auto in der Rossau und rollt mit dem Bike zu mir. Kaum stehe ich vor der Türe und schaue zum Himmel, da wird schon wieder um entschieden. „Sag mal Ferdl, a bisserl weiter kann es aber schon sein, oder?“ und so treten wir dann also doch Richtung Süden, da gibt es ein kleines Familienschigebiet mit Bikepark.

Eigentlich ist das Wetter ideal, nicht zu heiß und nicht zu kalt, und so strampeln wir an der Talstation vorbei um danach eine kurze Pause einzulegen, immerhin strampeln wir schon mehr als eine Stunde aufwärts und wir haben keinen Stress. Als wir die besagte Alm erreichen, in meinem Kopf hat sich die Tour schon wie automatisch verlängert, weihe ich Ferdinand in meine Pläne ein. Er meint nur: „Aber da oben bekomme ich dann was zu futtern“. A typischer BikeHiker halt. Und so wird weitergefahren, geschoben, getragen und wieder gefahren, bis wir unseren Fresspunkt erreichen. Nebelschwaden ziehen umher und der ganze Anblick hier heroben wirkt echt mystisch, genau das richtige für uns.

Nachdem wir uns gestärkt haben, geht es noch ein kleines Stück bergauf, was uns aber nicht im geringsten stört und so erreichen wir unseren höchsten Punkt, ausnahmsweise ohne Gipfelkreuz. Ab jetzt geht es nur noch abwärts oder eben. Und so cruisen wir in ein anderes Tal hinunter um so einen der Innsbrucker Hausberge zu umrunden und schlagen so Zeus ein Schnäppchen. Wir brauchen nur eine Pause, um die gigantische Hollywoodschaukel auszutesten, die auf einem wirklich grandiosen Aussichtspunkt gebaut wurde.

Danach zieht es uns abwärts und 2 Stunden später erreichen wir noch bei Sonnenschein die Eisdiele in der Nähe von mir und genießen ein leckeres Eis. Das nenne ich mal einen gelungenen Schlechtwettertag.

Drei Ritter auf der Suche nach dem heiligen Gral

Es waren einmal vor langer, langer Zeit drei Freunde, Ritter Martin, Ritter Ferdinand und Ritter Thomas, die sich aufmachten um den heiligen Gral zu finden. Und wie das so üblich ist bei solchen Unternehmungen, trafen sie sich frühmorgens, um jede kostbare Minute des Tages auszunützen. Also nahmen sie ihre Speere in die Hände und nutzten sie als Aufstiegshilfen, um der Müdigkeit, die immer um diese Uhrzeit vorherrschte, keine Chance zu lassen.

Eisiger Wind schlug ihnen entgegen, aber auch dadurch ließen sie sich nicht abhalten und stiegen empor, um irgendwann doch die wärmenden Sonnenstrahlen im Gesicht spüren zu können. Bis es soweit war, hieß es den Gefahren des Winters zu trotzen. Schnee, Eis und sogar die Gefahr anderen Rittern zu begegnen, die vielleicht auch auf der Suche des begehrten Objektes waren, hielten die unerschrockenen Ritter nicht vom Aufstieg ab. Doch zum Glück erreichten die drei Freunde die Grenze zwischen dem kalten, unfreundlichen, dunklem Reich und dem hellen, freundlichen und auch gleich viel wärmeren Reich ohne größeren Kamphandlungen. Doch nun offenbarten sich neue Gefahren. Die Sonne brannte ohne Unterlass auf die Gesichter der drei Freunde und so griffen sie beherzt in ihre mitgebrachten Tragtaschen um eine Creme herauszuholen, die ihre schöne elegante weiße Haut vor Verbrennungen oder noch schlimmer vor brauner Farbe zu schützen.

Außerdem war es dringend an der Zeit, ihrem Körper Getränke und Nahrungsmittel zuzuführen. Danach ging es aber wieder weiter, denn Ritter Martin war schon vorausgeeilt um noch vor den anderen feindlichen Rittern den heiligen Gral zu finden. Ritter Ferdinand und meine Wenigkeit bildeten die Nachhut um uns von hinten abzusichern. Wir erreichten nach ca. 4h den Umkehrpunkt, an dem wir, zuerst etwas enttäuscht, feststellten, dass der heilige Gral nicht zugegen war. Dann aber merkten wir, dass wir auf dem Selbigen standen, nein besser noch, wir standen am Gipfel des heiligen Grals.

