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Ich weiss was du letzten Sommer getan hast

Summer of 2009 – I got my first real hardtail (mit Film)

Autor: Hanna Moser

Wie kein Hotel? Im Auto oder im Zelt schlafen!? Hallooo?  Es heißt Urlaub!!! Da soll sich man sich erholen und sich nicht zu Tode fürchten vor diversen allseits für ihre Gefährlichkeit bekannten europäischen Spinnen, Schlangen, Monsterkäfern usw.

Aber was macht man nicht alles für zwei Wochen Biken in der Schwiz, Frankreisch, Espagna und Andorrrrra. 😉 Bei dem „verwegenen“ Abenteuer mit dabei: Tine, Felix, Tom und meiner einer, Hanna.

„Deux tickets – s’il vous plaît..“ – „32 euro, mademoiselle.. “ – „ähhh.. deux, *fingerzeigzwei* tickets..“ – “ oui.. 32 euro, mademoiselle“ – das fängt ja schon mal gut. 16 Euronen pro Mann/Frau/Nase für 25 offene Lifte was will man mehr? Vielleicht ein bisschen mehr Zeit. An ein, zwei Tagen ist es einfach unmöglich alles in und rund um Portes du Soleil zu entdecken: Von der „einfachen“ Downhill-Strecke über die Freeride-Strecke mit „Mörder-Obstacles“ in der RockCity bis zum Big Mountain Ausflug mit abschließendem Funpark im Wald. Der Hammer!! Hängebrücken, Wippen, Cliff-Drops und  „gscheit“ hohe North Shores warten dort auf einen. Auf jeden Fall empfehlenswert!

Nach zwei Tagen in und rund um Portes du Soleil geht’s ab nach Andorra! Knapp 1000 km später trauen wir unseren Augen nicht. Wir sind auf 2.100 m Höhe und was erwartet uns nach dem Grenzübergang? Ein Shoppingparadies der Extraklasse. Ein Geschäft reiht sich an das nächste, überall Autos und Menschen mit Einkaufstüten. Aber es wird noch besser – auf 2.400 Metern gibt’s eine riesige Go-Kart-Bahn. Das kann ja nur noch besser werden. Und es wird besser. In Soldeau einem kleinen Skiort nicht unweit von Einkaufswahn und rasenden Gokarts entfernt, wartet der Bikepark Grand Valira auf uns. Die Sessellifte bringen uns zu richtig feinen, flowigen Trails mit garantiertem Spaßfaktor. Wallrides und Drops von groß bis klein sorgen für Abwechslung und Adrenalin. Doch wer denkt in Andorra kann man auf zwei Rädern nur im Bikepark Spaß haben – weit gefehlt! Denn wer sein Bike „Huckepack“ nimmt, dem stehen auch in Andorra traumhaft schöne Trails von gscheit hohen Berggipfeln herunter zur Auswahl.

Einen Ausflug in die wahre Shoppinghölle Andorras – die Hauptstadt „Andorra la Vella“  – später, geht’s weiter nach Spanien. Val d’Aran steht auf dem Menüplan. Hier gibt’s Pyränen at it’s best! Unberührte Landschaften, hammer geniale und auch schwere Trails und unzählbar viele, dunkelschwarze Bergseen prägen unsere Biketouren. Und wenn man sich in Österreich mit dem Bike auf dem Rücken schon fast als Außerirdischer fühlt – hier erst recht. Wenn man mal jemanden trifft 🙂 Besonderes Highlight: Steile aber griffige Felsabfahrten. Nose-Wheelies machen hier besonders Spaß – gell Tom 🙂

Schön langsam kommen wir zum Höhepunkt der Reise :-). Am besten wir lassen uns die Geschichte von Felix‘ neuem Liebling erzählen: Dem Chameleon, dem Santa Cruz Chameleon also known as Hardtail, aka Trailmachine, aka das kleine Blaue: Es war einmal ein kleiner Nationalpark der noch nie von Mountainbikes wie uns besucht worden war. Dieser Nationalpark war gaaaanz allein und er wünschte es sich soo sehr, dass ihn einmal diese netten Bikes und Biker besuchen kommen. Auch wenn die bösen Park-Ranger damit nicht einverstanden waren – was sich aber erst im Nachhinein herausstellte. Dem Trailgott sei Dank, konnte ich mein Herrchen Felix dazu überreden den kleinen Nationalpark einmal zu besuchen. Und wie das schön war. Rund 1000 Höhenmeter wurde ich mal wieder auf Händen getragen. Mit schönster Aussicht auf die Bergkulisse rundherum. Der Nationalpark freute sich riesig, dass wir ihn mal besuchten und zeigte sich wirklich von seiner besten Seite: Sonne und knackige Trails in S3/G4 mit grandiosen Tiefblicken. Und die netten Wanderer erst. Wie wir, waren auch sie auf der Seite des kleinen Nationalparks und so halfen sie uns netterweise vor den bösen Parkwächtern zu flüchten. Das war ein Spaß. Besonders freute uns der Rekord in „Wie bringe ich drei Räder und vier Biker inklusive Gepäck in 1 Minute in zwei Autos um davon zu düsen.“ 🙂

Das sind nur einige Auszüge aus unserem Bike-Abenteuer in den Pyränen, viel gäbe es noch zu erzählen. Einige Verluste hatten wir leider auch zu beklagen. Welche das waren, das schaut ihr euch am besten im Film „Summer of 2009“ filmed by Felix/Tom and edited by Felix an 🙂

Viel Spaß!

Video: Nordketten Singletrail 2010

Kurz nach der Eröffnung des Nordketten Singletrail war ich mit Felix und Hanna wieder auf der Gruabn um ein kurzes Werbevideo zu drehen.

