Archiv der Kategorie: Skitouren

Und, braucht man Harscheisen?

Aber zurück zum Anfang. Ich gebe zu, den Grundstein meines Verlangens für diese Schitour wurde schon vor 32 Jahren gelegt. Damals sind 3 meiner besten Freunde auf diesen stolzen Dreitausender gegangen und ich hatte entweder keine Zeit oder die Tour war mir zu anspruchsvoll, so genau weiß ich das nicht mehr. Jetzt waren die Bedingungen mit Lawinenwarnstufe 1 und Frühjahr wieder perfekt und so wurden schnell mit 2K Tom Pläne geschmiedet.
Punkt 05:00 Uhr waren wir am Parkplatz abmarschbereit, ich gebe zu, eine etwas unchristliche Zeit, aber für 2000Hm kalkulieren wir lieber etwas mehr Pausen ein. Die Temperatur mit ca. -4°Celsius ohne Wind optimal und wir starten, vielleicht etwas zu schnell, den Talboden hinein. Nach der Bachquerung geht es rechts steil bergauf, zuerst durch einen Grauerlen Gürtel und danach über freie Hänge weiter nach oben.

Trotz Harscheisen und relativ neuer Felle rutschen wir in der Aufstiegsspur immer wieder zurück. Also raus aus der Spur und selber auf dem harten Schnee die Schi so setzen, dass wir nach oben kommen. Mittlerweile wird es heller und wir können die Stirnlampen in unsere Rucksäcke packen. Jetzt sehen wir auch schon sehr gut auf die umliegenden Berge und bewundern den, sich langsam rot färbenden, Himmel. Kurz darauf erreichen uns die ersten Sonnenstrahlen, was wiederum mich veranlasst, mit Tom einen ersten Rastplatz auszumachen.

Da stehen wir nun, eine Tasse Tee in der einen und einer Banane in der anderen Hand. Tom meint noch aufmunternd:“ Jetzt haben wir eh schon die Hälfte!“ und in dem Moment denke ich mir, ob ich das jetzt unbedingt wissen wollte? Aber was soll`s, wir wollen da heute auf alle Fälle rauf und so steigen wir weiter bergan und kommen nach weiteren 1,5h auf die 3000-er Grenze. Ab jetzt müssen wir die Schier tragen. Tom hat seine Steigeisen aufgezogen und schon stapfen wir weiter. Allerdings brauchen wir nun mehr Verschnaufpausen, da die Gipfelrinne bzw. der Gipfelhang mit 35°-50°doch recht steil ist. Zudem hat der Südwind stark zugenommen und bläst uns kalt ins Gesicht, aber wir schaffen es und stehen um 10:30Uhr am Gipfel. Wir ziehen uns schnell was Winddichtes drüber, dann werden ein paar Fotos gemacht und schon zieht es uns wieder hinunter zu dem Schidepot.

Gejausnet wird weiter unten das ist schnell klar. Beim Abstieg kommen uns schon die ersten „Verfolger“ entgegen. Uns ist es egal, wir schnallen uns die Schier an und schon geht es hinunter. Der Schnee ist hier leider noch etwas mau, aber zumindest ist es nicht gefroren. Als wir nach ca. 15 Minuten bei unseren Rastplatz sitzen, zählen wir noch weitere Tourengeher, alle auf den Weg nach oben und wir denken uns nur, zum Glück müssen wir da nicht mehr hinauf. Nach der Jause wollen wir jetzt endlich Firn fahren und tatsächlich der nächste recht lange Hang ist wirklich aufgefirnt. Wir genießen die Abfahrt, obwohl zumindest meine Füße mittlerweile echt schwer geworden sind. Ab dem letzten Drittel wandelt sich der Schnee von Firn in TIEFEN Firn und meinereiner schwingt jetzt nur noch in weiten Bögen in Richtung Tal. Bei Tom wiederum schaut die Fahrweise noch immer gut aus, Kraftsau, Kondiviech :-).