Und so feierten wir unseren Sieg mit einer süßen, bräunlichen mit Blubberblasen versetzten Flüssigkeit und freuten uns auf den Abstieg, noch nicht wissend, dass dieser Tag eine noch viel bessere Überraschung bereithalten würde als den Gral. Es war dieses weiße Pulver, das uns bei der Abfahrt Freudenschreie und Tränen entlockte.

Ja und so konnten wir dieses Abenteuer zum Glück ohne Kampfhandlungen mit einem starken Glücksgefühl und einer halben Mass Hopfengetränk bei unserer Kutsche ausklingen lassen. Mit diesen beiden Ritterfreunden möchte ich mich demnächst wieder auf die Suche machen, vielleicht auf die Suche nach der Bundeslade?

Die etwas andere Biking-Hiking Tour!

Es ist kurz nach sieben in der Früh und wir stehen immer noch beim Parkplatz in St. Sigmund. Wir, das sind Stone, Elisa, Chris, Ferdl und meine Wenigkeit. Der Himmel ist wolkenlos und wir verhoffen uns viel von der heutigen Schitour, es ist nämlich eine Jahrzentschitour. Soll heißen ich war mit meinen 52 Lenzen erst 3-mal da oben. Der Hang ist ziemlich nach Süden ausgerichtet und entweder ist es lawinengefährlich oder aper. Doch heute ist es wieder mal soweit und wir hoffen auf eine geile Firntour. Wir ziehen also steten Schrittes den Talboden taleinwärts und lassen die Gleirscher Alm links liegen. Die Bergspitzen werden schon von den ersten Sonnenspitzen angestrahlt und wir freuen uns jetzt schon auf eine schön warme Gipfelrast.

Kurz darauf geht es dann rechts steil bergauf. Ab jetzt sind Harscheisen gefragt, ohne geht es nur mit einem wesentlich höheren Kraftaufwand, sprich einer Quälerei. Alle sind gut auf und wie immer wird viel gequatscht und natürlich fotografiert. Es ist heute aber auch ausgesprochen malerisch, mit dem wolkenlosen Himmel und bald erreichen wir die Sonne. Zeit für eine erste Rast um Flüssigkeit und etwas Festes zu uns zu nehmen. So mag ich es, Sonne im Überfluss, keine Leute weit und breit und wahrscheinlich feinster Firn. Also schnell weiter, nicht dass aus dem Firn knietiefer Sumpf wird. Und so erreichen wir um 11:00 den Gipfel. Martin und ich strahlen mit der Sonne um die Wette. Ich glaube, wir gewinnen und so warten wir noch gemütlich auf den Rest der Truppe und beobachten inzwischen die Massen die im nächsten Tal auf den Zwieselbacher rennen.

Gleich darauf sind alle am Gipfel und es wird gejausnet und dabei beraten, welche Abfahrt wir nehmen sollen. Als alle satt, geschneuzt und gekammpelt sind, geht es an die Abfahrt. Ich melde mich als Fotograf schon mal an und fahre ein Stück nach unten. Ja, ja, das ist das harte Los der Fotografen.
Und was soll ich sagen, die Abfahrt ist ein Traum. Genau richtig ist der Firn und ich glaube man sieht es auch an den Fotos, bzw. am Grinsen in unseren Gesichtern.

Weiter unten ist es dann schon recht weich, vor allem für Leute wie mich mit einem Kampfgewicht von ca. 100Kg incl. Fotoausrüstung. Und so überlegen wir, wo es besser bzw. sicherer ist und entscheiden uns für eine Rinne, in der schon eine ältere Lawine liegt. Und das ist auch die richtige Entscheidung, denn auf dem Lawinenschnee ist es noch perfekt, während man daneben schon bis zu den Knien einsinkt. Als wir am Talboden ankommen, sehen wir ca. 100m weiter eine frische Grundschneelawine, die vorher noch nicht da war. Wir lassen sie dort liegen und fahren weiter Tal auswärts, jetzt immer im Schatten. leider macht Ferdl noch Bekanntschaft mit dem harschigen Schnee und kommt mit kleinen Schnittverletzungen im Gesicht und starken Schmerzen in der Schulter zur Alm. Gebrochen scheint aber zum Glück nichts zu sein.