Erstaunlich wie unerwartet lang und anstrengend so ein Filmtag werden kann. Felix und Hanna haben ihre Bikes mindestens die Hälfte der Höhenmeter bis zur Seegrube getragen während ich mit Stativ und GH1 bewaffnet meine untrainierten Abwährtsmusklen überlastete. Aber es hat sich gelohnt. Nach knapp sechs Stunden trafen wir beim Dirtjump/Little Nortshore auf Thom und Martin die noch für einen spektakulären Abschluss sorgten.

Danke an die Fahrer: Felix, Hanna, Thom und Martin
Viel Vergnügen

Treffpunkt: Parkplatz in Arco

Nach gut 2,5 Stunden Autofahrt stehen wir endlich wieder einmal in Arco und warten nur noch auf Matze und Chris. Die Sonne lacht uns entgegen und wir (Maschtl, Ferdl und ich) freuen uns schon auf drei Tage Gardasee pur. Und da kommen die anderen schon. Schnell begrüßen und ab nach Limone um die Bikes umzuladen. Bei dem traumhaften Wetter habe ich eigentlich gar keine Lust auf diese Shuttlerei, aber wann habe ich eigentlich jemals Lust aufs shutteln? Da macht Martin uns (Ferdl und mir) einen Vorschlag, den wir auch sofort annehmen. „Mir lassen enk bei der Mittn aussa, dann kennt`s a bisserl aufi treten“. Also treten wir zu zweit die schöne Straße zum Passo Nota empor und geniessen einfach alles. Maschtl, Matze und Chris sitzen im gCJB (zur Erklärung: im grünen Citroen Jumper Bus) und erwarten uns schon. „Seid`s ihr schon da?“ fragt der Martin und gleich darauf geht es zu fünft weiter, um zur ersten Abfahrt zu kommen. Aber das dauert bei so einem Herbstwetter oft länger als man denkt. Es wird für das Intro gefilmt, für diesen Bericht fotografiert, es wird gelacht und geblödelt, dass es nur so a Gaudi ist. Und dann sind wir soweit: erste Abfahrt Richtung Limone. Wir kennen den ersten Teil schon, aber Ferdl war ja noch nie mit uns am Gardasee und so ist für ihn jede Abfahrt Neuland. Aber er macht sich schon wirklich gut! Der Steig ist herrlich zu Fahren. Am Anfang leicht tricksig, dann voll flowig nur zwischendurch muss man einmal sogar leicht aufwärts treten. Bei einer schwierigen Stelle braucht Ferdl etwas Überredung und schon knackt er seine erste heftige Stelle. Mit einem breiten Grinsen fährt Ferdl den restlichen Tag weiter. Den übrigen Bikern ergeht es gleich, als wir nach 4 Stunden Abfahrt unser Auto erreichen.

Martin und Matze sind gleich wieder unterwegs, um Martin`s Bus zu holen, während Chris, Ferdl und ich uns einen Cappuccino gönnen. Müde aber zufrieden lassen wir den Tag Revue passieren und sehen zu, wie unsere Bikes von so manchem Italiener begutachtet werden. Irgendwie sind wir doch alle stolz auf unsere Bikes und auch auf das was wir so machen.
Am Abend beziehen wir unser Appartement und Maschtl überrascht uns mit den besten Kasspatzln, die wir jemals am Gardasee gegessen haben. Dazu eine große Schüssel Salat und Bier und Wein und massig gute Laune. Dann treffen wir noch Tobi, Werner, James und … (Leider weiß ich den Namen nicht – bitte einfügen) und plauschen mit ihnen unter blauem Himmel, bis uns zu kalt wird. An dieser Stelle danke an Werner, der uns diese Unterkunft empfohlen und reserviert hat. Tobi hat leider LEICHTE Magenprobleme und kann 3 Tage nicht biken. Aber Tobi, tröste dich – war eh nur ein Sche… 🙂

Der nächste Morgen bringt wieder Sonnenschein pur und 1- Kind Tom nach Riva. Wir entscheiden uns für einen Steig, der von uns im Frühjahr zum ersten Mal befahren wurde. Drei oder vier Stellen sind noch offen und deswegen treten Chris, Ferdl und ich die Ponalestraße nach Pregasina hinauf. Wie im Frühjahr sind wir wieder beeindruckt von der grandiosen Fernsicht und der Aussicht auf dieser ehemals stark befahrenen Autostraße. Im Frühjahr wurden Chris und ich beim Aufwärtstreten und Fotografieren drei mal von zwei Fußgängerinnen überholt und etliche Biker waren auf der Strecke, aber heute sind keine Leute mehr unterwegs. Gähnende Leere, sehr zu unserer Freude.
Am ausgemachten Treffpunkt warten Matze, Maschtl und 1-Kind Tom schon ungeduldig auf uns. Nach einer kurzen Rast und einer Stärkung, schmeißen wir uns in die Abfahrt. Dieser Steig kann was: Ausgesetztheit, Spitzkehren, dicke Eier Stellen und Tiefblicke, die Ihresgleichen suchen, das alles kompakt auf 800Hm. Genau das richtige für uns. Und es läuft! Jede Stelle wird von uns geknackt. Allerdings mit teilweise bis zu 20 Versuchen, aber was soll`s. Schlechte Laune gibt es bei uns sowieso keine (außer man ist nicht dabei oder man hat Magenprobleme – Sorry Tobi!!!) und was uns heute alles gelingt, hebt unsere Laune nur weiter in die Höhe. Und so trailen wir immer weiter dem See entgegen, immer wieder hört man ein „ja geil“ oder „Juchuu“ oder „sauber gefahren“. Unzählige Fotos werden gemacht und das Material für unseren Film wird auch immer mehr. Als uns der Steig am Abend auf die Straße ausspuckt, grinsen wir wieder bis über beide Ohren. Schotter, Felsen, Spitzkehren, Stufen, große Stufen und das garniert mit so einem Herbst am Gardasee, mehr braucht es nicht, um uns zufrieden zu stellen.
Zurück in der Unterkunft, die wirklich nobel ist, wird auch schon gekocht und geschnitten und Dosen geöffnet und, und, und…bis spät in die Nacht.