Als wir wieder am Talboden ankommen freuen wir uns wirklich auf das wohlverdiente Bierchen, bzw. auf den Radler. Beim Auto angekommen, stehen schon die nächsten hinter unserem Auto. Und schon geht die Fragerei los: „Wie war der Schnee? Und habt ihr Harscheisen gebraucht?“. „Schnee war gemischt und ohne Harscheisen geht es gar nicht!“ „Was, Harscheisen von ganz herunten?“ „ Ja…, wo wollt ihr eigentlich noch hin?“. Darauf erhielt ich die Antwort: „Bremer Hütte!“. Was wir wiederum für sehr mutig halten, Nachmittag um 13:00 Uhr.
Wir haben jetzt nur noch Durst und gönnen uns kurz darauf einen Radler und lassen die Tour noch einmal Revue passieren. Eines ist jedenfalls sicher, wir sind beide echt zufrieden mit uns und ich bin froh, dass ich diesen Gipfel endlich abhaken kann.

Drei Ritter auf der Suche nach dem heiligen Gral

Es waren einmal vor langer, langer Zeit drei Freunde, Ritter Martin, Ritter Ferdinand und Ritter Thomas, die sich aufmachten um den heiligen Gral zu finden. Und wie das so üblich ist bei solchen Unternehmungen, trafen sie sich frühmorgens, um jede kostbare Minute des Tages auszunützen. Also nahmen sie ihre Speere in die Hände und nutzten sie als Aufstiegshilfen, um der Müdigkeit, die immer um diese Uhrzeit vorherrschte, keine Chance zu lassen.

Eisiger Wind schlug ihnen entgegen, aber auch dadurch ließen sie sich nicht abhalten und stiegen empor, um irgendwann doch die wärmenden Sonnenstrahlen im Gesicht spüren zu können. Bis es soweit war, hieß es den Gefahren des Winters zu trotzen. Schnee, Eis und sogar die Gefahr anderen Rittern zu begegnen, die vielleicht auch auf der Suche des begehrten Objektes waren, hielten die unerschrockenen Ritter nicht vom Aufstieg ab. Doch zum Glück erreichten die drei Freunde die Grenze zwischen dem kalten, unfreundlichen, dunklem Reich und dem hellen, freundlichen und auch gleich viel wärmeren Reich ohne größeren Kamphandlungen. Doch nun offenbarten sich neue Gefahren. Die Sonne brannte ohne Unterlass auf die Gesichter der drei Freunde und so griffen sie beherzt in ihre mitgebrachten Tragtaschen um eine Creme herauszuholen, die ihre schöne elegante weiße Haut vor Verbrennungen oder noch schlimmer vor brauner Farbe zu schützen.

Außerdem war es dringend an der Zeit, ihrem Körper Getränke und Nahrungsmittel zuzuführen. Danach ging es aber wieder weiter, denn Ritter Martin war schon vorausgeeilt um noch vor den anderen feindlichen Rittern den heiligen Gral zu finden. Ritter Ferdinand und meine Wenigkeit bildeten die Nachhut um uns von hinten abzusichern. Wir erreichten nach ca. 4h den Umkehrpunkt, an dem wir, zuerst etwas enttäuscht, feststellten, dass der heilige Gral nicht zugegen war. Dann aber merkten wir, dass wir auf dem Selbigen standen, nein besser noch, wir standen am Gipfel des heiligen Grals.

Und so feierten wir unseren Sieg mit einer süßen, bräunlichen mit Blubberblasen versetzten Flüssigkeit und freuten uns auf den Abstieg, noch nicht wissend, dass dieser Tag eine noch viel bessere Überraschung bereithalten würde als den Gral. Es war dieses weiße Pulver, das uns bei der Abfahrt Freudenschreie und Tränen entlockte.

Ja und so konnten wir dieses Abenteuer zum Glück ohne Kampfhandlungen mit einem starken Glücksgefühl und einer halben Mass Hopfengetränk bei unserer Kutsche ausklingen lassen. Mit diesen beiden Ritterfreunden möchte ich mich demnächst wieder auf die Suche machen, vielleicht auf die Suche nach der Bundeslade?