Jetzt haben wir uns aber ein Bierchen verdient und so lassen wir den traumhaften Tag, wiederum in der Sonne, mit Bierchen und Essen in der Nähe der Alm ausklingen und schwärmen schon wieder von unseren nächsten Unternehmungen.

Kleiner Nachtrag: Ferdinand wurde einige Monate nach dem Sturz an der Schulter operiert und zum Glück ist alles glimpflich verlaufen und sein Arm ist wieder zu 100% einsatzbereit. Auf zur nächsten Schandtat.

Letzte Kalk Tour des Jahres

Eigentlich war ja für dieses Wochenende eine Fahrt in den Süden an den Gardasee geplant, doch die Wetteraussichten waren etwas unsicher und Ende Oktober Regen am Gardasee kann auch sehr kalt werden. Also bleiben wir zuhause, da bei uns wenigstens Sonntag Traumwetter angesagt ist. Christian ist mit der Familie doch an den Lake Garda gefahren, um noch einen Kurzurlaub einzulegen. Bei uns ist eine Tour im Karwendel geplant.
Treffpunkt 08:15 bei mir, an dieser Stelle ein Dankeschön an Ferdinand, der mich wieder einmal von zu Hause abholt und ich mir dadurch einige Kilometer treten erspare. Doch halt, morgen beginnt die Winterzeit, schnell Ferdl anrufen und der Treffpunkt wird auf 07:15 vorverlegt.
Pünktlich steht mein „Taxi“ vor der Tür und so geht es schnell mit dem Auto über die Autobahn zu unserem Parkplatz.


Jetzt wird umgestiegen auf unsere Bikes und schon geht es los durch einen schönen Mischwald, aber gemütlich, immerhin sind es gut 1700Hm die wir heute machen wollen. Wobei Ferdl immer nur von der „Hütte“ redet und die liegt ja bekanntlich irgendwo zwischen Auto und Gipfel. Jedenfalls sind wir wie immer gut gelaunt unterwegs und genießen die Anstrengung mit dem Bike unter den Füßen. Nach knapp 4Km schultern wir unsere Drahtesel und schon geht es über einen Steig weiter nach oben.

An einer schönen Wiese mit Kruzifix und Alm wird eine Pause gemacht. Jetzt ein Brötchen der Marke XXXL und einen Müsliriegel bzw. eine Banane zwischen die Rippen, um ja keine Durchsacker zu riskieren. Haben wir heute wieder ein Glück, kaum Wind, Sonne und fast keine Leute unterwegs. Doch jetzt müssen wir weiter und so erreichen wir über den weiterführenden Steig die besagte Hütte, welche natürlich schon geschlossen hat. Ab jetzt geht es zwischen den Latschen weiter und so treibt es uns weiter hinauf, um kurz vor der Latschengrenze (gibt es sowas überhaupt?!?) noch eine 2. Rast einzulegen.

Der Steig gefällt uns bis hierher wirklich gut, nur wenige Stellen scheinen ganz schwer fahrbar zu sein. Und so machen wir uns guter Dinge nach der verdienten Pause auf den Weg Richtung Gipfel. Kurz unterhalb vom Gipfelkreuz haben wir das erste Mal Schneekontakt, der sich aber jetzt bis zum Gipfel durchzieht.

Am Gipfel angekommen, genießen wir trotz steifer Prise das Panorama und gratulieren uns, wie üblich, zum Gipfelsieg. Außer uns sind jetzt doch noch 4 Wanderer heroben, alle ohne Bikes, komisch!
Um hier oben länger zu plauschen oder gar in der Sonne zu sitzen ist es uns eindeutig zu kalt und so packen wir unsere 7 Zwetschken zusammen und machen uns wieder auf den Weg nach unten. Gar nicht so einfach, wenn man dauernd im Schnee einbricht. Aber dieser Zustand hält nicht lange an und der Weg wird bald fast schneefrei.