Der dritte Tag beginnt mit einem Blitzstart von Matze und Tom, um ein paar vergessenen Sachen vom Vortag zu bergen. Danach wird auf den Monte Altissimo geshuttelt. Diesmal bin ich froh darum. 2000Hm sind auch mir zu viel. Also rein in den Bus und rauf auf den Berg. Jetzt müssen wir eh noch 500Hm treten, schieben und tragen. Chris und ich knipsen uns die Seele aus dem Leib und so erreichen wir langsam einen absolut traumhaften Rastplatz. Während wir jausnen, sehen wir einen uns bekannten Lockenkopf sein Bike heraufschieben. Roli Noichl und noch einige andere Gamsler wollen heute den 601er fahren und so treffen wir uns zufällig auf über 2000 Meter Seehöhe. Ausmachen könnte man so etwas nicht. Nach einem kurzen Plausch schiebt die Gamstruppe ihre Bikes weiter. Langsam müssen wir auch hinauf und so tragen wir unsere Bikes auf den Gipfel, wo wir die „paarhufigen Wiederkäuer ;-)“ wiedertreffen. Es wird nochmals geblödelt, doch dann trennen sich unsere Wege. Wir cruisen über unseren Steig hinunter bis zu einer Steilstufe.
Naja, keiner kannte den Steig und die Karte ist nicht immer zuverlässig. „The absolut Pathfinder“ war am Vorabend auch nicht zur Hand und so tragen wir unsere Bikes wieder für ca. 400Hm in Richtung Tal ähhh See. Zum Tragen ist es wirklich nicht einfach. Der Steig führt teilweise durch eine Felswand und man hat circa einen Meter Breite, um mit dem Bike das Grasband zu queren. Landschaftlich ist das sicher einer der schönsten Steige, die man am Gardasee findet. Ausserdem hat auch hier der Herbst seine volle Kraft entfaltet. Alles ist gelb und rot. Dann finden wir doch noch eine flowigen Weg, der uns bis direkt zum See führt. Und wenn Matze vor mir fährt, kann sogar ich einmal auf das Gas drücken und wirklich speedig den Weg runterjetten. Unten angekommen, verabschiedet sich 1-Kind Tom von uns. Er kann noch einen Tag länger bleiben. Viel Spaß! Während Ferdl, Matze und Maschtl die Bikes einladen, mache ich die letzten Fotos vom Abendhimmel und höre im Hintergrund Instruktionen wie „mach a Pano“ oder „a HDR war geil“. Leider habe ich kein Stativ bei der Hand und so werden es „nur“ Fotos und ein Panorama.
Abschließend genießen wir noch eine Pizza in Torbole wo es wieder einmal einstimmig heißt: Geil war`s!

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit!

(Untertitel: Investigafi… Investigatati… , aehh, Aufdeckungsjournalismus)

So, jetzt muss es endlich auch mal gesagt werden: fahrt niemals jemals auf keinen Fall Touren nach, die euch von gewissen Leuten hier in diesem Kreise empfohlen werden!!! Wir, das heisst die Tomsche Fraktion (sprich 3-Kind, 1-Kind Tom und meine Wenigkeit), sind einem Tipp gefolgt. Und ich kann euch nur sagen „A SO A SCHAAAS“!!

Angekommen am Parkplatz, erstmal aussteigen, wenigstens haben wir keine Parkgebuehren gezahlt, da es noch frueh genug war… Wir halten uns wohl nicht ans klassische Touristenschema. Und dann war erstmal Asphalttretten angesagt! JAWOHL, richtig gehoert: ASPHALT!!!! Was hat den bitte Asphalttretten in einem guten Tourentipp zu suchen?!?! Genau: NIX!!!! Aber gut, ging ja noch.

ABER DANN: eine Wiesenueberquerung die komplett mit mit Kuhabfallprodukt ueberzogen war… und das soll lustig sein?! Lasst es euch mit den Worten von Paul Piefke gesagt sein: Isses aber ueberhaupt nich, ne! Aber wir wollten ja nicht gleich mosern, also gings frohen Mutes weiter… Und ihr koennt ja bestimmt schon denken was jetzt kommt, genau: tragen, tragen und nochmals tragen, was an sich per se ja nicht so schlimm waere. ABER DIESE LATSCHEN!!! Haetten wir das gewusst…

Und die waren ja noch nicht mal das Schlimmste: der Weg war einfach nur fackensteil und rutschig! ABSOLUT www.nicht-lustig.de!! Und warum sagt uns das keiner?! SIND DIE LATSCHEN WOHL URPLOETZLICH UEBER NACHT AUS DEM BODEN GEPLOPPT, ODER WAS?!?! JAJA GENAU! UND BESTIMMT WAR DER WEG LETZTES JAHR NOCH FLACH, ODER???

Aber vermutlich hat der ganze Alkohol-und-was-weiss-ich-sonst-noch-alles-Konsum zu partiellem Gedaechnisverlust gefuehrt (was uebrigens so einiges an diesem Tourentipp erklaeren wuerde)…. Aber wir wollten ja nicht so sein, und da wir schliesslich hart im Nehmen sind, sind sir weiter. Und dann der Gipfel, die OBERFRECHHEIT! Was will ich denn bitte die ganzen Berge drumherum sehen?! Die stehen doch verdammt nochmal nur im Weg rum und nehmen einem die Ausssicht weg. Und ueberhaupt, was soll denn an der Aussicht so gut sein?! Sonne, blauer Himmel, der grintige See, ein paar umweltverschmutzende Schiffe mit ihren komischen Segeln drauf und sonst nix!! Fader geht’s ja wohl wirklich nicht.

