Archiv für das Jahr: 2013

BikeHiker Festl 2013

Unser diesjähriges Festl ist schon wieder seit zwei Wochen Geschichte, die Bikesaison vorerst beendet, die ersten Schitouren wurden bereits gemacht. Sehr gemütlich war es wieder! Und überraschenderweise kamen echt viele Leute (geschätzte 100 würde ich sagen). Hätte ich nicht erwartet, nachdem wir lange Zeit faul auf der Homepage waren und das letzte Festl zwei Jahre zurück lag.
Hat mich bzw. uns riesig gefreut, dass wir nicht ganz in Vergessenheit geraten sind.
Wie es sich für ein BikeHiker Festl gehört, trafen wir wieder sehr viele Bekannte und Freunde aus Österreich, Deutschland, Italien und sogar Frankreich. Aber natürlich waren auch unsere Familien vertreten. Es wurde wieder gefachsimpelt und von Erlebtem berichtet, gelacht, getrunken und natürlich Film und Fotos geschaut.
Diesmal gab’s sogar zwei Filme, denn neben dem neuen, von Stone geschnittenen, gabs auch eine Abstimmung, welcher unserer vergangenen 5 nochmals gezeigt werden soll. Die Wahl viel auf Inglorious Bikers und so wurden auch alte Geschichten wieder aufgewärmt und in Erinnerung gebracht.
Der Abend verging wie immer viel zu schnell und die Zeit war zu kurz um mit allen wirklich ausführlich zu quatschen.
Schade! Aber ich hatte den Eindruck, dass alle von uns wieder neue Motivation gefunden haben, das Festl nächstes Jahr erneut stattfinden zu lassen. Mal schaun…

Zuletzt noch allen ein großes Dankeschön, die mitgeholfen haben. Zu planen, zu organisieren, auf- und wieder abzubauen, uns zu unterstützen, sowohl finanziell (auch allen Spendern), wie auch mit Ideen und Arbeitsleistungen.
Ein besonderer Dank meinem Bruder Andreas für den Beamer und Radstudio sowie Bike Point für die finanzielle Unterstützung!

Jetzt noch ein paar Fotos (sind allerdings nicht viele geworden diesmal). Wir haben lieber das Festl genossen 😉

Biking-Hiking Festl

Nach einem Jahr Pause, ist es endlich wieder soweit. Pünktlich zum Saisonausklang gibt’s, nun schon zum sechsten Mal, unser Bike Festl. In bewährter Weise auch diesmal im Hafen „Hades“.

Datum ist der Freitag 22. November, Beginn ist wie beim letzten Mal 20:00 Uhr, der Hafen sorgt für feuchte Kehlen und wir für ein paar Bilder, einen kleinen Film und hoffentlich gute Musik!

Wir sind schon sehr gespannt auf neue Bike Geschichten, Fachsimpeleien und anderen Quatsch 😉

Wahlsonntag!

Mit einer Wahlkarte hätte ich schon um sieben am Treffpunkt sein müssen, so gesehen war es Glück keine zu haben. Ausschlafen bis acht, gemütlich Kaffee trinken und Müsli essen hmmm anschließend schnell ins Wahllokal und dann mit dem Auto den Vorsprung der Anderen aufholen. Allerdings waren die schon ein Stück weiter als gedacht, das bedeutet in persönlicher Bestzeit auf die Alm puhh, endlich große Begrüßung und kurze Verschnaufpause.


Von Almgelände geht’s noch ein kurzes Stück zum Treten, und bald werden die Räder in gewohnter Manier geschultert. Das Wetter ist entgegen der Vorhersage ganz passabel, und die Sonnenbrille ist schon im Einsatz, der Schweiß strömt und die Vorfreude wächst. Bald haben wir eine Steile grasbewachsene Rinne unter uns gebracht, und genießen den frei werdenden Blick auf die Berge der Umgebung. Jetzt geht’s über eine bewaldete Gratschulter im leichten Gelände weiter.

Die Vegetation verändert sich die Fichten weichen Lärchen dann Latschen und schließlich gibt’s nur noch Gras. Okay ein paar Blumen und Moose, aber so genau wills eh keiner wissen, oder? Mein Bike lass ich vor dem eigentlichen Gipfelaufbau liegen, und noch ein, zwei tun es mir gleich. Der Rest schleppt die Drahtesel über Schotter durch steile Rinnen und ausgesetzte Stellen bis zum Gipfelkreuz. Respekt.

Von dort sieht man weit ins Tal. Die Häuser sind fuzziklein, sogar die Almhütte ist kaum zu sehen, man hört eher die Blasmusik…Ein Adlerpärchen umkreist den Berg,leider immer so weit entfernt, dass sie nicht auf Foto zu bannen sind, dennoch beeindrucken mich die großen Vögel, die ohne Flügelschlag durch den Himmel segeln. Es wird kühl und wir machen uns an die Abfahrt. Zuerst sehr steil und im tiefen Schotter sind ein paar sehr schwere Stellen zu meistern.