Und Wind gibt es da auch schon keinen mehr, herrlich. Jetzt trialen Ferdl und ich den ZickZack Weg hinunter, um kurz darauf in die Latschen einzutauchen. Ja, jetzt wird es tricky, feuchte Erde mit Fels durchsetzt und das in einem relativ steilen Gelände. Und bis auf ganz wenig Stellen ist alles fahrbar. Immer wieder brauchen wir kurze Pausen, da wir solch ein ruppiges Gelände nicht mehr so gewohnt sind oder um einfach mal ein Foto zu machen.

Alles funktioniert ohne großartige Unfälle und so erreichen wir nach insgesamt fast neun Stunden wieder Ferdl`s Toyota. Müde und zufrieden packen wir alles ins Auto und haben fast ein bisschen Angst vor dem morgigen Muskelkater. Aber der war es auf jeden Fall Wert.

Erogene Pulszonen

„He Bernd, nur kurz. Hast am Donnerstag Zeit für eine Tour? Ferdl ist mit dabei. Vielleicht ab Mittag Zeitausgleich? Sag Bescheid. Wir hören uns.“ Tom hat es kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Es wäre Zeit für eine Tour.
Donnerstag, Regen, Gewitter, Donner aber laut Prognose soll es ja besser werden. Nach einem Telefonat ist klar, wir sehen wieder eine Tour den Gully runter laufen. Aber Ferdl ist zuversichtlich, er sieht im wahrsten Sinne des Wortes Licht am Ende der Wolken. Gut – wir versuchen es. Trocken starten und dann nass werden wäre uns egal.
Tom holt mich ab – zugleich ein Beladungs-Test meines Heckträgers mit ausgewachsenen Bikes. Naja – hier sollten die Hersteller doch mal über weitere Schienenabstände nachdenken. Aber die Bikes sind fixiert und wir machen uns auf den Weg um Ferdl noch aufzunehmen. Von da an sind es noch rund 20 Minuten zum Ausgangspunkt der heutigen Tour. Die Fahrt ist kurzweilig mit typischen Männergesprächen über neue und alte Autos. Ungläubig beobachten wir nebenbei den immer weiter aufklarenden Himmel, der uns eine ausichtstreiche Tour bescheren wird.

Auf rund 1.700m geht es heute los. Noch immer den Augen kaum trauend, nach dem Gewitter heute Vormittag, starten wir mit geschulterten Bikes über trockene Wiesen und Steinstufen bergwärts. Diese versprechen jetzt schon ein spaßiges Ende der heutigen Tour.
Schnell wird uns aber klar, es ist lange her, dass wir getragen haben. Aber wie immer in einem Tempo bei dem wir nebenbei noch über alles Mögliche quatschen und philosophieren können, machen wir Meter um Meter gut. Vorbei an kristallklaren Bergseen, über Steintreppen, sanfte Hügel und wieder fordernde Anstiege kommen wir unserem heutigen Ziel rasch näher. Die Pause auf dem Plateau kurz unter dem Gipfelkreuz offenbart einen Talblick …. Seht selbst!

Und da ihr euch sicher schon die ganze Zeit fragt – wie kommt er denn auf den Titel. Ganz einfach – Pulsuhren sind ein Thema über das wir uns unterhalten, nachdem wir wie schon beschrieben das Tragen nicht mehr gewohnt sind und die Anstrengung eindeutig ablesbar ist. Tom aber treibt es auf die Spitze, er ist den größten Teil der Zeit, ich zitiere: „im erogenen Pulsbereich“ – vermutlich ein sauerstoffbemangelter, neurologischer Kurzschluss, oder einfach ein freudscher Versprecher – aber der hat gesessen und darf nun die Titelzeile dieses Berichts sein.
Vor uns dann das Gipfelkreuz – endlich wieder mal ein Gipfel mit Bike. 800hm Aufstieg sind augenblicklich vergessen. Ein Moment in dem – ich denke, ich spreche nicht nur für mich –man alles um sich herum vergisst und genießt.