Zwolch und Zwabel

Der Bäcker bäckt die Breze,
Der Fleischer würgt die Kuh.
Der Arzt entfernt die Krätze.
Mein Kind, und was machst du?“

„Ich nähe keine Westen,
Ich sammel keine Ribisel!“
„Was gibst du dann zum Besten?“
„Ich gehe auf den Zwiesel!“

Unser Kamerad 3k-Tom hatte das glühende Verlangen nach vielen Jahrzehnten (Jahren?) wieder einmal den Zwiesel zu erklimmen. Trotz der leicht erhöhter Lawinenlage aufgrund des frisch gefallenen Schnees wollen wir unsere Unternehmung unternehmen. Es bleibt der Befehl des Berges. Die zwingende Sehnsucht: Empor!


Bei bitterer Kälte starten wir vom fast leeren Parkplatz zuerst durch lichten Wald einer einzelnen Spur folgend flach bis zur ersten Zwinge, die durch den frisch gefallenen Schnee leicht überwunden wird. Wir vermuten, dass es nach der zweiten Zwinge etwas wärmer wird. Doch weit gefehlt. Leichter Wind zwingt uns in unserer Jacken zu schlüpfen. Da gibt es kein Verweilen mehr.

Weg aus der Mulde, nur hinauf, heißt die Parole! Nach dem letzten Steilhang kommt die Sonne hinter dem Grat hervor und beschert uns etwas Wärme. Der Berg lässt sich nicht lumpen, aber seine Geschenke sind weniger angenehm. Auf der Scharte vor dem letzten kleinen Gipfelaufschwung begrüßt uns starker Wind, der uns nicht lange auf dem Gipfel verweilen lässt. Ein beherzter Händedruck und hinab geht es durch staubenden Pulver.

Nur drei Spuren vor uns. Johlend und grinsend ziehen wir unsere Zöpfe bis unter die Zweite Zwinge und steigen kurz entschlossen noch einige Meter auf um einen letzten Hang zu ergattern.

Das Bier in der Sonne beim Auto schmeckt diesmal besonders gut.

Wetterbericht: Im Laufe des Tages Wetterverschlechterung mit leichtem Schneefall

So oder ähnlich lautet die Wettervorhersage für unsere Tour an diesem Tag. Naja, Schönwettertourengeher waren wir noch nie, also holt mich Matze um 06:45 bei mir zuhause ab. Kurze Zeit später treffen wir auf Stone und schon geht es weiter zum Ausgangspunkt unserer Tour. Beim Aussteigen, leichte Minusgrade und Schneefall, aber egal, immerhin sind wir die ersten….


Wir machen uns auf den Weg durch einen tiefverschneiten Wald, sind gut gelaunt und unterhalten uns über das übliche Thema. Nein nicht das Thema, natürlich über Willhaben und Gore Tex Kleidung :-). Egal was, wir steigen höher und erreichen nach ca.1 Stunde die Arztalalm um dort den Bach zu queren. Jetzt sehen wir die ersten Verfolger, lassen uns dadurch aber nicht stressen und erhöhen unser Tempo. Immerhin sehen wir schon unseren Gipfel, kann also nicht mehr weit sein. Außer man muss, wie in unserem Fall, die letzten 400Hm spuren, dann kann’s sich schon noch etwas hinziehen. Unsere „Verfolger“ fellen kurz unter dem Gipfel ab, um nicht in die Nebelsuppe zu gelangen, auf die wir natürlich geradewegs zusteuern.

So sind wir also allein am Gipfel und es werden noch ein paar Fotos gemacht, um kurz darauf unsere Spuren durch den Pulver ins Tal zu ziehen. Doch halt, in welche Richtung müssen wir? Stone hat die Idee, immer den Spuren nach, wenn wir diese sehen würden. Also tasten wir uns langsam vorwärts, was bedeutet: 2 warten bis einer uns die Richtung und den Weg vorgibt. Und so hanteln wir uns die ersten 200Hm bergab, dann ein Hang mit der perfekten Neigung und es gibt kein Halten mehr.

Pulver fast über beide Ohrwascheln geht es bergab, um am Ende des Hangs außer Atem mit einem Grinsen zusammen zu warten. Jetzt sind wir endlich unter dem Nebel, die Sicht wird besser, eigentlich sogar gut. Und so ziehen wir unsere Spuren durch Tiefschneehänge hinunter, um kurz darauf einen lichten Zirbenwald das fürchten zu lehren.

