Archiv für das Jahr: 2008

Film 2008: Quantum Of Freeride

Unser 2008er Film „Quantum Of Freeride“ hat’s endlich in die Röhre geschafft …
Der knapp neun Gigabyte grosse Rohfilm hat sich mit Händen und Füssen gegen die DuRöhre gewehrt – hat aber nix genützt. Die Playlist mit den acht Kapiteln gibts auf YouTube in etwas besserer Qualität als unten.

Für den Genuss auf der Couch in der kalten Jahreszeit gibts eine 400MB Variante in mpeg4 inkl. Kapitel für den DVD-Player.

Die Fotoshow die vor dem Film am Fest lief gibts hier und auf YouTube

Bei Wiedergabeproblemen sei einem das K-lite Codec Pack bzw. der VLC-Player ans Herz gelegt.

Viel Spass!

BikeHiker Festl 2008

Für die 2. Auflage des Biking-Hiking Freeride Festls haben wir uns eine neue Lokation gesucht. Größer sollte sie sein, und die Möglichkeit „eigenes“ Equipment aufzubauen bieten. Im Hafen fanden wir genau das: Einen Raum für bis zu 300 Personen, toller Atmosphäre, mit griechischen Säulen, einer übergroßen Cobra, Bühne und guter Soundanlage.

Gerade noch (quasi in letzter Sekunde) gelang es Matze und Maschtl (heuer mit geistiger und kulinarischer Unterstützung von Richi) den Film „Quantum Of Freeride“ zu schneiden. Eine Saisonzusammenfassung unserer schönsten Touren. Außerdem gab’s einen Kurzfilm über das Nordpark Downhillrennen 2008 und nicht zuletzt versuchte ich mich erstmals mit einem animierten und sounduntermalten Fototrailer als Einstimmung vorm Film.
Natürlich gab es aber auch wieder jede Menge projizierter Fotos von uns drei Fotografen Tom, Felix und mir.
Diesmal gelang es uns auch zwei g’scheite Beamer plus großer Leinwand zu organisieren, um die Filme und Fotos in ordentlicher Qualität zeigen zu können.

Das Festl fand durchwegs sehr positiven Anklang, was uns alle natürlich freut und motiviert, nächstes Jahr eine dritte Auflage zu organisieren. Ich persönlich fand’s hammergeil, auch wenn ich meinen Vorsatz, mit allen Leuten mal (zumindest kurz) zu quatschen, wieder nicht umsetzen konnte. Es waren einfach zuviele! Ich würde schätzen, dass beinahe doppelt so viel Leute wie letztes Jahr da waren. Bei der mittlerweile großen Anzahl an Extremsport-, Outdoor- und Bergfilmfestivals mit Filmen auf sehr hohem Profi-Niveau und entsprechendem Budget keine Selbstverständlichkeit. Da freut es uns Hobby Fotografen und Filmer natürlich umso mehr, so viele reizüberflutete und Actionszenen-gesättigte Filmfreunde in den Hafen gelockt zu haben.

Den künstlerischen Rahmen beim Festl bildete übrigens die Band „The Elephant Terrible“ und das DJ Team MONO.MODE sowie DJ Spidi. An dieser Stelle möchten wir uns bei Euch für den kostenlosen Einsatz bedanken. Leider hatten die DJ’s Pech mit den Turntables und konnten uns nur kurz mit hammergeilem Sound einheizen. Die Band gab dann um Mitternacht ihr bestes, doch leider wollte im Puplikum nicht so ganz Stimmung aufkommen. Vielen Besuchern (auch mir) war es einfach zu laut. Es scheiterten auch meine Bemühungen, beim von uns bezahlten Tontechniker die Lautstärke soweit runterregeln zu lassen, dass eine verbale Unterhaltung bei den Gästen noch möglich war. Somit bleibt halt ein kleiner Wermuttropfen übrig. Wir starteten einen Versuch und haben daraus gelernt. Im nächsten Jahr wird es auf alle Fälle mehr Sitzmöglichkeiten und gemütlichen Sound in angenehmer Lautstärke geben.

So bleibt uns nur zu hoffen, dass wir alle ohne gröbere Blessuren durch die nächste Saison kommen und dass uns das Finanzamt, welches uns beim Festl mit zwei (übrigens sehr netten) Beamten einen Besuch abstattete, freundlich (und vor allem billig) gesinnt ist. Vielen Dank jedenfalls allen, die uns mit ein paar Euros an Spenden geholfen haben.