Kaum haben wir unseren Hunger gestillt, den Durst gelöscht hören Ferdl und ich schon die gewohnten Befehle: Stellt euch mal da hin, nein dort, nochmal, eins noch, oder doch noch eins …Soll heißen – es gibt wieder mal Fotos und eben diesen Bericht dazu. Nach der Gipfelabfahrt der erste Stopp. Einmal neue Bremsbeläge bitte. Dann, nach erster Spitzkehre, geht`s flowig talwärts. Ein Genuss für alle Sinne und ein lässiges Einfahren für die anspruchsvolleren Passagen.
Die Kante entlang und dann über den Felshinunter. Der Kopf sagt nein, das Herz sagt jaaaaa.
Im Anschluss schütteln uns die Treppen durch und mit Schwung geht es weiter auf den nächsten flowigen Abschnitt, den ich so lässig unter den Rädern vorbeiziehen lasse, dass ich eine Kante übersehe und somit den zweiten Zwischenstopp verursache. Durchschlag mit Felgenschaden.
Drei Mann und ein Tublessmantel… ein Kampf, aber der Gummi verliert zum Glück nach einigem Gezicke.
Die Sonne verschwindet langsam hinter dem Bergkamm als wir wieder am Parkplatz ankommen. Wir resümieren die Tour und sind uns einig – geil war`s.

A perfektes Tagerl!

Also, ich gebe zu, ich habe keine Ahnung warum diese Tour so lange in meinem Archiv gelegen ist ohne auf die Homepage zu gelangen. Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass ich zuerst keine Lust hatte zu schreiben und dann darauf vergessen habe. Aber diese Tour ist eigentlich keine Tour zum Vergessen!!! Deshalb: Nachtrag aus dem Jahr 2016.
Alles begann damit, dass Ferdl, Reini und ich wieder mal Zeit hatten zusammen etwas zu unternehmen. Und das kommt, bei Gott, leider viel zu selten vor. Wenn wir aber dann unterwegs sind, ist es die größte Gaudi die man sich vorstellen kann. Denn ganzen Tag wird nur gelacht und geblödelt und das schon, wie in diesem Fall, ab 06:00 Uhr früh bis wir wieder zu Hause sind.
Diese Tour war ja wieder einmal eine richtige Biking-Hiking.at Tour. Soll heißen, zuerst das Bike raufschleppen auf 2370 Meter Seehöhe und dann ohne Bike weiter auf knapp 3300 Meter. Jedenfalls macht man so eine Tour mit Zeitreserven und viel Jause (Eh wie immer:-)!). Als wir also starten ist es noch ziemlich dunkel, nur der Himmel zeigt die übliche Verfärbungen, die man halt so früh morgens sieht.


Und so schieben/tragen wir unsere Bikes langsam der aufgehend Sonne entgegen. Kurz nach erreichen besagter Sonne gibt es das erste Verschnaufpauserl, das wir dringend notwendig haben. Vor allem wegen der Fotos die gemacht werden müssen.
Aber zulange wollen wir nicht hier herumliegen, lieber auf der Hütte einen Frühstückskaffee genießen. Kurz bevor wir zu Hütte kommen, deponieren wir unsere Bikes oberhalb des Steiges. Als wir bei unserer Kaffeelabestelle angekommen, trauen wir unseren Augen kaum – da stehen 7 E-Bikes im „Hof“. Das ist sicher ein Nachteil der E- Bikes, früher hat man äußerst selten andere Biker im hochalpinen Gelände angetroffen. Was soll’s, wenn diese Biker, so wie wir, auf Fauna, Flora und Wanderer Rücksicht nehmen, will ich ihnen den Spaß genauso gönnen wie uns.

Jedenfalls genießen wir den vorher angesprochen Kaffee auf der Terrasse um kurz darauf weiter Richtung Gipfel zu marschieren. jetzt kommen mit Stahlseil versicherte Stellen und Felspartien, aber natürlich ist das kein Grund für uns weniger zu ratschen und wie immer hört man mich meine „Befehle“ bellen: „Halt no amol z’ruck, daher schaugn – guat passt scho, kennts weiter gian!“
Mit viel Gelächter erreichen wir den Gipfel und können es eigentlich immer noch nicht glauben, Traumwetter, Fernsicht wie nur was, relativ wenig Wanderer und den Gipfel, zumindest für einige Zeit, nur für uns alleine.

Nach der Jause geht es wieder an den Abstieg, aber nicht ohne ständig ein „Ma ist des geil!“ auszurufen und natürlich die wahnsinnig schöne Landschaft rund um uns herum zu bestaunen. Irgendwie kennt man ja alles, aber trotzdem ist es für uns immer wieder unglaublich, in was für einer schönen Welt wir leben dürfen.