Und diese Masse an Menschen da oben. Ja haben die denn nix zu tun?!?! Man koennte meinen dass 4 Personen noch andere Beschaeftigungen finden koennten, als genau an dem Tag an dem wir da oben sind ebenfalls da rumzuheupfen. Bodenlose Ignoranz und purer Egoismus dieser Typen! Gehoert verboten, sowas! Und was zum Geier bitte soll denn diese Abfahrt?!?! Schwierig, flowig, spassig??!? Seid ihr ne andere Tour gefahren oder was?

Ich lass mir ja noch einreden, dass die Stellen oben ganz spassig sein koennten. Wenn sie nicht so bescheuert felsig und schottrig waeren!!!! Langsam waren auch wir zwar echt mit der Geduld am Ende, aber wir sind ja gutmuetige Menschen und haben deshalb noch abgewartet. Es haette ja noch Besser werden koennen. Betonung liegt auf „haette koennen“. Wurde es naemlich nicht!!!

Irgendwann mal hat sich dann der Charakter der Tour etwas geaendert: aber was soll an einem handtuchbreiten, flowigen, achterbahnaehnlichen Trail gut sein?! Wo sind denn da die Anlieger und Spruenge, HA?! Und das Schlimmste kam noch: die OBEROBERFrechheit: steiler, wurzliger, kniffliger Waldweg! GEHT’S NOCH?!?!?!

Wo soll den da der Spass sein, wenn man konstant in den Bremsen haengt, eine knifflige Stelle nach der anderen faehrt und das ganze einfach nicht aufhoert????? UND UND UND UND dann kam die schlimmteste OBER-OBER-OBER-OBER-FRECHHEIT aller FRECHEITEN: es wurde noch steiler und noch spitzkehriger! Und zum Schluss sogar noch ein flowiger Abschnitt zum AUSROLLEN!! WAS SOLL DASS DENN?!?!?! ABER JETZT MUSS ICH AUFHOEREN, SONST BEKOMM ICH ALLEIN VOM DRAN ERINNERN EINEN HERZINFARKT!

Puh, zusammenfassend sei gesagt, das einzig gute an dem ganzen Tag war wirklich nur die gesparte Parkplatzgebuehr und das anschliessende Eis mit fetter Volksmusik auf dem Festl in Maurach…

Der Aufdecker (*)

Nachtrag 1: Und glaubt keinem einzigen Gesichtsausdruck auf den Bildern!! Die wurden vom Biking-Hiking’schen Propagandaapparat reinretuschiert!!

Nachtrag 2: und sollte diese Nulpe von einem Systemadmin diesen Bericht wieder ins Nirwana schiessen, dann reiss ich ihm persoenlich den Kopf ab!!!

(*) Name wurde geaendert, ist der Redaktion aber bekannt.

Für eine Handvoll Schotter

Eines Abends saßen Häuptling Großer Stein, der Medizinmann, der Bruder mit den vielen Kindern, Häuptling Große Locke und der, der aus dem Norden kam, rund um das Lagerfeuer. In ihrer Hand eine alte Schatzkarte, welche sie in den unendlichen Weiten der Prärie zufällig gefunden hatten. Müde und gezeichnet vom langen Sommer war die Aussicht auf den legendären Schatz „liarTyloH“ eine große Versuchung, zumal man damit eine ganze Menge Feuerwasser kaufen könnte. Schnell stellte sich heraus, dass einer lieber seine Wunden von den letzten Abenteuern pflegen wollte, der eine noch unbedingt zur Eröffnung des neuen Saloons hinter dem kleinen Teich wollte und der andere die Löcher in seinem Wigwam flicken wollte. Da entdeckte Häuptling Großer Stein am Horizont Rauchzeichen von dem, der sein Pferd rot angemalt hatte. Er hatte von dem günstigen Tag für die Schatzsuche erfahren und wollte mitkommen.

So kam es, dass am folgenden Morgen Häuptling Großer Stein und der, der sein Pferd rot angemalt hatte, sich auf den Weg in das Gebiet der Bleichen Berge machten. Von Überlieferungen wussten sie, dass es dort nur so wimmelte von bewaffneten Bleichgesichtern, die in ihrem Revier keine berittenen Rothäute duldeten. Daher brachen sie lange vor Sonnenaufgang auf um das dicht besiedelte Tal des Großen Flusses im Schutze der Dunkelheit unerkannt zu durchqueren. Das erste Ziel auf der Karte, eine Hütte am Waldrand, war bald gefunden. Der kühle, feuchte Wald bot zwar Schutz vor den vielen Bleichgesichtern im Tal, aber die Pferde kamen im steilen Gelände nur mehr mühsam voran. Der Weg hinauf war noch weit, die Pferde mussten noch dringend für den Rückweg geschont werden, daher blieb Häuptling Großer Stein und dem, der sein Pferd rot angemalt hatte, nichts anderes über, als ihre Pferde zu tragen.

