Archiv für das Jahr: 2014

Nicht schon wieder!!

Nicht schon wieder!
Der Gedanke lässt mich nicht los als ich die schwarzen Wolken über Innsbruck aufziehen sehe. Nicht schon wieder eine Tour auf Grund der heuer etwas inkonsistenten Wetterlage abblasen. Naja – es sind ja noch gut eineinhalb Stunden bis zum vereinbarten Abfahrtstermin.Okay – Es fällt zumindest kein Regen. Auf den Sattel Richtung Bushaltestelle. Ich bin heute zu faul um zu Tom nach Innsbruck zu treten. Verdammt eng wenn man ein Bike mit Rahmengröße L in einen IVB-Bus stellt und dann auch noch eine junge Mutter mit Kinderwagen zusteigt.In Toms Vorgarten angekommen bin ich doch recht erstaunt wie sich die Wetterlage in der letzten halben Stunde verbessert hat. Tom sieht´s ähnlich und disponiert spontan um.


„Pack ma die Radln aufs Auto und fahren a Stück.“17 Uhr und noch immer kein Regen. Das Wetter meint es tatsächlich gut mit uns. Voller Motivation, aber – so stellen wir bald fest – ohne Kraft in den Beinen, treten wir die Serpentinen bergauf. Abstinenz macht schwach. Wir müssten echt mehr Touren machen so der einhellige Tenor.
Die Sonne, die kitschig grünen Wiesen und der Gedanke endlich wieder einen Gipfel zu machen und eine geile Abfahrt zu genießen treiben uns an. Kurze Pausen dienen der Erholung und dem Aufsaugen unserer wunderbaren Alpenwelt. Auch wir folgen aktuellen Trends und verschicken von unterwegs Selfies. Links von uns thront ein Gipfel den wir letztes Jahr um die selbe Zeit befahren haben und wundern uns über die dortige Schneelage. Egal – vor uns liegen saftige Wiesen, verblockte Abschnitte und flowige Schotterrinnen.

19.30 – Am Gipfel. Laut Google-Recherche gut eine halbe Stunde schneller als für diesen Aufstieg angegeben. 6,2 Grad – das könnte echt mehr sein, aber es tut sich links von uns ein Wolkenfenster auf und die ersten Sonnenstrahlen erhellen die gegenüberliegende Talseite. Mit der Sonne im Rücken, Schafen gegenüber und wunderschönen Talblicken starten wir die Abfahrt. Ein super Gefühl – Die Mühen des Aufstiegs sind vergessen (aber deutlich spürbar). „1.300 hm sind für eine Abendtour a nit wenig“, so Tom, „vor allem wenn man sie auch wieder runter fährt“.

Am Ende des Trails cruisen wir entspannt die eingangs angeführten Serpentinen talwärts. Treffen auf ein Reh, welches vor uns entspannt den Weg kreuzt (ja wir bremsen für alle Wald- und Bergbewohner), ein paar Kühe, eine Pferdeherde welche wir mit ausgeschaltenen Stirnlampen im Schritttempo umfahren und einen 5er BMW mit Xenonscheinwerfern. (man verzeihe mir diesen kurzen Exkurs bzw. Seitenhieb auf Autofahrer, die ohne Folgen unsere Berge befahren dürfen…)Auf jeden Fall – eine geile Tour! Endlich mal wieder.

Endlich Urlaub!

Endlich Urlaub!
Fast eine Woche ist von meinen 3,5 Wochen Urlaub schon vergangen, die Kinder sind auf einem Taekwondolager und ich habe endlich Zeit, mit Stone und Chris eine Biketour zu machen. Gut auch gestern bin ich mit dem Bike, in der näheren Umgebung von Innsbruck, allein im Regen ein paar Almen abgeklappert, aber so ganz nach meinem Geschmack war das nicht.
Es ist Donnerstag und telefonisch haben wir um 11:00 ausgemacht. Pünktlich treffen Chris und Stone ein. Die Bikes werden eingeladen und schon geht es gut gelaunt in Richtung Mittelgebirge.

Am Parkplatz nieselt es und unsere Motivation sinkt. Trotzdem wird gleich nach dem Ausladen gestartet und kurze Zeit später wie üblich das Bike geschultert. Langsam beginnt es aufzuklaren und die Stimmung steigt langsam mit dem Luftdruck und bei unserer Gipfeljause sitzen wir schon in der Sonne. Die Nebelfetzen, die immer wieder um den Gipfel ziehen, lassen die ganze Tour recht mystisch erscheinen.

Immer wieder haben wir freien Blick nach Innsbruck, oder auf die Europabrücke im Wipptal. Echt genial. Also los geht es. Aber da gibt es ein kleines Problem. Chris` vordere Bremsen wollen einfach keinen Druckpunkt aufbauen. Null, nothing, niente. Leicht gefrustet werden die zuhause noch für gut befundenen Bremsbeläge von hinten nach vorne umgebaut. Stone sitzt im Gras und beobachtet alles, gibt Kommentare ab und ich springe wie immer mit der Kamera herum und mache blöde Fotos. Alles fertig, doch der erste Test ergibt… jetzt gar keinen Druckpunkt. Weder vorne, noch hinten. Schei…e! Was tun sprach Zeus, äh Chris.

Also wird herumgebastelt und am Ende funktioniert doch alles. Endlich kann Chris wieder bremsen, ergo biken. Der Steig ist echt super und wir freuen uns wie kleine Kinder. Eigentlich ist es wie immer. Und so trialen wir mit einem breiten Grinsen im Gesicht den Steig in Richtung Innsbruck. Bei einer Alm müssen wir noch einmal ein Stück hinauf, um dann wieder über einen wirklich flowigen Waldsteig weiter nach unten zu kommen. Als wir nach über 9 Stunden wieder bei unserem Treffpunkt ankommen ist wieder einmal klar, ein genialer Tag neigt sich dem Ende. Kurz bevor ich zuhause ankomme fängt es wieder an zu tröpfeln…

Von steilen Steigen und so..

Wie jedes Jahr versuchen wir auch heuer wieder unsere allwöchendlichen Abendrunden zu machen. Heuer sind sich aus familiären und arbeitlichen Gründen noch nicht so viele Touren ausgegangen. Und heute, eigentlich wollten wir zu Dritt im Unterland eine Biketour machen, sieht es wieder nach einer Absage aus. Mistwetter! Da schlägt Reinhard vor, ob wir nicht stattdessen einen Klettersteig machen sollen.


Das ist eine Superidee, finde ich, obwohl ich nicht weiß, wie begeistert Bernd ist. Er hat mir einmal von seiner Höhenangst erzählt. Ich ermutige ihn schnell am Telefon und schon fahren wir drei Mann hoch, nach Stafflach. Beim Einstieg wird zuerst noch geblödelt und schon ist Reini nach oben verschwunden. Bernd steht noch etwas unschlüssig beim Einstieg. Also dränge ich von hinten ein bischen nach und rede ihm gut zu. Aber schon nach kurzer Zeit fühlt sich Bernd pudelwohl in der steilen Felswand und von seiner „Angst“ ist nichts mehr zu sehen. Viele Fotos werden gemacht und der Klettersteig führt uns immer weiter nach oben.

Zwei Seilbrücken werden überwunden und nach insgesammt 2 Stunden Aufstieg erreichen wir unser „Gipfel“kreuz. Zu unserer Überraschung hat die Freiwillige Bergrettung St.Jodok eine Kiste mit Getränken für durstige Klettersteigstürmer aufgestellt und jeder wird gerne die freiwilligen Spenden einwerfen um seinen Durst zu stillen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Nach der Pause führt uns ein Steig wieder zurück zum Auto und wir drei sind sehr zufrieden mit der Entschädigung unserer Biketour. Kaum steigen wir in das Auto, öffnet der Himmel seine Schleusen und es schüttet in Strömen. Ein breites Grinsen breitet sich auf unseren Gesichter aus. Glück gehabt! Auf dem Nachhauseweg erzählen wir Bernd noch von unserem ersten Klettersteig, den Reinhard und ich erst vor 2 Monaten hinter uns gebracht haben. Auch das war eine relativ kurzfristige Geschichte, die uns erst am Nachmittag eingefallen ist und dann spontan zur Martinswand geführt hat. Damals war das Wetter aber wesentlich besser und wir schwitzten ordentlich, aber natürlich waren dort keine Getränke beim Ausstieg. Trotzdem war die Tour war genauso genial wie heute.

von Druckstollen und rasanten Abfahrten

Bevor Felix zum 2. Mal Papa wird, wollten Stone, Matze, Felix und ich nochmal für ein paar Tage „rumgurken“. Die Biking-Hiking Sause 2014 führte uns zuerst nach Nauders zu den Green Days, dann weiter in die Schweiz, für 2 Tage nach Italien in die Lombardei, bevor es wieder zurück in die Schweiz ging. Den letzten Tag verbrachten wir in Vorarlberg.

Die Green Days waren spitze. Fun pur. Und vor lauter geschrettere haben wir kein einziges Foto gemacht. Die Tour in der Schweiz war dann gezeichnet von Stones Verkühlung (er nutzte den Tag für ein Bikeservice) und von Lawinenschäden die uns nach 800hm zum Umdrehen zwangen.

Weiter gings nach Italien. Wir erlebten 2 schöne Touren sowohl von der Umgebung, als auch vom Trail. Bergsee, ausgesetzte Querung, Abfahrt neben einem Druckstollen und viele Stufen im unteren Teil. So kann die erste Tour zusammengefasst werden. Die zweite Tour: gemütlicher Aufstieg, spaßige Querung, Abfahrt geprägt von Lawinenschäden, ausgesetzter Querung, ein paar g’scheiten Brezn wo zum Glück niemandem etwas passiert ist und Geröllfeldern. Ach ja und eine kraftraubende, langwierige Rettungsaktion einer jungen Ziege, die zwischen großen Granitblöcken eingeklemmt war gab es auch noch. Leben gerettet und Trail gerockt. Was wollen wir mehr.

Danach gings zurück in die Schweiz, da unser Wetterfrosch Felix Schlechtwetter vorhersagte. Eine Tour von ca. 850hm Aufstieg war dann nach 15 Minuten Abfahrt vorbei. Wir hätten uns was schwereres gewünscht, Spaß gemacht hats trotzdem und pünktlich zur Ankunft beim Auto, begann es zu regnen.

Am letzten Tag gings Richtung Arlberg, da es in der Schweiz dann ziemlich Regen gab. Nach einem frühmorgentlichen Start gings ca. 800hm rauf zu einem See. Auch hier wäre wieder eine Abfahrt neben einem Druckstollen möglich gewesen, doch wir entschieden uns für eine andere Variante. Leider erwischten wir dann auch hier einen leichten Hüttenzustieg. Erneut 15 Minuten Abfahrt und um 11:30 Uhr waren wir bereits wieder beim Auto. Aber so ist das halt wenn die Trails selber aus der Karte rausgesucht werden. Manchmal findet man so Hammer Geheimtipps, manchmal eben nicht. Spaß machts trotzdem immer. Wie Felix so schön sagte: Hauptsache draußen!