Herunter geht jetzt schneller als rauf und so gelangen wir bald zu unseren Rädern und bei mir stellt sich schon wieder dieses Kribbeln ein, diese Vorfreude auf einem Trail nach unten zu fahren. Und ich glaube es geht nicht nur mir so!

Ca. 1 Stunde später erreichen wir dann doch ziemlich müde Ferdinands Toyota, räumen alles ein und machen die letzten Späße an diesem Tag. Dieser Tag, der mir wieder einmal unvergesslich sein wird und den ich mit meinen Freunden verbringen durfte.

Novembertour!

Heute sind nur der Ferdl und ich unterwegs. Seit langem wieder einmal eine Tour, allerdings ganz ohne Bike. Wir gehen einen Klettersteig. Das Wetter passt und nachdem Reini den Klettersteig erst vor kurzem in knapp 5 Stunden hinter sich gebracht hat, wollen wir uns diesen auch anschauen. Den Klettersteig, nicht den Reini.


Nach kurzer Fahrt steigen wir in Absam aus dem Auto und machen uns sofort auf den Weg, die Tage sind kurz im November. Beim Einstieg werden die Klettersteigsets angezogen und los geht es. Wir haben wieder eine Mordshetz und genießen den Klettersteig, der sich irrsinnig schön durch die Felswand nach oben zieht und sehr abwechsungsreich ist. Mal eine Querung, dann wieder ein Aufschwung über eine Steilstufe. Kurz darauf eine Seilbrücke und irgendwann führt er über zwei eingeklemmte Felsblöcke im Zick Zack weiter nach oben. Nie langweilig und zwischendurch mit gewaltigen Tiefblicken ins Halltal oder ins Inntal, ist der Steig wirklich wunderschön in die Wand geschlagen worden. Und so erreichen wir gut gelaunt den Ausstieg. Jetzt müssen wir noch eine halbe Stunde bis zu der Bettelwurfhütte aufsteigen, um im Sonnenschein unsere restliche Jause zu verdrücken. Zeit haben wir ja noch genug.

Auf der Hütte werden wir von den hier ansässigen (nicht aufsässigen!) Dohlen unterhalten und wieder einmal sind wir über deren Flugkünste erstaunt. Brot aus, das ist der Zeitpunkt um wieder ins Tal abzusteigen. Als wir 90 Minuten später beim Auto stehen, schmerzen unsere Beine, aber diesen Klettersteig machen wir sicher noch einmal.

Wetter aktuell!

Heute ist Mittwoch und meine Vorfreude auf die heutige Tour ist echt groß. Ich habe mir extra am Nachmittag Zeitausgleich genommen, um wieder einmal meiner Leidenschaft zu frönen. Bernd und Andre haben leider andere Verpflichtungen und können deswegen nicht mit Ferdl und mir auf Tour gehen, und der Rest meiner Kameraden befindet sich in Urlaub, was auch ein gutes Argument für Abwesenheit ist :-).
Aber zurück zum Ferdl und mir. Bevor die Tour startet, muss noch gearbeitet werden was, angesichts des blauen Himmels und der anstehenden Tour, recht problemlos vonstattengeht. Danach bringt uns Ulli ( Danke an dieser Stelle)mit dem Auto zu unserem Ausgangspunkt. Ja, es wird eine Rundtour.


Bei 35° Celsius schwingen wir uns auf die Bikes und treten Richtung Almhütte. Nach ca. 1 Stunde, inzwischen hat sich der Himmel stark verändert, spüren wir die ersten Tropfen. Kurz darauf ein Blitz und ein Donner von der Sorte „ Schleicht`s eich!“. Also kurzerhand bei einem Baum Unterschlupf gesucht und schon beginnt es aus allen Kübeln zu schütten. Aber von so ein „bisschen“ Wasser lassen wir uns nicht entmutigen und so treten wir, nach dem Gewitter, weiter, zumindest bis zur Alm. Da sind wir uns einig. Nach weiteren 15 Minuten, treiben uns Hagelkörner unter die Bäume und wieder sind wir zu einer kurzen Pause gezwungen. Unsere Motivation ist am Tiefpunkt. Trotzdem wollen wir zur Alm, die wir auch kurz danach im strömenden Regen erreichen. Hinein mit uns, etwas „trockeneres“ (feuchtes trifft es eher!) angezogen und endlich eine Rast. Ferdl nutzt die Unterbrechung um das Mittagessen nachzuholen und ich trinke gemütlich einen Radler. Außer uns sind noch einige Wanderer in die Hütte geflüchtet, aber alle sind gut auf, warum auch immer.