Für Antje und Martin

Maschtl und sein Knie. Vor 6 Wochen eine Brezn und seither ist es geschwollen und in der Bewegung eingeschränkt. Tragen geht, nur treten nicht. Das erkläre mal einem Arzt! Also suchten wir eine Tour wo wir hinauf nicht treten müssen, sondern nur tragen. Südseitig, da es bereits Ende Oktober ist und keine Hardcore Abfahrt da wir nur zu zweit sind. Gar nicht so leicht sowas zu finden. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass von etwas über 1000Hm die Hälfte zum schieben geht und nicht getragen werden muss. Auch Ok. Querung – Spitzkehre – Querung – Spitzkehre, so geht’s empor. Der Weg teilweise so breit äh schmal, wie die schmäleren Northshores im Bikepark Oberammergau. Da der Gipfel nur knapp über 2000 Meter hoch ist, bewegen wir uns zu 7 von 8 Teilen zwischen den Latschen äh Legföhren. Bedeutet für mich als Fotografen: uninteressant zu fotografieren. Gut – denke ich mir, dann filmen wir halt schnelle Passagen beim Abfahren und Bericht gibt’s keinen. Kommt ja öfters vor. Doch dann am Gipfel, der Gipfel des Tages: „Ihr seit’s von den BikeHikern gell?“. Ich glaub ich spinne! Ich hab die zwei Leute noch nie gesehen. Sie uns offenbar schon oft. Treue Leser unserer Berichte. Haha ich halt’s nicht aus. Die beiden kennen jeden Bericht. Wir beginnen gleich über die eine oder andere Tour zu quatschen, aah dort war das, usw. usw. „Ach und das ist also Stone, ja ich weiß – Stone muss ins Bett“ – der Hammer!!

Auf alle Fälle haben wir dann den beiden (Antje und Martin) versprochen, doch noch ein paar Fotos zu knipsen und einen Bericht zu schreiben. So motiviert war ich schon lange nicht mehr. Leider sind es trotzdem nur wenige Fotos geworden und die nicht’s besonderes finde ich. Doch speziell für Euch beide gibt’s hier den Bericht dazu.

Und eines möchten wir noch sagen: Solche Erlebnisse motivieren uns extrem! Zu wissen, dass wir das nicht nur für uns machen, als nette Erinnerung halt, sondern auch für Leute die uns nicht perönlich kennen und trotzdem Spaß haben beim Lesen unserer Berichte und regelmäßig, gerne vorbeischauen. Deshalb widmen wir diesen Bericht ganz besonders all jenen, die uns nicht persönlich kennen und möchten nochmals erwähnen, dass unser Festl am 14. November auch für Euch ist. Kommt’s doch einfach vorbei auf einen gemeinsamen Plausch!

Dicke Eier

Irgendwann musste der Titel ja kommen wobei auch „einfach mit vollem Speed“ passen würde…

Den Berg kenn ich eigentlich vom Klettern und aus meiner Kindheit und Chris meinte 2007 noch, das kann man nicht fahren, bis dann doch drei Verties mit dem Bike ganz oben am Gipfel standen.
Da ich immer noch ein kaputtes Knie hatte musste wieder eine Tour nur zum Tragen her. Und so kam es, dass wir (Chris, Matze, Felix und ich) uns an einem kalten, schönen Herbstmorgen mit Tobi am Parkplatz bei besagtem Berg trafen. Von Vorteil ist auch immer, wenn man einen anderen Weg bergauf wie bergab nimmt. Warum das so ist, würde eine zu lange Erklärung erfordern, es ist für uns einfach mal so. Den ersten Einblick auf den Gipfelaufbau bekamen wir am Grad und da wurde uns klar, das wird heute wohl nichts mehr mit dem Gipfel. Tja es ist Sonntag, schönes Herbstwetter, beliebter Berg…man braucht nicht mehr dazu sagen als selber Schuld. So ließen wir die Räder und zwei faule oder kranke Kollegen am letzten Gipfelaufschwung zurück und stiegen zu Fuß auf, um natürlich den Rest des Weges zu begutachten. Und?? Wir kommen zurück! Unter der Woche, bei weniger Wandererverkehr und Respekt hier mal an Georg und Beni für den Gipfelaufbau.

Nach getaner Arbeit (Fotos) ging es endlich zur Abfahrt und die war geil, genau unser Geschmack. Das Verhältnis mit den Wanderern wird ja auch immer besser, nur gibt es eben immer noch Ungläubige und Verständnislose, die sich über unseren Sport auslassen. Matze dokumentiert ja oft ungewollt diese Konfrontationen und eine davon im speziellen (die war echt sehr amüsant, vor allem Tobis letzte Aussage) gibt es live auf unserem neuen Video. Die Zeit rann durchs Filmen und Fotografieren nur so dahin wodurch auch die „Bergsteiger“ immer weniger wurden, wobei ich auch mal einen positiv Bergsteiger erwähnen muss, der selber Motocross fährt, immer neben uns her lief und für sich Fotos machte und es echt Spaß machte mit ihm zu quatschen. Dann kam die „Dicke Eier“ Stelle. Steiler Fels, mitten in den Latschen wo man vom Weg quer in den Felsen hinein fährt, dann 90° dreht und über die Felsplatte sehr steil hinunterrollt. Tobi zeigt es nach zwei Anfahrten vor (er war schon mal hier) und hatte grad und grad noch genug Schwung um in der Kurve nicht zu kippen. Also besser wäre da einfach viel mehr Schwung. Ich brauchte auch zwei Anläufe, um dann mit Vollem Speed hinein zu fahren und im richtigen Moment zu drehen. Danach war von mir nur mehr 10 Minuten breites Grinsen zu sehen. Adrenalin pur…Chris hat es dann auch zwei mal probiert, aber hatte einfach zu wenig „Dicke Eier“ und landete auf unserem Kameramann, zum Glück fast nichts passiert (Danke Matze). So könnte ich jetzt viele geile Stellen beschreiben, denn davon gab es dort massig. Nur ein deutsches Pärchen muss ich noch kurz erwähnen: Schwierige Stelle – lassen die zwei vorbei – er schimpft – sie ist begeistert – fahren im flowigen Teil wieder vorbei – er mault – sie ist begeistert – wir sind weg. Das Beste kommt aber noch, der Motocrosser hat die zwei dann auch noch überholt und mit ihnen über uns geredet, er maulte – sie war begeistert – Ehekrise!! Dieser Tag hat sich gelohnt. Bis auf das mit dem Flow, war wieder so eine Definitionssache.