Dann am Grat entlang meist über steilen Wiesen bis zu einer sehr ausgesetzten Stelle die nur was für den Stone, Reini und Tom ist. Wir schauen nur zu und wundern uns. Die Abfahrt ist abwechslungsreich und wir genießen das gemeinsame Erlebnis. An einer Stelle die ich als leicht eingestuft habe flieg ich zuerst in die Latschen und beim zweiten Anlauf über diese drüber. An dieser Stelle herzlichen Dank an dich Bernd für deine schnelle und beherzte Reaktion, ohne hätte ich wohl übel ausgesehen.

Ab ca 1600 Meter Höhe tauche ich in den Almweg ein und der Rest fährt einen alt bekannten Steig, der sich heute von seiner feuchten und schlammigen Seite zeigt. Eigentlich müsste man Saite schreiben weil die Jungs virtuos über die Stufen rocken. Es gibt keine weiteren Zwischenfälle und alle kommen zufrieden und ausgepumpt zum Ausgangspunkt zurück. Am Schluss noch mal ein Danke an Alle für die Hilfe und für’s Nachfragen.

3004 um 12

3004 um 12 – Ein Wechselbad der Gefühle

Das Knight Rider Thema ertönt links von mir am Schreibtisch. Tom am Display und am anderen Ende der Leitung. Nach langer Sommerpause steht wieder eine Tour an – nächste Woche. Nähere Infos folgen.
Die nächste Woche und die näheren Infos sind da. Andre wünscht sich einen Dreitausender. Gut 3004 m ist der Gipfel hoch und los geht’s Punkt 12. Langsam dämmert mir, worauf ich mich da einlasse. Noch nie so hoch, noch nie so weit. Aber zugesagt ist zugesagt und irgendwann muss ich ja das Tragen lernen.
Mittwoch, 12 Uhr: Reini ist mittlerweile auch am vereinbarten Treffpunkt angekommen, die Bikes sind verladen. Weiter geht’s zu Andre. Tom bringt uns wie üblich souverän und kurzweilig zum Ausgangspunkt der Tour.

200 lockere Höhenmeter am Sattel müssen reichen um die Wadel munter zu bekommen. Wem das zu wenig war, der griff mal kurz in die Elektroeinzäunung. Kaum die Bikes geschultert schreiten wir über eine Bergwiese weit schöner wie die Zalando-Wiese im Halltal (jaja, der Frauenschuh..) in Richtung Gipfel. Zügig kommen wir die ersten Höhenmeter voran und ich lerne Biking and Hiking dank neuem schwereren Bike immer intensiver kennen. Ein Ziehen in den Schultern setzt ein, aber es fühlt sich richtig an.


Die erste Pause auf einem Postkartenmotiv gleichenden Plateau mit Blick zum Gipfel. Und schon tauchen die ersten Fragen auf – wie weit sind wir schon, wie weit ist es noch und wo müssen wir da überhaupt entlang gehen? Gemeinsam finden wir die Antworten und ziehen weiter, durchschreiten die ersten verblockten Steinfelder und machen rasch Meter – der Zeitplan steht – spätestens halb 6 sollten wir den Gipfel erreicht haben um die Abfahrt noch bei Tageslicht genießen zu können.

Die letzte Pause geschätzte 100 m unter Gipfel. Vor uns der nackte Fels, den es zu durchschreiten gilt. Fünf Minuten Pause dann geht’s zum Endspurt. Von spurten weit entfernt frage nicht nur ich mich, was tun wir da? Ist es das wert? Wessen Idee war das mit dem Dreitausender? Wie kommen wir da wieder runter? Im Wechselbad der Gefühle aber mit sicherem Tritt durchschreiten wir den Grat und erklimmen die letzten Meter hoch zum Gipfelkreuz. Hier oben wird auch ein ordinäres Cola zum wahren Hochgenuss.

Dank eingehaltenem Zeitplan bleibt uns genügend Zeit für das obligatorische Gipfelfoto und einen entspannten Start der Abfahrt über den wunderschönen Gipfelaufbau, die Flanke entlang hinunter zum Grat, den wir wieder tragender Weise durchschreiten.

Der Rest ist Routine *räusper*… der Rest ist das was diese Touren neben den unglaublichen Landschaftseindrücken, dem Gefühlschaos, dem Kennenlernen der eigenen Grenzen, den Erfolgsgefühlen und den kleineren oder größeren Blessuren so einzigartig machen – die geteilte Leidenschaft mit Gleichgesinnten.
In diesem Sinne – lassen wir die Bilder sprechen …

Unterwegs mit Reini…

Unterwegs mit Reini…

Nachdem Reinhard im Frühjahr fast keine Zeit hatte um Biken zu gehen, muss noch schnell vor der Urlaubszeit eine Tour her, mit etwas alpinem Charakter. Keine große Tagestour, sondern mehr etwas mit Aufstiegshilfe.Und so starten wir wieder einmal um 14:00 mit Hilfe einer Gondelbahn in Richtung Berge. Das Wetter ist sehr wechselhaft, aber bei „unserem“ Berg ist noch kein Regen zu sehen. Motiviert strampeln wir mit unseren Bikes den Forstweg entlang um, nach ca. 30 Minuten treten, diese zu schultern.