Als wir nach insgesamt 4,5 Stunden Tour wieder bei unserem Fortbewegungsmittel ankommen ist klar, solche Verhältnisse hätten wir nie erwartet und wieder hat es sich bewiesen, schlechtes Wetter ist keine Ausrede für absolut traumhafte Bedingungen, nur der Spaßfaktor wird mit den richtigen Freunden massiv erhöht.

Die etwas andere Biking-Hiking Tour!

Es ist kurz nach sieben in der Früh und wir stehen immer noch beim Parkplatz in St. Sigmund. Wir, das sind Stone, Elisa, Chris, Ferdl und meine Wenigkeit. Der Himmel ist wolkenlos und wir verhoffen uns viel von der heutigen Schitour, es ist nämlich eine Jahrzentschitour. Soll heißen ich war mit meinen 52 Lenzen erst 3-mal da oben. Der Hang ist ziemlich nach Süden ausgerichtet und entweder ist es lawinengefährlich oder aper. Doch heute ist es wieder mal soweit und wir hoffen auf eine geile Firntour. Wir ziehen also steten Schrittes den Talboden taleinwärts und lassen die Gleirscher Alm links liegen. Die Bergspitzen werden schon von den ersten Sonnenspitzen angestrahlt und wir freuen uns jetzt schon auf eine schön warme Gipfelrast.

Kurz darauf geht es dann rechts steil bergauf. Ab jetzt sind Harscheisen gefragt, ohne geht es nur mit einem wesentlich höheren Kraftaufwand, sprich einer Quälerei. Alle sind gut auf und wie immer wird viel gequatscht und natürlich fotografiert. Es ist heute aber auch ausgesprochen malerisch, mit dem wolkenlosen Himmel und bald erreichen wir die Sonne. Zeit für eine erste Rast um Flüssigkeit und etwas Festes zu uns zu nehmen. So mag ich es, Sonne im Überfluss, keine Leute weit und breit und wahrscheinlich feinster Firn. Also schnell weiter, nicht dass aus dem Firn knietiefer Sumpf wird. Und so erreichen wir um 11:00 den Gipfel. Martin und ich strahlen mit der Sonne um die Wette. Ich glaube, wir gewinnen und so warten wir noch gemütlich auf den Rest der Truppe und beobachten inzwischen die Massen die im nächsten Tal auf den Zwieselbacher rennen.

Gleich darauf sind alle am Gipfel und es wird gejausnet und dabei beraten, welche Abfahrt wir nehmen sollen. Als alle satt, geschneuzt und gekammpelt sind, geht es an die Abfahrt. Ich melde mich als Fotograf schon mal an und fahre ein Stück nach unten. Ja, ja, das ist das harte Los der Fotografen.
Und was soll ich sagen, die Abfahrt ist ein Traum. Genau richtig ist der Firn und ich glaube man sieht es auch an den Fotos, bzw. am Grinsen in unseren Gesichtern.

Weiter unten ist es dann schon recht weich, vor allem für Leute wie mich mit einem Kampfgewicht von ca. 100Kg incl. Fotoausrüstung. Und so überlegen wir, wo es besser bzw. sicherer ist und entscheiden uns für eine Rinne, in der schon eine ältere Lawine liegt. Und das ist auch die richtige Entscheidung, denn auf dem Lawinenschnee ist es noch perfekt, während man daneben schon bis zu den Knien einsinkt. Als wir am Talboden ankommen, sehen wir ca. 100m weiter eine frische Grundschneelawine, die vorher noch nicht da war. Wir lassen sie dort liegen und fahren weiter Tal auswärts, jetzt immer im Schatten. leider macht Ferdl noch Bekanntschaft mit dem harschigen Schnee und kommt mit kleinen Schnittverletzungen im Gesicht und starken Schmerzen in der Schulter zur Alm. Gebrochen scheint aber zum Glück nichts zu sein.

Jetzt haben wir uns aber ein Bierchen verdient und so lassen wir den traumhaften Tag, wiederum in der Sonne, mit Bierchen und Essen in der Nähe der Alm ausklingen und schwärmen schon wieder von unseren nächsten Unternehmungen.

Kleiner Nachtrag: Ferdinand wurde einige Monate nach dem Sturz an der Schulter operiert und zum Glück ist alles glimpflich verlaufen und sein Arm ist wieder zu 100% einsatzbereit. Auf zur nächsten Schandtat.