Es war ein Traum Tag und der Berg sieht uns wieder, diesmal von ganz oben und mit gesundem Knie (hoff ich, denn jetzt muss ich erst mal operieren gehen)…

NPT Downhill 2008

Beim 2. Nordpark Downhillrennen, das am Wochenende des 4. und 5. Oktober stattfand, nahmen auch Richi und Hanna teil. Beide überstanden das unglaublich harte Wochenende mit beeindruckenden Ergebnissen. Hanna ging als Siegerin der Funklasse Damen hervor und räumte als Siegesprämie einen 500,- Euro teuren Felt Cruiser ab, Richi kam bei der teilnehmerreichsten Gruppe (Funklasse Herren) trotz Sturz in der Radstudiokurve und dabei gerissener Kette noch auf Platz 19 von 70 Startern. Ohne den Sturz und seinen Folgen wär bei seinem Tempo Platz 11 oder 12 realistisch gewesen.

Alle Rennergebnisse gibts hier.

Der Rest der biking-hiking.at crew war neben der Strecke im Einsatz. Felix als Pressefotograf (unglaublich geile Fotos waren unter anderem in Tirols größter Tageszeitung der TT zu sehen), Maschtl, Matze und ich standen mit insgesamt 4 Videokameras entlang der Strecke. Alle im Auftrag des Veranstalters, dem Verein Trailsolutions. Tom war samt family als Anheizer unterwegs!

Das Rennwochenende hatte es echt in sich. Am Samstag früh lagen auf der Seegrube 30-40cm Neuschnee. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hatten es die TeilnehmerInnen wirklich nicht leicht. Der Schneepiste folgte dann am Nachmittag eine Schlammschlacht par excellence.

Am Sonntag gab’s dann Kaiserwetter. Doch die Strecke war immer noch unglaublich rutschig. Zum Rennbeginn stand ich bei der Radstudiokurve. Zu filmen wie jede/r, wirklich jede/r der ersten 30 Starter in dieser Kurve in den Fangzaun einschlug, war nicht leicht. Doch zum Glück gab es am Renntag außer blaue Flecken und vielleicht Verstauchungen keine Verletzungen zu beklagen. „Alois des musst‘ Dir anschauen. Komm g’schwind her da zur Nordkettenbahn. Wo die runter fahren, des hast‘ no nie g’sehn!“. Die Frau, beim Mobiltelefonieren etwas unterhalb der Radstudiokurve, war sichtbar aufgeregt. Es gab übrigens haufenweise beeindruckte Menschen zu beobachten. Viele hatten beim Rennen richtig Stress, von einer Schlüsselstelle zur nächsten zu kommen, um alles zu sehen. Insgesamt sollen es an die 1000 Zuschauer gewesen sein. Ich bin der Meinung, es waren mehr. Vom Start bis zum Ziel der 460Hm und 1,7km langen Strecke waren Zuschauerreihen zu sehen. Das Zielgelände war voll!

Die schnellste Zeit gab es dann vom Schladminger Boris Tetzlaff. Er meisterte die Strecke in 3:56.97! Eine unglaubliche Zeit. Wenn man die Strecke kennt und schon öfters gefahren ist, hat man eine ungefähre Vorstellung, in welchem Tempo die Jungs da runterjagen. Benni Purner schaffte mit nur 7 zehntel Sekunden Rückstand die zweitbeste Zeit und stand klar als Sieger der Funklasse Herren am Potest. Ganze 31 (!) Sekunden schneller als der zweitplatzierte. Respekt und herzliche Gratulation Benni!!

Natürlich wollen wir aber noch Richi und Hanna zu Wort kommen lassen. Beiden haben wir 5 Fragen zum Rennen gestellt:

B-H: Richi, herzliche Gratulation zu dieser Leistung! Trotz gerissener Kette Platz 19! Wo hast Du denn da die Strecke abgekürzt?

Richi: Ich dachte mir: Fahr einfach gerade runter oder laß doch zur Gewichtsersparnis die Kette in der Radstudiokurve liegen, außerdem braucht der Marshall sicher was an dem er sich festhalten kann! Durch das so eingesparte Gewicht hatte ich einen klaren Wendigkeitsvorteil gegenüber den anderen Teilnehmern.

B-H: Ein unglaublicher Run. Respekt! