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Zwolch und Zwabel

Der Bäcker bäckt die Breze,
Der Fleischer würgt die Kuh.
Der Arzt entfernt die Krätze.
Mein Kind, und was machst du?“

„Ich nähe keine Westen,
Ich sammel keine Ribisel!“
„Was gibst du dann zum Besten?“
„Ich gehe auf den Zwiesel!“

Unser Kamerad 3k-Tom hatte das glühende Verlangen nach vielen Jahrzehnten (Jahren?) wieder einmal den Zwiesel zu erklimmen. Trotz der leicht erhöhter Lawinenlage aufgrund des frisch gefallenen Schnees wollen wir unsere Unternehmung unternehmen. Es bleibt der Befehl des Berges. Die zwingende Sehnsucht: Empor!


Bei bitterer Kälte starten wir vom fast leeren Parkplatz zuerst durch lichten Wald einer einzelnen Spur folgend flach bis zur ersten Zwinge, die durch den frisch gefallenen Schnee leicht überwunden wird. Wir vermuten, dass es nach der zweiten Zwinge etwas wärmer wird. Doch weit gefehlt. Leichter Wind zwingt uns in unserer Jacken zu schlüpfen. Da gibt es kein Verweilen mehr.

Weg aus der Mulde, nur hinauf, heißt die Parole! Nach dem letzten Steilhang kommt die Sonne hinter dem Grat hervor und beschert uns etwas Wärme. Der Berg lässt sich nicht lumpen, aber seine Geschenke sind weniger angenehm. Auf der Scharte vor dem letzten kleinen Gipfelaufschwung begrüßt uns starker Wind, der uns nicht lange auf dem Gipfel verweilen lässt. Ein beherzter Händedruck und hinab geht es durch staubenden Pulver.

Nur drei Spuren vor uns. Johlend und grinsend ziehen wir unsere Zöpfe bis unter die Zweite Zwinge und steigen kurz entschlossen noch einige Meter auf um einen letzten Hang zu ergattern.

Das Bier in der Sonne beim Auto schmeckt diesmal besonders gut.

Schon wieder zu dritt!

Nachdem ich die letzten zwei Wochen unsere 5 Bikes zu Hause „erneuert“ habe, wollte ich endlich wieder mal eine Runde drehen. Aber nein, nur Regen, Schnee, Regen usw.
Klettern geht auch nicht wirklich, nach Arco kommt man legal auch nicht – also doch „wieder „eine Schitour.
Kurzes Telefonat mit Tom und es war klar wir gehen am Samstag. Wann ist gleich geklärt, wohin egal, Wetter egal, einfach raus.
So gings zur zweiten Biking-Hiking-Schitour mit Elisa (ab 3 Personen gilt das schon als Vereinstour) ins Kühtai.


Nachdem die Straße am Vortag gesperrt war (laut Tafel bei Kematen war die Straße immer noch gesperrt) ging es bei recht eisiger Fahrt hoch bis zur Galerie. Es war uns schon bewusst, dass um diese Uhrzeit sicher schon 100 Autos dort parken würden aber egal, bei den Verhältnissen muss man hoch hinauf ….

Von weitem keine Autos in Sicht, vielleicht ist der Parkplatz nicht ausgeschoben? Doch, wir waren nur die Ersten! Und das bei dieser Tour!
Nach uns kamen dann gleich ein paar Autos, aber Spuren mussten dann doch wir.

Und der Rest ist kitsch wie immer….Sonne, coole Stimmung, feiner Neuschnee (wirklich 30 cm Pulver), unverspurt (für uns hinauf und hinunter), viel Gequatschte (das aber zum Schluss immer weniger wurde, da der Schnee zum Spuren immer mehr wurde), super Aussicht am Gipfel, Wind, alte Kollegen die man trifft, viele Leute hinter uns, die ersten Spuren im Powder, ein cooler Tag…
Und wie es sich in Zeiten von Corona gehört, Jause und Bier (danke Tom) halt dann beim Auto…was will man mehr!