Schon wieder zu dritt!

Nachdem ich die letzten zwei Wochen unsere 5 Bikes zu Hause „erneuert“ habe, wollte ich endlich wieder mal eine Runde drehen. Aber nein, nur Regen, Schnee, Regen usw.
Klettern geht auch nicht wirklich, nach Arco kommt man legal auch nicht – also doch „wieder „eine Schitour.
Kurzes Telefonat mit Tom und es war klar wir gehen am Samstag. Wann ist gleich geklärt, wohin egal, Wetter egal, einfach raus.
So gings zur zweiten Biking-Hiking-Schitour mit Elisa (ab 3 Personen gilt das schon als Vereinstour) ins Kühtai.


Nachdem die Straße am Vortag gesperrt war (laut Tafel bei Kematen war die Straße immer noch gesperrt) ging es bei recht eisiger Fahrt hoch bis zur Galerie. Es war uns schon bewusst, dass um diese Uhrzeit sicher schon 100 Autos dort parken würden aber egal, bei den Verhältnissen muss man hoch hinauf ….

Von weitem keine Autos in Sicht, vielleicht ist der Parkplatz nicht ausgeschoben? Doch, wir waren nur die Ersten! Und das bei dieser Tour!
Nach uns kamen dann gleich ein paar Autos, aber Spuren mussten dann doch wir.

Und der Rest ist kitsch wie immer….Sonne, coole Stimmung, feiner Neuschnee (wirklich 30 cm Pulver), unverspurt (für uns hinauf und hinunter), viel Gequatschte (das aber zum Schluss immer weniger wurde, da der Schnee zum Spuren immer mehr wurde), super Aussicht am Gipfel, Wind, alte Kollegen die man trifft, viele Leute hinter uns, die ersten Spuren im Powder, ein cooler Tag…
Und wie es sich in Zeiten von Corona gehört, Jause und Bier (danke Tom) halt dann beim Auto…was will man mehr!

Geheimtipp

Also das war ja heute wieder einmal eine typische Schitour. Aber heute will ich einmal keinen langen Bericht schreiben, daher die Kurzfassung: Wer? Stone, Elisa und ich!
Wo? Irgendwo in Tirol! Wen interessiert das auch schon, Hauptsache 40cm Pulver!
Wetter? Schneefall, Wind, Sonne!
Menschenmassen? Von wegen, alleine am Gipfel und unverspurte Hänge!

Und zum Schluss, echt geil war’s :-).

Schitour Ende Mai

Ich weiß! Keiner will Schnee sehen um diese Jahreszeit. Doch besser ein Schitouren Bericht, als gar kein Bericht oder?

Aber ich fasse mich kurz.
Es ist der 23. Mai – Pfingsten – und nach wochenlangem Arbeitsstress und Bike-Abstinenz hab ich zumindest am So und Mo Zeit was zu tun. Doch wie so oft ist die BikeHiker Gemeinde in weit verstreuten Gefilden unterwegs (Felix irgendwo in Westitalien, Stone mit Sister am Gardasee, Matze beim Arbeiten, Tom und Reini mit Familie unterwegs, usw.) und keiner (außer Tom) liefert Berichte über getane Aktivitäten ab 🙂
Ich entschließe mich am Sonntag mit Martin eine allerletzte Hochtour in dieser Saison zu gehen. Das Zuckerhütl wollte ich schon lange mal besteigen und mit Liftunterstützung ist das ja eigentlich eine gemütliche, kurze Schitour. Ist dann auch tatsächlich so. Bei guten Frühjahresbedingungen ist der Berg bis auf den kurzen Gipfelaufbau (nur mit Steigeisen empfehlenswert) eine recht leichte Schitour. Die Höhe macht uns an diesem Tag auch keine Probleme, nur das Wetter hält wieder mal nicht das (no na – dieser Mai 2010 ist einfach besch****) was die Wetterfrösche (tschuldige Felix) prophezeit hatten. Zu Beginn sieht es noch so aus, als ob sich der Nebel auflösen würde, doch mit jedem Schritt zieht es mehr und mehr zu und als wir am Gipfel stehen, beträgt die Sicht gerade mal 20 Meter (für einen leichten Sonnenbrand auf der Nase reicht es trotzdem – trotz Sonnenchreme). Gipfel Pano gibts also keines.
Kleiner Trost: Als wir wieder bei Schidepot herunten sind, verzieht sich der Nebel kurz und so eröffnet sich uns doch noch ein Blick über den Gletscher und den Gipfelaufbau. Es folgt eine schöne Firnabfahrt, ein zweites mal auffellen mit kurzen Aufstieg zum Schigebiet und anschließender Pistenabfahrt bis zur Mittelstation. Zuhause gibt’s dann noch eine Grillerei bei 25 Grad und Sonnenschein. Am nächsten Tag (da ist dann wieder Biken angesagt) folgt dann ein wirklich strahlend blauer Tag. Einer der wenigen in diesem Mai. Doch das ist eine andere Geschichte…