Als sie den Wald durchschritten hatten, brannte die Sonne unbarmherzig auf ihre Haut. Sie kämpften sich durch steile Geröllfelder und felsige Absätze, bis sie einen kleinen Vorgipfel erreichten. Ein Blick auf die Karte zeigte ihnen, dass sie am richtigen Weg waren – die grüne Wiese mit dem Schneefeld und den vielen Gemsen war gefunden. Müde ließen sie sich nieder und verzehrten einen großen Teil ihres Proviants. Dann blickten sich Häuptling Großer Stein und der, der sein Pferd rot angemalt hatte, um und suchten das Kreuz, mit dem der Schatz auf der Karte markiert war. Als ihre Augen über die steile, felsdurchsetzte Wand schweiften, erspähten sie am höchsten Punkt der Bergkette ein Holzkreuz, um das sich bereits zahlreiche Bleichgesichter geschart hatten. Der Weg dorthin schien so schwierig und ausgesetzt, dass sie ihre Pferde am Fuß der Wand an einen Felsen anbanden. Sie ließen dort alle Kleidungs- und Ausrüstungsstücke zurück, welche sie als berittene Rothäute entlarvt hätten. So kurz vor dem Ziel, ein wenig beunruhigt wegen der zahlreichen Bleichgesichter, setzten sie ruhig ihren Weg fort. Sie ließen sich ein wenig neben dem Kreuz nieder und beobachteten die Bleichgesichter, welche bereits rund um das Kreuz gegraben hatten. Sollten sie zu spät gekommen sein? Die fröhliche Stimmung zwischen den Männern und die vielen, prall gefüllten Taschen stimmten Häuptling Großer Stein und den, der sein Pferd rot angemalt hatte, traurig. Um ihre Tarnung nicht auffliegen zu lassen brachen sie auf, sie wollten ihre Pferde vor den Bleichgesichtern erreichen. Ohne den erhofften Schatz kletterten sie nach unten und erschraken, als sie ein Bleichgesicht bei ihren Pferden sahen. Zum Glück war es ein harmloser Siedler auf der Durchreise, der hier noch nie ein Pferd gesehen hatte.

Obwohl die Pferde an unwegsames Gelände gewohnt waren, mussten die beiden Rothäute sehr vorsichtig sein, ein falscher Tritt und sie wären in die Tiefe gestürzt. Kaum hatten sie den Pfad der vielen Spitzkehren im Wald erreicht kamen sie schneller voran, der Talboden war bald erreicht. Sie klopften den Staub von ihrer Kleidung und leerten die Steine aus ihren Mocassins. Eine Handvoll Schotter war alles, was ihnen von dieser Schatzsuche geblieben war.

5 Wuggis(*) in geheimer Mission

So wie ein braver Sohn am Muttertag mit seiner Mutter bei Kaffee und Kuchen sitzt, so fährt ein braver Mountainbiker am verlängerten Wochenende um den 1. Mai zum Bike Festival an den Gardasee. Erstauntlicherweise beschränkt sich das Chaos ausschließlich auf Arco, Riva und Torbole, darum haben wir fünf – Felix, Martin, Matze, Stone und (EinKind)Tom – den Plan gefasst, unerkannt nach Limone zu gelangen. Natürlich nur aus Rücksicht auf das frisch operierte Stonesche Knie war Shutteln angesagt – daher die Anreise mit zwei Bussen. Einen davon haben wir gleich am Campingplatz geparkt, alles umgeladen und dann gings bergauf – allerdings nur sehr langsam. Die kurvige Strasse und der lange Radstand waren ja noch okay, aber da sind soviele lästige Mountainbiker auf der Strasse bergaufgetreten, können die nicht woanders fahren? Kurz vorm Ende hab ich mir das erste Mal ernste Sorgen um unsere Tarnung gemacht, Sandra von den Salzburger DH-Rangers hat sich mit ihrem 20kg Zonenschein unter die CC-Fahrer gemischt. Zuerst in Kanada und jetzt am Gardasee – sie findet uns einfach immer.

Der total unbekannte Weg (nur einmal pro Monat in irgendeinem Heftl beschrieben) war im oberen Teil zwar schneefrei, aber schwer gezeichnet vom heurigen Winter – Latschen und Bäume quer über den Weg, soviel wie wir haben da oben noch nicht viele geschoben. Kaum hat man wieder fahren können, ist der Matze schon ungewollt abgestiegen. Wobei nicht mal er gewusst hat, warum. An der fotogenen Schlüsselstelle weiter unten hat jeder so seine eigene Technik entwickelt, von Vorderrad versetzen, mit beiden Räder gleichzeitig umspringen oder einfach gescheit bremsen und durchfahren war alles dabei. Meine Freude über die erfolgreiche Befahrung wurde aber jäh gestört – irgendwer hat seinen Haufen mitten(!) am Weg gemacht und ich habs natürlich nicht gesehen, lecker. Das war erst der Anfang von meinem patscherten Wochenende, gleich drauf bin unkonzentriert abgeflogen und zum Glück am Weg und nicht daneben gelandet, weiter unten hab ich noch beim Springen meine Felge ziemlich ramponiert. Mein Versuch, das Radl in der Luft ein wenig querzulegen ist kläglich gescheitert, dafür bin ich quer gelandet und gleich in die Böschung neben dem Weg eingestochen. Weit erfreulicher waren die Erfolge aller bei den Spitzkehren, die oft mit schrägen Felsplatten garniert sind.

Am Abend haben wir noch vergeblich versucht, einen Ersatz für mein Vorderradl zu bekommen, dafür haben wir einen Eindruck von dem Chaos rund ums Bikefestival bekommen. Drum schnell zurück und ab in die Pizzeria – das lange Warten dort hat uns ein Vogel verkürzt, der direkt über Matze sein Geschäft erledigt hat, nice shot. Endlich satt sitzen wir bei einem Bier auf dem Campingplatz, als die Stille durch Matzes große Pumpe gestört wird. Das beste an seinem aufblasbaren Campingbett ist aber, dass es zwar zu schmal für zwei dafür aber so breit ist, dass niemand mehr daneben im Bus Platz hat. Felix hat es vorgezogen, im Freien zu schlafen. Mir als ImBusSchläfer war nur unerklärlich, warum er von den Mücken verschont wurde und auf meinen Beinen eine regelrechte Splatterparty von den kleinen Biestern veranstaltet wurde.

