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Letzte Kalk Tour des Jahres

Eigentlich war ja für dieses Wochenende eine Fahrt in den Süden an den Gardasee geplant, doch die Wetteraussichten waren etwas unsicher und Ende Oktober Regen am Gardasee kann auch sehr kalt werden. Also bleiben wir zuhause, da bei uns wenigstens Sonntag Traumwetter angesagt ist. Christian ist mit der Familie doch an den Lake Garda gefahren, um noch einen Kurzurlaub einzulegen. Bei uns ist eine Tour im Karwendel geplant.
Treffpunkt 08:15 bei mir, an dieser Stelle ein Dankeschön an Ferdinand, der mich wieder einmal von zu Hause abholt und ich mir dadurch einige Kilometer treten erspare. Doch halt, morgen beginnt die Winterzeit, schnell Ferdl anrufen und der Treffpunkt wird auf 07:15 vorverlegt.
Pünktlich steht mein „Taxi“ vor der Tür und so geht es schnell mit dem Auto über die Autobahn zu unserem Parkplatz.


Jetzt wird umgestiegen auf unsere Bikes und schon geht es los durch einen schönen Mischwald, aber gemütlich, immerhin sind es gut 1700Hm die wir heute machen wollen. Wobei Ferdl immer nur von der „Hütte“ redet und die liegt ja bekanntlich irgendwo zwischen Auto und Gipfel. Jedenfalls sind wir wie immer gut gelaunt unterwegs und genießen die Anstrengung mit dem Bike unter den Füßen. Nach knapp 4Km schultern wir unsere Drahtesel und schon geht es über einen Steig weiter nach oben.

An einer schönen Wiese mit Kruzifix und Alm wird eine Pause gemacht. Jetzt ein Brötchen der Marke XXXL und einen Müsliriegel bzw. eine Banane zwischen die Rippen, um ja keine Durchsacker zu riskieren. Haben wir heute wieder ein Glück, kaum Wind, Sonne und fast keine Leute unterwegs. Doch jetzt müssen wir weiter und so erreichen wir über den weiterführenden Steig die besagte Hütte, welche natürlich schon geschlossen hat. Ab jetzt geht es zwischen den Latschen weiter und so treibt es uns weiter hinauf, um kurz vor der Latschengrenze (gibt es sowas überhaupt?!?) noch eine 2. Rast einzulegen.

Der Steig gefällt uns bis hierher wirklich gut, nur wenige Stellen scheinen ganz schwer fahrbar zu sein. Und so machen wir uns guter Dinge nach der verdienten Pause auf den Weg Richtung Gipfel. Kurz unterhalb vom Gipfelkreuz haben wir das erste Mal Schneekontakt, der sich aber jetzt bis zum Gipfel durchzieht.

Am Gipfel angekommen, genießen wir trotz steifer Prise das Panorama und gratulieren uns, wie üblich, zum Gipfelsieg. Außer uns sind jetzt doch noch 4 Wanderer heroben, alle ohne Bikes, komisch!
Um hier oben länger zu plauschen oder gar in der Sonne zu sitzen ist es uns eindeutig zu kalt und so packen wir unsere 7 Zwetschken zusammen und machen uns wieder auf den Weg nach unten. Gar nicht so einfach, wenn man dauernd im Schnee einbricht. Aber dieser Zustand hält nicht lange an und der Weg wird bald fast schneefrei.

Und Wind gibt es da auch schon keinen mehr, herrlich. Jetzt trialen Ferdl und ich den ZickZack Weg hinunter, um kurz darauf in die Latschen einzutauchen. Ja, jetzt wird es tricky, feuchte Erde mit Fels durchsetzt und das in einem relativ steilen Gelände. Und bis auf ganz wenig Stellen ist alles fahrbar. Immer wieder brauchen wir kurze Pausen, da wir solch ein ruppiges Gelände nicht mehr so gewohnt sind oder um einfach mal ein Foto zu machen.

Alles funktioniert ohne großartige Unfälle und so erreichen wir nach insgesamt fast neun Stunden wieder Ferdl`s Toyota. Müde und zufrieden packen wir alles ins Auto und haben fast ein bisschen Angst vor dem morgigen Muskelkater. Aber der war es auf jeden Fall Wert.

Bouldercup

Jetzt sitze ich da und schau beim Österreichcup im Bouldern zu, Temperatur außen 6,9°. Brrr wenn ich mir denke, vor nicht einmal 2 Wochen war ich mit Chris noch in den Bergen auf 2700m Seehöhe. Ok, ok von Anfang an.
Chris ruft an und erzählt mir, dass er dieses Wochenende Strohwitwer ist. Aleks ist mit Tochter Milena in München bei einer Freundin. Sofort geht es ans planen. „Nein Chris, leider kann ich nicht 2 Tage unterwegs sein, aber am Sonntag geht sich was aus.“ Und so treffen wir uns um 07:30 in Kematen um dann zu zweit mit dem Auto auf die Kemater Alm zu fahren.


Den Höhenunterschied zwischen Kemater Alm und Adolf Pichler Hütte überwinden wir mit dem Bike. Ich schiebend, Chris mit E-Bike fahrend. Von dort geht es zu Fuß weiter, quatschend, die Bergwelt bewundernd und gut aufgelegt. Auf der Scharte angekommen werden coole Fotos von der Gegend gemacht, ja heute ist wirklich der perfekte Tag um Bilder zu machen. Nebel, Wolken und blauer Himmel lassen die ganze Gegend etwas mystisch aussehen.

So freuen wir uns schon auf den Klettersteig in alpiner Kulisse und machen uns auf den Weg um den ersten Gipfel zu erklimmen. Na gut, der erste Gipfel ist nicht der höchste heute, aber er liegt halt zwischen Scharte und Hauptgipfel. Beim Gipfelkreuz angekommen brauche ich mal ein Brot und einen Riegel.

Nach der Brotzeit geht es weiter um kurz darauf das Klettersteigset anzuziehen. Schön ist er, obwohl dieser Klettersteig eigentlich „nur“ der Abstieg des Südwandklettersteiges ist. Uns gefällt er sehr gut und so erreichen wir nach ca. 3,5h den Hauptgipfel. Es ist nichts los, nur 2 Leute außer uns kommen von der Südseite rauf, Respekt ich glaube das sind 1600Hm, das würde ich heute nicht machen können. Wir jedenfalls bleiben noch in der Sonne sitzen/liegen, bestimmen die Bergspitzen rund um uns und machen uns erst nach der verdienten Jause Richtung Hütte zu unseren Rädern.

Beim Abstieg träumen wir schon vom Bier auf der Hütte aber zuvor heißt es noch konzentrieren, damit uns nicht doch noch ein dummer Fehler durch Unachtsamkeit passiert. Nach insgesamt 6 Stunden liegen wir zufrieden bei der Hütte im Gras, ein Bier in der Hand und lassen den Klettersteig noch einmal Revue passieren.

Und so haben wir heute ein schöne Tour gemacht, Chris kann noch Aleks und Milena vom Bahnhof abholen und ich fahre heim um mit Ulli noch eine kleine Runde zu drehen. Perfekt!