let it snow, let it snow,…

Gleich nach der letzten Biketour am 16. November hab ich auf meinem Bike die Spikereifen montiert, da absehbar war, dass die Saison auf aperen Steigen beendet ist. Doch bis heute hab ich es erst ein einziges Mal geschafft, auf einer Rodelbahn zu biken (letzten Sonntag, mehr dazu in einem späteren Bericht). Statt dessen wurde jeder freie Tag (bzw. Abend) für Schitouren oder Powder Tage am Nordpark genützt. Zu Jahresbeginn leistete ich mir auch endlich mal fette Freeski. Meine „Pommes“ (wie Felix die dünnen normalo Tourenski nennt) hab ich an den Nagel gehängt. Ok, so fett sind sie nun auch wieder nicht, sind ja keine K2 Pontoon, sondern „nur“ K2 Apache, aber trotzdem. Endlich kann ich nun auch kraftlos obenauf surfen. Jetzt muss ich nur noch besser schifahren lernen 🙂 Die wochenlang anhaltende, günstige Lawinensituation im Jänner, erlaubte uns in Rinnen und Hänge einzufahren, die oft den ganzen Winter nicht befahren werden können. Im Feber dann endlich Nordstau. 150cm Neuschnee innerhalb weniger Tage! Da gab’s dann mal 3 Wochen keine Schitouren, sondern nur noch Powdertage am Nordpark…[Chris]

Wir starteten eigentlich erst relativ spät (mitte Dezember) in die Skitourensaison. Dafür gleich mit einer Tour für die Massen und stellten fest, dass man sich auch auf „solchen Touren“ sauber verkoffern kann, als wir uns nach der Abfahrt einen Ort zu weit südlich als gewünscht wiederfanden. Es folgten Touren im Oberland und in den Seitentälen der Wipptals. Unser Prinzip ‚den Nachbargipfel des Gipfels auf den alle latschen‘ anzuvisieren, hat uns fast immer mit einem einsamen Gipfelkreuz belohnt. Teilweise hatten wir mit extremem Föhn zu kämpfen, dafür war der Schnee eigentlich durchgehend der Hammer und irgendein Blödsinn ist uns sonst jedesmal noch eingefallen. Zum Beispiel über einen Doppel-T Träger, der über einem Bach liegt, per 15m flacher Anfahrt zu springen. Prinzipell wird jeder Baumstumpf gesprungen und auf jeden Felsen gekrazelt und runtergesprungen. Hauptsache Spass…[Matze]

Mehr als 3 Schitouren, hab ich bisher nicht gemacht, aber die drei dafür am Tag ;-). Die erste Tour wurde bei Föhnsturm im Obernberg gemacht. Wo sonst geht man eine Schitour bei Föhn. Matze hob auch fast ab mit seinem Snowboard. Der Schnee war aber dann doch nicht schlecht und das Peeling fürs Gesicht, war auch schon lange nötig bei Matze, Chris und mir.
Die nächste Tour fand im Karwendel am Pleisen statt. Ronny hatte seinen 40er auf der Pleisenhütte gefeiert. Wir feierten bis ca. 02:30 nur Ronny hatte leider an diesem Tag ein gesundheitliches Problem und ging früher schlafen. Die Tour war der Hammer, eben typisch Karwendel. Zum Glück konnte Ronny mit auf die Pleisenspitze, nur ganz fit war er nicht, sonst wäre er sicher 1 Stunde vor mir am Gipfel gewesen.
Und dann war da noch die Rötenspitze. Das war eine Premiere. Nein nicht die Tour, sondern Matze‘s erste Ausfahrt mit seinem neuen Transvan. Jetzt haben wir so viele große „Schüsseln“ bei den BikeHikern, daß wir, wenn alle mit ihren Autos da sind, zu wenig Biker sind, um den Platz auszufüllen ;-). Hätt ich mir auch nie gedacht. Die Tour so zu fahren wie wir es sind, ist jedenfalls zu empfehlen. Denn getreu unserem Motto: „Hauptsache nicht normal“, suchten wir uns eine eigene Abfahrt und wurden belohnt. Jetzt bin ich nur gespannt, was wir heuer noch für Touren machen…[Tom]

