Archiv der Kategorie: Neuseeland

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So, jetzt geht’s weiter. Nachdem wir nach Dunedin noch einen weiteren regenerischen Tag hatten, sind wir in aller Ruhe zum Naseby Forest gefahren. Das ist ein Wirtschaftswald in dem Radlwege geduldet werden und so ist auf relativ engen Raum einiges an Biketrails entstanden. Alle recht lustig, mit einigen Spruengen und Klimbim und jede Menge Anlieger. Man muss halt einiges auch treten. Und ich kann nur sagen: ich bin heilfroh dass wir die Hardtails dabei haben… Alles andere waer glaub nicht so lustig. Ausserdem hat uns ein Voeglein gezwitschert dass wir noch was anderes ausser dem DH32 mitnehmen sollen… Der Tip war auch Gold wert 🙂 (Fetten Dank!) Und nach ca 7h auf den Trails waren wir dann auch recht streichfaehig, haette nicht gedacht dass man mit 30hm soviel Spass haben kann.

Nachster Tag, Mount Rock, Alexandra… Und, nach was hoert sich das an? Genau!!! Dachten wir auch!! Aber anstatt felsig und Hoehenmeter waren Singletrail-fetzen und Flow auf sandigen, extrem spassigen Wegen entlang eines Flusses angesagt. Zwar anstrengend ohne Ende (wenn man auch unbedingt in der groessten Mittaghitze losfahren muss… pfffft…) aber mit einiges an guter Aussicht auf den Fluss belohnt. Danach noch einen Pott Eis und gut iss :-).

Und um das Endorphingefuehl am laufen zu halten gings von Alexandra directamente nach Wanaka in den Sticky Forest. Ebenfalls ein Wirtschaftswald, ebenfalls ein Trailnetz auf engstem Raum und ebenfalls einiges an Spruengen und Anliegern. Nachdem man mal eine Weile rumgehuepft ist, geht sogar auch da was weiter! Am naechsten Tag haben wir uns dann einen Ruhetag in Wanaka gegoennt. Wanaka war im Vergleich zum Rest unser bisherigen Reise dann aber doch etwas „belebter“. Da auch noch Sonntag war, und auch die ganzen NZler unterwegs waren, bin ich mir ein bisl vorgekommen wie wenn man aus dem hintersten Karwendel nach Ischgl kommt… So ein dringendes „Lasst-mich-hier-schnell-raus“-Gefuehl hat uns beschlichen ;-).

Also nix wie raus aus Wanaka und am Lake Hawea ne Tragetour erledigen. Da war dann auch wie erwartet genau gar nix los, also null nix niente! Also nada nothing zilch. Am Schluss den Hang entlang bis zur Huette war dann zwar eeeetwas fuer die Fisch, aber die Abfahrt hat sich mal wieder gelohnt. Und danach in den See zu springen hat auch was fuer sich :-). Ok, und dann die Actionstadt schlechthin, Queenstown.

Wenn ich bei Wanaka dachte das viel los war, das war ein Laercherlschass gegen Queenstown. Es gibt da tatsaechlich die Actioncombos fuer die ganz gestressten, also Bungyjumping, 4Weeldrives, Canyoning, Jetboating, ecoactionsightseeing,und was weiss ich nicht noch alles, in einem Tag! Da gibts nen ca 50-seitigen Folder wo’d komplett am Rad drehen kannst wenn’d willst… Aber da wir ja unser eigenes Adrenalingeraet dabei haben, haben wir uns 2 Tage zuerst die 7-Mile-Delta Trail und dann den Wynard Terrain Park gegeben. Uiuiuiuiuiuiui, war das guuuuut! Einiges an Northshores und im Terrain Park auch einige echt anspruchsvolle… Irgendwie sind wir doch alle die gleichen Adrenalinfuzzies, egal was gemacht wird…