Nach einer Stunde hört es auf zu regnen und meine Motivation steigt langsam wieder. Zum Glück ist Ferdl nicht schwer zu überreden um weiter Richtung Bergübergang zu treten. Es ist mittlerweile sogar richtig angenehm von der Temperatur und wir sind schwer beeindruckt von den weißen Hängen. Alles ist voll Hagel als wir mit unseren Bikes auf den Schultern weiterstapfen, teilweise 10 cm tief. Aber es regnet nicht mehr und uns kann nichts mehr zurückhalten. Wir hoffen nur, dass es auf der anderen Seite der Bergkette nicht ganz so wild gewettert hat.

Schließlich stehen wir um ca. 17:00 Uhr am höchsten Punkt unserer Tour. Schnell werden unsere Bikes für die Abfahrt vorbereitet und schon geht es nach unten mit einem Grinsen im Gesicht. Warum? Erstens, es ist alles trocken, zweitens ist es echt ein geiles Gefühl unter der Woche nach der Arbeit auf 2450m Seehöhe zu stehen und zu wissen es geht jetzt 1400Hm nur auf Trails bergab, alles fahrbar und drittens sind wir ganz alleine in dieser absolut grandiosen Bergkulisse.

Als wir, einige Fotos später, wieder auf Asphalt stehen, können wir gar nicht glauben, was wir heute trotz der Unwetter alles gemacht haben. Jetzt werden die Reifen aufgepumpt, die Schützer ausgezogen und so treten wir fröhlich quatschend (Und das nach 7,5 Stunden gemeinsamer Tour! Ist ja nicht so, dass wir da nichts geredet hätten!) über die Telfeserwiesen zurück nach Innsbruck. Nach einem Abschlusseis beim Peintner freut sich jeder von uns auf eine Dusche und ein Bett. Nur das geile Gefühl ist nach dem Duschen immer noch da.

Wahlsonntag!

Mit einer Wahlkarte hätte ich schon um sieben am Treffpunkt sein müssen, so gesehen war es Glück keine zu haben. Ausschlafen bis acht, gemütlich Kaffee trinken und Müsli essen hmmm anschließend schnell ins Wahllokal und dann mit dem Auto den Vorsprung der Anderen aufholen. Allerdings waren die schon ein Stück weiter als gedacht, das bedeutet in persönlicher Bestzeit auf die Alm puhh, endlich große Begrüßung und kurze Verschnaufpause.


Von Almgelände geht’s noch ein kurzes Stück zum Treten, und bald werden die Räder in gewohnter Manier geschultert. Das Wetter ist entgegen der Vorhersage ganz passabel, und die Sonnenbrille ist schon im Einsatz, der Schweiß strömt und die Vorfreude wächst. Bald haben wir eine Steile grasbewachsene Rinne unter uns gebracht, und genießen den frei werdenden Blick auf die Berge der Umgebung. Jetzt geht’s über eine bewaldete Gratschulter im leichten Gelände weiter.

Die Vegetation verändert sich die Fichten weichen Lärchen dann Latschen und schließlich gibt’s nur noch Gras. Okay ein paar Blumen und Moose, aber so genau wills eh keiner wissen, oder? Mein Bike lass ich vor dem eigentlichen Gipfelaufbau liegen, und noch ein, zwei tun es mir gleich. Der Rest schleppt die Drahtesel über Schotter durch steile Rinnen und ausgesetzte Stellen bis zum Gipfelkreuz. Respekt.

Von dort sieht man weit ins Tal. Die Häuser sind fuzziklein, sogar die Almhütte ist kaum zu sehen, man hört eher die Blasmusik…Ein Adlerpärchen umkreist den Berg,leider immer so weit entfernt, dass sie nicht auf Foto zu bannen sind, dennoch beeindrucken mich die großen Vögel, die ohne Flügelschlag durch den Himmel segeln. Es wird kühl und wir machen uns an die Abfahrt. Zuerst sehr steil und im tiefen Schotter sind ein paar sehr schwere Stellen zu meistern.