Tag zwei stand die „Perle des Gardasees“, wie Felix den Trail nennt, auf dem Programm. Stone bzw. sein Knie war recht unglücklich über die Tragepassage, dummerweise wollten wir die Tour oben noch ein wenig verlängern und sind noch weiter aufgestiegen, die Abfahrt war aber nicht sooo der Brüller. Dafür waren wir uns sicher, dass wir hier keine anderen Radler treffen würden. War aber nicht so. Tobi und seine elf Freunde waren auch auf dem Berg, also ein ziemliches Gewussel, nichts mehr vonwegen in geheimer Mission. Während manche die volle Gaudi in den vielen verblockten und steilen Passagen hatte, war ich gänzlich mit meinem Heuschnupfen beschäftigt. Als Felix, gefilmt von Matze und Stone, eine Kehrenkombi probiert, springt Matze plötzlich direkt vor sein Vorderradl, Felix überbremst, beide machen einen Abgang in die Büsche/Felsen. Was uns Zuschauern im ersten Augenblick nicht klar war: Der Felsen, an dem sich Matze gehalten hat, ist genau in dem Moment ausgebrochen (Videobeweis). Ähnlich wie Matze am Samstag hats dann noch Stone in einer total simplen Querung erwischt, jetzt waren dann beide Knie geschwollen. Der Pyhsiotherapeut wird eine Gaudi haben.

Nachdem unsere Tarnung eh schon aufgeflogen war, haben wir am Sonntag im Freeride-Oberklassiker viel fotografiert und gefilmt. Fein wars, wann fahren wir wieder?

(*) Das Wuggi: Das kleine Körperteil zwischen den Beinen meines Sohnes Florian, zumindest sagt er so dazu.

Mathematik eines Wochenendes

Also, nachdem ich das letzte Mal schon eine Rechnung gebracht hab, diesmal das Ganze noch etwas ausgebaut 🙂 (hab ja sonst nix zu tun….)

Ziel:
Maximierung der Bikeausbeute = Bab in einem Zeitraum T = 2 Tage durch bestmögliche Tourenauswahl A

Vorgaben:
Sf der WV = 80
wobei Sf = der „Schaasfaktor“ und WV als Wettervorhersage definiert sind. Wobei Ns (=Niederschlag) einen Sf von 100 hat.

BP/Tag = 1.5
mit BP = Bikepartner. Die BikingHiking-BP’s standen durch diverse körperliche Gebrechen nicht zu Verfügung. Der 0.5 BP-faktor kommt durch eventuellen, alkoholbedingten Ausfalls der weiblichen BP-Einheit zustande (in diesem Falle Hanna; JA Jungs, das kommt nicht nur bei Matze vor 😉 )

Vorgehensweise:
Durch den bestehenden Sf wurde
A (Tourenauswahl) < 100 km
gesetzt, um den Aufwand zu minimieren. Da der Autor beim Landeanflug nach Innsbruck einen möglichen Trail in der Nähe entdeckt hat, wurde dieser für T = 1 = Samstag ausgewählt.

Ergebnis T = 1 = Samstag
Da BP = 0.5 wirklich ausfiel (tststststs) wurde folgendes Ergebnis erzielt:
B = 2
TSf = 50
Temp = -10°C
Sp = 100 %
Gen = 100 %
Wb = 5.7er
Wa = 0
Wobei B = Biker sich in diesem Fall aus 1-Kind-Tom und Felix zusammensetzt. Der TSf (= Tatsächlicher Schaasfaktor) lag bei 50, da es oben komplett neblig war, aber später dann noch sonnig wurde. Demnach war die Temp (=Temperatur) oben gefühlte -10°… Trotzdem waren der Sp (Spassfaktor) und die Gen (Genalität) des Weges extrem hoch. Der Verlauf war ungefähr: latschig und sch***steil, dann latschig und nicht so steil, und zum Schluss Wiesenwald und wieder sch***steil. Im letzten Drittel war die Wb (Wegbreite) ein 5.7er, wenn man als Masstab den 2.7er Maxxis-Highroller nimmt. Und das beste war der Wa-Index (Wandererindex), der bei Null lag !!

Ergebnis T = 2 = Sonntag
BP = 0.5 war diesmal wieder fit, und so gings auf Anraten Stones ins Oberland. Mit folgendem Ergebnis:
B = 2
TSf = 80
Sp = 100 %
Gen = 100 %
VBf = 100 %
Wa = 0
Temp(Samstag) < Temp(Sonntag), dadurch war diesmal nicht ganz so viel frieren angesagt. Der TSf (tatsäch. Schaasfaktor) war aber etwas höher, da sich die Sonne diesmal nicht blicken lies. Diesmal kam der VBf (=VerBlocktfaktor) zum tragen, da auf der Tour ziemlich viele Stone's 🙂 rumlagen (jaja, ich weiss, Sch***witz....). Und, unglaublich aber wahr: auch diesmal lag der Wa bei NULL!! Gesamtergebnis Da B * ( Sp(Samstag) + Sp(Sonntag) ) * (Gen(Samstag) * Gen(Sonntag)) + (VBf * Wb) - (Wa / TSf) gegen Unendlich strebt, lässt sich folgern, dass Bab = maximal war 🙂 (wobei Bab = Bikeausbeute) So genug der Hirnwixerei, soll nicht wieder vorkommen... Eurer Piefke... [gallery from="10" num="9" pagenavi="0"]

Biken, biken, biken…

17. Feber, die erste Bike Ausfahrt im 2008er Jahr. Felix will sein neues Bike – ein Kraftsoff F1 light – einweihen und natürlich begleiten wir, das sind Chris, 1KindTom und ich, ihn bei dieser ehrenvollen Aufgabe. Was passt da besser als zu Lift`ln. Rein ins Auto und ab in den Süden. 4 mal wird geshuttelt und Tom zeigt uns bei einem Gap, daß er schon öfters biken war und am meisten Mumm hat. Aber i wär‘ da sowieso nit g’sprungen ;-). Nur den Chris juckt’s schon in den Fingern. Vor allem, weil er die Stelle im letzten Jahr schon g’sprungen is. Und übrigens: nach dieser Ausfahrt ist der Felix vom Bike noch immer begeistert und wir auch.