Und um uns auch mal die Megatouristenattraktion zu geben, haben wir uns die letzten 2 Tage nach Milford Sound gegeben. Ist Enztouristisch, die ganze Strasse (sprich 120km) ist eigentlich nur fuer Touris gebaut, da es am Ende der Strasse im Milford Sound die ganzen Touriboote und Rundfahrten gibt. Und wir haben uns ein relativ kleines Boot geschnappt, das am laengsten rumgefahren ist, und ausserdem das erste Boot am morgen war. Und war echt beeindruckend! Sind da 2h rumgeschippert, durch den ganzen Fjord und raus aufs Meer. War ziemlich lustig, da gut Wellengang war und Klein-Felix vorne am Bug gestanden ist… bis er dann bei der groessten Welle voll eingewaschelt war… Was aber echt der Hammer war, dass man da unter Waenden vorbeifaehrt, die vom Meerespiegel auf 1500m hochziehen!!! Und das auf kuerzester Distanz. Und keine paar Kilometer weg ist ein Berg mit 2470 m und Gletscher und Eisbruechen… Wenn’s da Wege hochgaebe, tststststs. Jetzt sitzen wir in Te Anau auf einem Campingplatz und erledigen die ganze Waesche… Ich glaub unser Auto bekommt so langsam ein eigenes „Gschmaeckle“…

to be continued…

Neuseeland die 2te

Für alle die es noch nicht mitbekommen haben, auch dieses Jahr gibt’s wieder ne Biking-Hikingexkursion nach Neuseeland. Diesmal halt nur in der kleinen Besetzung, aber ebenfalls mit Rad. Soll heissen, Hanna und ich haben uns am 29.12 in den Flieger gehauen und sind die 30 Stunden bis nach Christchurch geduest um uns dort das Feuerwerk in der Stadt reinzuziehen… Naja, Feuerwerk… angekuendigt wurde es als „Fantastic fireworks display“… Was daran „Fantastic“ gewesen sein soll ist mir zwar immer noch nicht klar, aber halbwegs lustig wars schon. Am Neujahrstag haben wir dann unseren Allradcamper bekommen und sind gleich mal bei Christchurch in die Port Hills um erstmal gepflegt eine Runde zu biken. Ist zwar alles nicht hoch, dafuer aber mit Meerblick und mit geschaufelten und hergerichteten Wegen. Der naechste Tag hat uns dann etwas weg von Christchurch am Mount Hutt gesehen. Ebenfalls nicht hoch, aber ca. 10 verschiedene Trails mit Spruengen und Northshores und etc. haben, wenn auch teilweise schon etwas zerfallen, doch einiges an Spass ergeben. Am naechsten morgen dann nochmal ein paar Trails ausprobieren, bevor wir in Rangitata Tal gefahren sind. Das Tal ist fast komplett unbewohnt und es geht auch nur eine Schotterstrasse inkl. Bachdurchquerung rein. Und unser 4WD hat sich schon gelohnt 🙂 Da hinten ist nix mit Hauptreisezeit und so *grins*. Am naechsten Tag dann die erste „echte“ Biking-Hikingtour. Jetzt weiss ich was Chris mit „unten quasi Dschungel“ gemeint hat. Warm, extrem feucht und die Raeder bleiben beim Tragen staendig irgendwo haengen. Aber es war halt zu steil um sie zu schieben… Aber: hat sich (wie eigentlich immer) gelohnt!! Die Abfahrt war extrem spassig und Wurzeln und eng stehende Baeume tun ihr uebriges um das ganze auch angenehm herrausfordernd zu machen. Am Abend sind wir dann noch zu den Moeraki Boulders gefahren. Und danke Jungs fuer den Tip mit am Abend hingehen 🙂 Haben wir prompt auch gemacht, nur dass wir noch die Radln mitgenommen haben. Rausgekommen ist dann eine ziemlich lange Fotosession :-). Tags drauf hats dann leider angefangen zu regnen, was uns nicht weiter gestoert hat, da der Tag eh als Ruhetag eingeplant war. So haben wir uns halt Dunedin gegeben…
to be continued…

Neuseeland Panorama

In NZ hatten wir ja „nur“ das Netbook von Matze mit. Mit Atom Prozessor wars dann meist nicht möglich, die Panoramen bereits vor Ort zusammen zu stellen. Matze hat mich daher schon mal vor 2 Monaten gebeten, irgendwann eine Auswahl an Panoramen online zu stellen. Da das Wetter zur Zeit zu grauslich ist und sich alle nach Sommer sehnen, hier nun eine kleine Auswahl.