Meine Meinung zu den bisherigen Skitouren?! Also, mh, als Motto fällt mir spontan ein: „Wie mache ich aus der Sattelberg 08/15-Abfahrt eine ziemliche Aktion?“, oder „Wieso ist es trotzdem eine ziemliche Gaudi, obwohl man nach 600hm wegen Lawinengefahr umdreht?“, oder „Warum zum GEIER rennen eingentlich alle immer auf die selben Berge, obwohl man nebendran seine komplette Ruhe und den ganzen Hang für sich hat?!“.
Ok, manchmal sind die „Nebendran-Berge“ halt 100hm niedriger…. Na ja, wen’s stört… Und wenn ich anstatt Motto’s Erkenntnisse schreiben soll, dann würden die lauten: „Beim Skitouren kommts auf die Chaoten an mit denen man unterwegs ist!“, oder „Mit fotografieren kann man die 100 hm locker wieder reinholen :-)“, oder „50 m neben der ‚Piste‘ gibts auch an einem Tag mit 1000 Leuten auf dem Gipfel noch unberührte Hänge“. Und zum Schluss bleibt mir noch eines zu sagen: „fahrt am Sattelberg nicht zu weit östlich… könnte in die Hose gehen…“ 😉 [Felix]

Drei mal Drei

Drei Schitouren, in Drei Wochen, auf Drei verschiedene Dreitausender.

Schon klar, wir haben Ende April. Niemand will um die Zeit noch Bilder von Schitouren und Schnee auf einer Bike Seite sehen! Doch was anderes haben wir leider nicht zu bieten zur Zeit. Auch wir wären lieber schon mit den Bikes auf den Gipfeln, als mit den Schiern. Zur Erinnerung: um die Zeit fuhren wir im letzten Jahr schon auf 2500 Meter hohen Bergen herum (siehe z.B.: Ingrid und Fiona). Doch dort liegt heuer mindestens noch 2 Meter Schnee. Biken in der Höhe spielt sich einfach nicht zur Zeit. Was also tun an den Wochenenden, wo den ganzen Tag Zeit bleibt? Auf irgendeine niedere Alm zu radeln und schlammige Trails zu rocken mag ich am Wochenende nicht. Das hebe ich mir für unter der Woche abends auf. Klettern war ich auch schon mehr als genug in den letzten Wochen, also bleiben nur mehr Schitouren! Damit stoße ich allerdings auf taube Ohren in der Runde der Bike-Hiker. Tom hat leider keine Zeit (der wär‘ sonst sofort dabei), Matze ist noch immer mit der neuen Wohnung beschäftigt, Felix mag so gar keinen Schnee mehr sehen (no, na wenn das neue Bike im Zimmer steht) und Maschtl paukt für Prüfungen und kuriert nach wie vor seine Handverletzungen aus. Doch immerhin bietet mir Maschtl an, mich seinen Eltern anzuschließen. So muss ich nicht alleine irgendeine Standardtour gehen, sondern komme in den Genuss von drei sehr schönen Hochtouren, in netter Gesellschaft. Bestes Trainingsprogramm also für die langen Bike-Hiker Sommertouren und ein Hochgenuss sondergleichen! So stelle ich mir ein ausgefülltes Wochenendprogramm im April vor! Um 5:00 Uhr früh aufstehen und Touren mit 1400-1800 Höhenmetern. Yes!
Nun noch ein paar Impressionen, damit es zumindest mal wieder irgendwas neues gibt auf unserer Seite 🙂