Die zweite Ausfahrt im 2008er Jahr (nur 3 Tage später) ist ein Nachtfahrt`l. Der Matze, der Chris und Ich genießen die unglaublich warmen Temperaturen und die super Sicht bei Vollmond. Die Abfahrt ist unter Insidern als Genuß bekannt und so cruisen wir in Richtung Tal und probieren manche Spitzkehre öfter als einmal, um unser eingerostetes Können wieder aufzufrischen. Fotos werden bei beiden Touren nicht besonders viele gemacht, aber ein paar Schnappschüsse sind es doch noch geworden.

24. Feber und 20°C im Schatten. Das hat’s glaub ich seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nicht gegeben. Felix und ich (Chris) müssen daher nochmals rauf auf die selbe Alm wie schon beim Nachtfahrtl am 20. Genau vor einer Woche starteten wir in die Saison 2008 und schon ist die Motivation aufs Biken wieder voll da bei mir (bei Felix mit seinem neuen Bike sowieso!). Wie ein Hebel der umgelegt wurde, schaltete mein Kopf von der Lust auf Schnee, Schitouren und Winter auf Sommer, Sonne, Sonnenschein und Biken natürlich. Nur die Lust auf’s Fotografieren ist noch nicht voll da, weshalb ich nur die Schnappschuss-Pocket-Digicam mit dabei habe. Doch auf Felix ist Verlass! Er hat seine SLR mit dabei. Bei der spaßigen Abfahrt ist’s in der Frühlingssonne heiß wie im Hochsommer.

Am 26. Feber starten wir zum zweiten Nachfahrtl. Eine neue Hütte (wo versteckt sich die blos?) und ein neuer Steig. 700 Höhenmeter davon 400 zum Tragen. Optimal also für eine Abendrunde. Oben „bei der Hütte“ ist’s rundherum extrem ausgesetzt. Voll lässig in der Nacht! Der Steig bergab speedig, spaßig. Bei der Abfahrt sind Felix, Tom, Matze und ich (Chris) begeistert! Fotos gab’s diesmal überhaupt keine (unglaublich aber wahr!).

Die vorerst letzte Ausfahrt findet dann am 2. März statt. Wieder Südtirol, wieder Lift’ln. Diesmal unter anderem mit einer neuen Variante, die aber nicht wirklich lohnenswert ist. Doch zumindest müssen wir (Matze, Felix, Chris) mal ein wenig bergauf treten 😉 Südseitg beim hochstrampeln ist es dann so heiß, daß wir Zuflucht in einer Garage suchen, um uns abzukühlen. Erneut ein wirklich spaßiger Tag und ich resümiere, dass wir in dem halben Monat bereits über 8000 Downhillhöhenmeter gefahren sind, bergauf waren es natürlich viel weniger 🙂

Doch seither nur mehr grausliches Wetter und die Stimmung zum Biken im Keller. Winterbiken mag keiner mehr und so wechseln wir vom Sattel zur Kletterhalle. Mit den neuen Objektiven bei Felix und mir, wär‘ nun auch die Lust auf’s Fotografieren wieder zurückkommen. Frühlingswetter wo bleibst Du?

Kurzfilm

Happy End

Ruhe ist eingekehrt in den letzten Wochen und ich finde, das tut uns auch mal richtig gut. Trotzdem unternahmen wir in der letzten Zeit ein paar echt lässige Schitouren und die eine oder andere Rodelbahnsession mit den Bikes. Etwas fleißiger waren da schon Felix, Tom und Hanna, die im Dezember mehrmals in Südtirol unterwegs waren. Dort ist’s immer noch Schneefrei bis 1800m rauf. Für „spätherbstliche“ Biketouren also beste Voraussetzungen. Mehr davon auf der „Piefke“ und Chillypix Seite von Felix.

Ein ereignisreiches Jahr 2007 ist zu Ende. Damit verbunden Viele Höhenmeter, viele tolle Gipfel und eine Saison, die wirklich vom 1.1. bis zum 31.12. dauerte. Ich erinnere nur an den vergangenen Winter. In jedem Monat von November bis März konnten wir von den Steigen auf der Nordkette abfahren. Die Bikesaison 2006 ging also nahtlos in die Saison 2007 über. Heuer hatten wir Ende November so einen nahtlosen Übergang von der Bike- zur Schitourensaison. Und gleich bei der ersten Schitour gab’s Powder vom ersten bis zum letzten Höhenmeter! Sowas begeistert mich immer wieder aufs neue. Das Wetter war da aber leider nicht so toll, weshalb es von dieser Schitour keine Fotos gibt.

Viele Projekte konnten umgesetzt werden, mindestens ebensoviele neue für das Jahr 2008 wurden bereits geplant. Die Zeit war wieder mal viel zu knapp um alles zu schaffen, was wir ursprünglich vor hatten. Nun befürchte ich, dass die Zeit heuer noch knapper werden wird. Ein Grund: Nach der gelungenen Filmpremiere im Herbst, haben wir nun 2 ganz verrückte, junge Filmemacher im Team, die es schon gar nicht mehr erwarten können, die neuen Ideen und Projekte umzusetzen. Maschtl hat sich sogar schon Semiprofessionelles Material in Form einer 3CCD Videokamera zugelegt. Wir sind also auf dem besten Weg, die Qualität unserer Berichte noch weiter steigern zu können 😉

Was wird uns heuer erwarten: Viel wollen und können wir noch nicht sagen, denn vieles davon ist noch in Schwebe. Doch schon soviel jetzt: Es wird wieder ein paar 3000er Gipfel  geben. Vielleicht schaffen wir es heuer auch endlich mal nach Frankreich, nach „Portes du Soleil“. In Planung sind auch noch andere Trips in Ferne Gefilde. Fix ist aber noch gar nichts… Vorgenommen haben wir uns auch, öfter als 2007 Bikeparksessions abzuhalten. Erstens lernt man dabei Sachen, die in den Bergen so nicht oder kaum geübt werden können, es macht zweitens auch irre Spaß und drittens schafft es super Action auf Fotos und im Film. Freeriden ist das eine, Downhillaction und Obstacles das andere. Der Spaßfaktor ist bei beidem garantiert!

