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    Treffpunkt: Parkplatz in Arco

    Nach gut 2,5 Stunden Autofahrt stehen wir endlich wieder einmal in Arco und warten nur noch auf Matze und Chris. Die Sonne lacht uns entgegen und wir (Maschtl, Ferdl und ich) freuen uns schon auf drei Tage Gardasee pur. Und da kommen die anderen schon. Schnell begrüßen und ab nach Limone um die Bikes umzuladen. Bei dem traumhaften Wetter habe ich eigentlich gar keine Lust auf diese Shuttlerei, aber wann habe ich eigentlich jemals Lust aufs shutteln? Da macht Martin uns (Ferdl und mir) einen Vorschlag, den wir auch sofort annehmen. „Mir lassen enk bei der Mittn aussa, dann kennt`s a bisserl aufi treten“. Also treten wir zu zweit die schöne Straße zum Passo Nota empor und geniessen einfach alles. Maschtl, Matze und Chris sitzen im gCJB (zur Erklärung: im grünen Citroen Jumper Bus) und erwarten uns schon. „Seid`s ihr schon da?“ fragt der Martin und gleich darauf geht es zu fünft weiter, um zur ersten Abfahrt zu kommen. Aber das dauert bei so einem Herbstwetter oft länger als man denkt. Es wird für das Intro gefilmt, für diesen Bericht fotografiert, es wird gelacht und geblödelt, dass es nur so a Gaudi ist. Und dann sind wir soweit: erste Abfahrt Richtung Limone. Wir kennen den ersten Teil schon, aber Ferdl war ja noch nie mit uns am Gardasee und so ist für ihn jede Abfahrt Neuland. Aber er macht sich schon wirklich gut! Der Steig ist herrlich zu Fahren. Am Anfang leicht tricksig, dann voll flowig nur zwischendurch muss man einmal sogar leicht aufwärts treten. Bei einer schwierigen Stelle braucht Ferdl etwas Überredung und schon knackt er seine erste heftige Stelle. Mit einem breiten Grinsen fährt Ferdl den restlichen Tag weiter. Den übrigen Bikern ergeht es gleich, als wir nach 4 Stunden Abfahrt unser Auto erreichen.

    Martin und Matze sind gleich wieder unterwegs, um Martin`s Bus zu holen, während Chris, Ferdl und ich uns einen Cappuccino gönnen. Müde aber zufrieden lassen wir den Tag Revue passieren und sehen zu, wie unsere Bikes von so manchem Italiener begutachtet werden. Irgendwie sind wir doch alle stolz auf unsere Bikes und auch auf das was wir so machen.
    Am Abend beziehen wir unser Appartement und Maschtl überrascht uns mit den besten Kasspatzln, die wir jemals am Gardasee gegessen haben. Dazu eine große Schüssel Salat und Bier und Wein und massig gute Laune. Dann treffen wir noch Tobi, Werner, James und … (Leider weiß ich den Namen nicht – bitte einfügen) und plauschen mit ihnen unter blauem Himmel, bis uns zu kalt wird. An dieser Stelle danke an Werner, der uns diese Unterkunft empfohlen und reserviert hat. Tobi hat leider LEICHTE Magenprobleme und kann 3 Tage nicht biken. Aber Tobi, tröste dich – war eh nur ein Sche… 🙂

    Der nächste Morgen bringt wieder Sonnenschein pur und 1- Kind Tom nach Riva. Wir entscheiden uns für einen Steig, der von uns im Frühjahr zum ersten Mal befahren wurde. Drei oder vier Stellen sind noch offen und deswegen treten Chris, Ferdl und ich die Ponalestraße nach Pregasina hinauf. Wie im Frühjahr sind wir wieder beeindruckt von der grandiosen Fernsicht und der Aussicht auf dieser ehemals stark befahrenen Autostraße. Im Frühjahr wurden Chris und ich beim Aufwärtstreten und Fotografieren drei mal von zwei Fußgängerinnen überholt und etliche Biker waren auf der Strecke, aber heute sind keine Leute mehr unterwegs. Gähnende Leere, sehr zu unserer Freude.
    Am ausgemachten Treffpunkt warten Matze, Maschtl und 1-Kind Tom schon ungeduldig auf uns. Nach einer kurzen Rast und einer Stärkung, schmeißen wir uns in die Abfahrt. Dieser Steig kann was: Ausgesetztheit, Spitzkehren, dicke Eier Stellen und Tiefblicke, die Ihresgleichen suchen, das alles kompakt auf 800Hm. Genau das richtige für uns. Und es läuft! Jede Stelle wird von uns geknackt. Allerdings mit teilweise bis zu 20 Versuchen, aber was soll`s. Schlechte Laune gibt es bei uns sowieso keine (außer man ist nicht dabei oder man hat Magenprobleme – Sorry Tobi!!!) und was uns heute alles gelingt, hebt unsere Laune nur weiter in die Höhe. Und so trailen wir immer weiter dem See entgegen, immer wieder hört man ein „ja geil“ oder „Juchuu“ oder „sauber gefahren“. Unzählige Fotos werden gemacht und das Material für unseren Film wird auch immer mehr. Als uns der Steig am Abend auf die Straße ausspuckt, grinsen wir wieder bis über beide Ohren. Schotter, Felsen, Spitzkehren, Stufen, große Stufen und das garniert mit so einem Herbst am Gardasee, mehr braucht es nicht, um uns zufrieden zu stellen.
    Zurück in der Unterkunft, die wirklich nobel ist, wird auch schon gekocht und geschnitten und Dosen geöffnet und, und, und…bis spät in die Nacht.

    Der dritte Tag beginnt mit einem Blitzstart von Matze und Tom, um ein paar vergessenen Sachen vom Vortag zu bergen. Danach wird auf den Monte Altissimo geshuttelt. Diesmal bin ich froh darum. 2000Hm sind auch mir zu viel. Also rein in den Bus und rauf auf den Berg. Jetzt müssen wir eh noch 500Hm treten, schieben und tragen. Chris und ich knipsen uns die Seele aus dem Leib und so erreichen wir langsam einen absolut traumhaften Rastplatz. Während wir jausnen, sehen wir einen uns bekannten Lockenkopf sein Bike heraufschieben. Roli Noichl und noch einige andere Gamsler wollen heute den 601er fahren und so treffen wir uns zufällig auf über 2000 Meter Seehöhe. Ausmachen könnte man so etwas nicht. Nach einem kurzen Plausch schiebt die Gamstruppe ihre Bikes weiter. Langsam müssen wir auch hinauf und so tragen wir unsere Bikes auf den Gipfel, wo wir die „paarhufigen Wiederkäuer ;-)“ wiedertreffen. Es wird nochmals geblödelt, doch dann trennen sich unsere Wege. Wir cruisen über unseren Steig hinunter bis zu einer Steilstufe.
    Naja, keiner kannte den Steig und die Karte ist nicht immer zuverlässig. „The absolut Pathfinder“ war am Vorabend auch nicht zur Hand und so tragen wir unsere Bikes wieder für ca. 400Hm in Richtung Tal ähhh See. Zum Tragen ist es wirklich nicht einfach. Der Steig führt teilweise durch eine Felswand und man hat circa einen Meter Breite, um mit dem Bike das Grasband zu queren. Landschaftlich ist das sicher einer der schönsten Steige, die man am Gardasee findet. Ausserdem hat auch hier der Herbst seine volle Kraft entfaltet. Alles ist gelb und rot. Dann finden wir doch noch eine flowigen Weg, der uns bis direkt zum See führt. Und wenn Matze vor mir fährt, kann sogar ich einmal auf das Gas drücken und wirklich speedig den Weg runterjetten. Unten angekommen, verabschiedet sich 1-Kind Tom von uns. Er kann noch einen Tag länger bleiben. Viel Spaß! Während Ferdl, Matze und Maschtl die Bikes einladen, mache ich die letzten Fotos vom Abendhimmel und höre im Hintergrund Instruktionen wie „mach a Pano“ oder „a HDR war geil“. Leider habe ich kein Stativ bei der Hand und so werden es „nur“ Fotos und ein Panorama.
    Abschließend genießen wir noch eine Pizza in Torbole wo es wieder einmal einstimmig heißt: Geil war`s!

    3 Kommentare

    1. pedro
      Posted Dezember 30, 2009 at 15:09 | #

      absolut top, fotos u bericht sind mehr als genial.
      an dieser stell von bild 22
      stand ich heuer auch, habs mir aber ned getraut 😥

    2. Posted Dezember 31, 2009 at 11:27 | #


      Danke für das Lob!
      Welchen Tag meinst du, Tag 1 oder Tag 2? War übrigens der
      absolute Hammer dieser Herbst am Gardasee 😛

    3. Posted September 6, 2010 at 15:09 | #

      Wow Jungs, dass sind ja super Fotos von Eurer Tour am Gardasee. Wann ist denn die nächste Tour geplant ? Ich hoffe, dass es hier dann wieder Bilder gibt ?

      Liebe Grüße

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