Zumindest ich bekam grad wieder extremst Fernweh auf Neuseeland. 🙂

Viel Spaß mit den Panos und nochmal Danke an Richi H. (meinem Arbeitskollegen) fürs bauen des Notalpunktadapters. Damit wurden die Panos schon nochmal um einiges besser!

coromandel

drei tage coromandel halbinsel. was soll ich sagen. nach der suedinsel leider nicht mehr so beeindruckend wie erwartet. aber natuerlich immer noch wahnsinnig schoen. am auffaeligsten ist, wie viel mehr hier, im vergleich zur suedinsel los ist.

zum beispiel am hotwater beach. hier kann man bei ebbe am strand sitzen, waehrend es von unten warmes wasser durch den sand drueckt. klingt entspannend. mit hundert anderen aendert sich das schnell. wir haben uns das geschehen mit dem 300er tele aus der ferne angesehen 🙂 am irrsten ist, dass jeder brav wie im fuehrer beschrieben, mit dem hotwaterbeach spaten aufkreuzt…

ebenso die cathedral cove. wir sind erst gegen 19 uhr hin und es war immer noch relativ viel los.

ansonsten wars sehr entspannend und wunderschoen.

wir sind gerade auf unserem letzten campingplatz in auckland und sind kurz davor unser trusty motorhome zurueckzugeben. danach gehts ab zum flughafen. gestern, freitag, gabs noch einen super bikepark tag im woodhill forest. bei dem allerdings wieder keine fotos entstanden sind. (nur video)

in den letzten vier wochen sind wir knapp 4000 kilometer gefahren. chris und ich haben zusammen 74GB film und fotomaterial in 9000 datein gesperrt. stone hat an die 8 kasetten voll. helmcam hab ich erst garnicht gezaehlt.
zusammen haben wir gefuehlte 500 bier getrunken und gezaehlte 5 weinflaschen geleert 🙂

danke fuer die vielen netten kommentare. wir sehen uns zuhause!

geysire oder die tourifalle

wieder ein geschichtsträchtiger tag. diesmal der negativen art. der ganze tag war von extrem touristischen aktivitäten durchzogen. wir sind sogar in die tourifalle getappt.

dabei fing alles sehr lauschig, mit einem bad in einer heissen quelle – frühmorgens und allein, an.
die öffentliche quelle liegt an bzw in einem kleinen bach, umgeben von büschen und bäumen. als uns gegen acht uhr ins warme nass begaben drangen die ersten sonnenstrahlen durch den dampf, was gleich wieder die kameras auf den plan rief.

danach gings los. auf dem programm stand das thermal wonderland. ein riesiger parkplatz gefolgt von einem visitor center mit intergriertem cafe und souvenir laden. 90NZ$ ärmer fanden wir aus auf der anderen seite, zwischen rauchenden löchern und blubernden tümpeln, wieder. die dame an der kasse sagte uns noch, wir sollten zuerst die kleine runde machen, dann zurück zum auto. damit rüber zum geysir. geysir anschaun. das ganze wieder retour und die zwei grossen runden drehen.

nach der ersten runde schnappten wir also das motorhome, parkten es ein paar meter weiter (ein richtiger touri geht nicht zu fuss) zwischen ca 150 andere autos und wanderten zu dem, im colloseum-style mit bänken umstellten, geysir.
ranger ray erklärte den massen, dass der geysir nur alle 24 bis 72 stunden auf natürliche weise ausbricht. darum wird er jetzt vier stück biologisch abbaubare seife in den geysir werfen. der beworfene begann wie wild zu schäumen und bald darauf spuckte er, neben tollen seifenblasen, warmes wasser in einige meter höhe.

wir waren so beeindruckt, dass wir uns vor lachen nicht mehr halten konnten und haben das einstündige spektakel nach einigen minuten verlassen um zu runde zwei und drei in das thermal wonderland zurückzukehren.

dort schlängelten wir uns durch spanier, wiener, piefke, südamerikaner, australier, briten, chinesen und japanier und lichtetetn jedes blubernde bläschen ab.

am späten nachmittag brachen wir richtung coromandel auf um nur eine kreuzung weiter über mud pools zu stolpern. ei
an den blubernden, schlammspuckenden tümpeln konnten wir uns gar nicht satt sehen. bei jeder schlammexplosion freuten wir uns wie kleine kinder. zusammengefaßt: am besten waren die gratis attraktionen. die heisse quelle und der blubernden schlamm.

whakarewarewa mtb park

der 6. märz wird in die geschichte als erster fotofreier tag eingehen.
die nacht verbrachten wir in taupo auf einem campingplatz in seenähe und starteten am vormittag nach rotorua in den whakarewarewa mtb park, der im führer als bike disneyland mit den besten trails des landes beschrieben wird.

nach kurzer orientierungsphase und einheimischer hilfe fanden wir den shuttle pickup point, von wo aus wir zum einstieg des national downhills und einigen weiteren strecken gebracht wurden. die shuttles werden von der firma southstar betrieben und bestehen aus alten ausrangierten schulbussen mit mtb anhänger – eine sehr schrille partie.

wir verbrachten den nachmittag des 6. und den ganzen 7. märz auf flowigen trails. dabei entstanden weniger als zwanzig fotos, dafür haufenweise helmcam material.

morgen gibts heisse quellen und geisiere.

vulkan mt tongariro

um fünf uhr morgens begannen wir unseren aufstieg richtung mt tongariro. ohne bikes, da das land den maori heilig ist und wir das kriegerische volk auf keinen fall ärgern wollen und österreichische eurofighter das für uns wieder gerade biegen müssen.

im schein unseren stirnlampen wanderten wir durch den dschungel und kurz vor der ketetahi hut fingen wir den sonnenaufgang über den, unter uns liegenden, seen ein. nach einer pinkelpause auf den plumpsklos der hütte gings weiter über den blue lake, die emerald lakes und zuletzt über eine schotterreise zum red crater.

von dort hatte man einen guten blick in einen krater, auf die umliegenden seen, den mt tongariro, den north crater und mt ngauruhoe, der als mt doom in der herr der ringe trilogie verwendet worden ist.

die rückkehr zum auto gestaltete sich extrem anstrengend, da der weg in ewigen schleifen, ohne höhenmeter zu machen, zurück ins tal führte. unter der hütte trafen wir zwei alt bekannte südtiroler die wir aus queenstown kennen wieder. schöne grüße und guten flug an dieser stelle!

nach knapp neun stunden sassen wir zufrieden und müde bei einem bier in unseren klappsesseln im schatten eines busses und wurden von rückkehrenden wandereren für busfahrer gehalten. prost!

makara peak

makara peak ist ein staatlich betriebener mtb park in den outskirts von wellington. vom knapp 420m hohen peak wurden trails von easy bis extreme geschaufelt. wobei extreme die einzigen sind auf denen unsere räder von selbst rollen und man nicht permanent treten muss *hust*. zb: T3 … technical torture trail. wir verbrachten den vormittag also auf trails wie trickle falls, vertigo, ridge line oder swigg.

nach einer kurzen verschnaufpause starteten wir in richtung vulkane in den tongariro national park. 370km zwischen 30 und 90 km/h auch kein honigschlecken.

fähre picton wellington

der checkin auf der fähre begann erst um 13:25, also beschlossen wir den tag in picton zu verbringen.
piction ist ein verschlafenes hafenstädtchen, mit einigen geschäften und einer schönnen marina, in der wir den größten teil der zeit mit getränken und sandwiches totschlugen.

die knapp dreistündige und landschaftlich wunderschöne überfahrt, die zu beginn durch die marlborough sounds führt, verbrachten wir bei einem bierchen oder an deck mit der kamera im anschlag.

in wellington angekommen steuerten wir das zentrum an, da uns der magen knurrte. in der cuba street war relativ bald ein inder gefunden. seitdem wissen wir, dass medium scharf genug ist 🙂

nach einem verdauungsspaziergang durch die stadt, brachen wir zu unserem nächsten ziel, makara peak, auf.

pelorus bridge und marlborough sounds

unseren vorletzten tag auf der südinsel verbrachten wir mehr oder weniger im auto. unsere route führte uns über richmond und nelson zur pelorus bridge und dann kurz vor picton in die marlborough sounds.

schon am vormittag begann es zu regnen. bei der pelorus bridge sprangen wir kurz ins wasser. von der knapp 15m hohen brücke zu springen hätte uns gereizt, wurde aber wegen rutschgefahr abgesagt.

nach einem kaffee im pelorus cafe fuhren wir in die sounds um dort zu übernachten.