Kein Mensch ist unterwegs und wir genießen die Ruhe. Ok, die Forstarbeiter mit den Kettensägen und der Seilwinde mit Benzinmotorantrieb zum Abtransport der Bäume sind nicht zu überhören. Aber sie lassen uns sicher passieren und so hören wir nach kurzer Zeit nur noch unseren regelmäßigen Atem. Ein paar „Fotoshootings“ und eine Pause zur Halbzeit sind die einzigen Stops die wir einlegen, wir wollen so schnell wie möglich hinauf, um nicht doch noch in den Regen zu kommen.

Am Joch angekommen, den in Wolken gehüllten Gipfel lassen wir heute aus, sehen wir auch auf der anderen Talseite ebenso Wolken und Regen. Zum Glück weit genug entfernt, um uns nicht gefährlich werden zu können, aber trödeln ist nicht angesagt. Also richten wir uns für die Abfahrt. Eine für uns neue Abfahrt und wir sind schon gespannt was uns erwartet. Die Wolkenstimmungen und das Farbenspiel heute Abend sind wirklich einmalig. Wir müssen uns aber auf den Weg konzentrieren.

Ja, der Steig macht Spaß, immer oberen Teil gar nicht so schwierig und an manchen Abschnitten sogar flowig, doch je weiter wir nach unten kommen, desto öfter kommen knackige Stellen. Der Hammer kommt aber im Wald. Extrem steiles Gelände, steiler Steig, hohe Stufen und enge Spitzkehren. Bikerherz was willst du mehr.

Als uns der Trail nach rund 2 Stunden im Tal wieder ausspuckt, steht uns beiden ein fettes Grinsen im Gesicht. Wir ziehen uns um und strampeln zu unserem Auto. Bei einem Bierchen (Danke Reini!) lassen wir diesen absolut geilen Tag ausklingen, noch immer im Trockenem.

3 Grad, kühler Wind, leichtes Nieseln – die Stimmung hält

Halb 8 Uhr morgens an einem typischem Tiroler Frühlingstag – kalt, nass aber in Gedanken schon im warmen Süden, im Weindorf Terlan um es genauer zu sagen. Tom und ich laden Andre`s Bike in den Caddy und unsere beiden Bikes Huckepack hinten drauf. Um den Carabinieri keinen Grund zum Nörgeln zu geben kommt noch das hübsche rot-weiße Taferl drauf.Minuten später entdecken wir einen leicht fröstelnden, aber noch nicht ganz wachgerüttelten Andre am Straßenrand. Rein in den mittlerweile warm gelaufenen VW bringt uns Tom sicher Richtung Italien. Kleine Schneeflocken am Brenner, Nebel an den Berghängen – Egal – im schlimmsten Fall gehen wir Pizza essen (tönt es aus der 2ten Reihe).

Terlan – Es riecht nach Sonne und Meer – bilden wir uns ein. Naja – im Vergleich zu 3 Grad bei der Abfahrt wirken die Weinberge im Sonnenschein fast wie ein Urlaub an der Adria. Entlang der schön asphaltierten Auffahrt, vorbei an der Zilli begegenen uns die gewohnten Schilder: 2 Rindviecher mitten auf der Straße (Foto), immer sechseckige Felsbrocken (danke Tom für die Nachhilfe, wusste ja echt nicht, dass die Brocken in Italien so symmetrisch sind) und immer wieder die Doppelkehren obwohl eingangs etwas von „nur“ 4 Tornanti stand.Zur Begrüßung im Gelände treffen wir auf eine Lama-Herde und ziehen trockenen Fußes weiter. Tom kennt die Strecke und beruhigt Andre, dass die Hütte nach dem Felsdurchstieg nur noch ein paar Meter weiter ist (er meinte wohl Höhenmeter).

Mittagessen vor der Hütte, 3 nette Mietzen (Foto) mit am Tisch, Sonnenschein – herrlich.Die Abfahrt – a bissal Schnee am Plateau – naja, wohl doch nicht an der Adria, aber dann wird’s, nach den ersten Stufen voller Schmelzwasser immer trockener und flowiger. Eine fast schon berauschende Abfahrt in den Steineichen- und Weinrebenhängen. Die Fußgänger sind uns wohlgesonnen, wünschen uns lebend unten anzukommen… Wir sind angekommen .. zum ersten Mal in dieser Saison.. und geil war`s.