Und was war in den letzten Wochen so los? Viele krankheitsbedingte Ausfälle (auch vor uns machte die Grippewelle leider nicht halt) und wie schon erwähnt, einige Schitouren- und Rodelbahnsessions. Den Abschluss des Jahres 2007 bildete dann am 30.12. noch eine letzte Rodelbahnpartie mit den Bikes. Wir fanden dafür sogar noch eine Bahn, die nicht vereist war. Im Gegenteil: Weicher Schnee und vor allem eben Schnee und nicht Eis besorgten uns Spaß vom ersten bis zum letzten Meter. Da störte es auch kaum, dass die Alm zu hatte. Und unserem Matze taugte es ganz besonders. Ihn hatte die Grippewelle nämlich am schlimmsten getroffen und nach fast 6 wöchiger Sportabstinenz, gab’s für ihn also doch noch ein Happy End im Jahr 2007.

Herbst-Trilogie

Tour 1:
Ich bin extra um 6:00 Uhr früh aufgestanden und jetzt das! Manchmal werden Pläne gänzlich über den Haufen geworfen. Eigentlich wollten wir (Felix, Stone, Matze und ich) um 8:30 Uhr mit der ersten Bahn rauf auf den Berg, um dann die restlichen 1200Hm in Angriff zu nehmen. Der Gipfel knapp unter 3000m hoch und schon leicht mit Schnee bedeckt, angeblich mit einem Traum Gletscherpanorama. Dass wir um eine halbe Stunde zu früh da waren (als Langschläfer denke ich sofort über jede verlorene Minute nach) war ja noch zu verkraften, aber dass uns nun von der freundlichen Dame an der Kasse gesagt wird, sie würden hier keine Fahrräder mitnehmen, war dann doch zuviel für mich. Angeblich verbietet die Forstdirektion Mountainbiken auf dieser Talseite. Das wusste ich nicht, nachdem wir im Jahr zuvor auf der gegenüberligenden Seite eine Traumtour erleben durften. Doch die Rettung folgte auf den Fuss: Die Dame am Lift empfahl uns ein Stück weiter taleinwärts einen anderen Lift. Da würden wir sicher auch was zum Biken finden. Geworden ist’s dann eine gemütliche Tour mit Hammer Film- und Fotoaufnahmen. Ein Traum Tag im Spätherbst und das erhoffte Gletscherpanorama gab’s auch hier…

Tour 2:
Heute hat Tom wieder mal Zeit und auch noch einige andere. Doch das lass ich alles am besten Tom selbst erzählen…

Das Wetter: Am Morgen Hochnebel, der sich im Laufe des Tages lichten wird. Danach sonnig…
So lautet der Wetterbericht für den heutigen Tag. Und tatsächlich hängt der Nebel tief, als Chris mich in der Früh um halb neun abholt. Ich freue mich schon auf die Photos, die immer etwas ganz besonderes sind mit Nebel im Tal. Wir treffen uns heute mit Hanna, Tom, Felix, Maschtl und Matze und stellen fest, dass wir noch nie so viele Biker waren. Eigentlich nicht unser Stil, aber für heute ist es OK.
Weit ist es nicht. Circa 600Hm, dann geht’s schon wieder runter. Der Blick ins Inntal ist überwältigend. Von wegen der Nebel wird sich lichten. Aber es ist weniger Schnee hier heroben als wir gedacht haben und so geht es doch noch weiter Richtung Gipfel. War ja eigentlich nicht anders zu erwarten, dass wir noch weitergehen (Tom’sche Faktor ;-)). Aber ehrlich gesagt, für mich war es nicht weit genug, denn ca. 200 Meter unter dem Gipfel drehen wir dann doch um. Obwohl ich weiß, dass alle Recht haben und wir die Zeit brauchen (schwierige Stellen probieren, fotografieren, filmen), möchte ich eigentlich doch auf den Gipfel.
Also anziehen, jausnen und dann runter. Der Trail ist am Anfang noch verspielt, doch nach wenigen Höhenmetern kommen wir zur ersten schwierigen Stelle. Das letzte Mal war diese für uns nicht fahrbar, doch diesmal knacken wir sie und wir freuen uns schon auf die anderen Stellen. Tom und Hanna müssen leider weiter, während wir noch tricksen und knipsen. „Kommt’s gut runter“ und weg sind sie. Stelle für Stelle wird von uns probiert und das meiste gelingt auch. Danach geht’s in den Wald und in den Nebel. Jetzt wird es feucht und rutschig, aber sehr interessant. Allen taugt es und als wir nach 6 Stunden wieder zum Auto kommen sind wir uns einig, dass es wieder einmal ein geiler Tag war.

Tour 3:
Allerheiligen ist und nach frühen Nebelfeldern solls ein wolkenloser Tag werden. Unsere Hoffnung, dass sich die meisten Wanderer bei den Gräbern ihrer allerliebsten aufhalten und wir somit kaum auf Wanderer treffen würden, geht in Erfüllung, doch die Hoffnung auf den (in einem Willi Hofer Buch beschriebenen) S4 Trail leider nicht. Trotzdem genießen wir (Felix, Maschtl, Matze und ich) einen spaßigen Tag mit viel Sonne und Traum Landschaftskulisse. Es blieb mangels schwierigem Trail auch viel Zeit zum Filmen und fotografieren übrig.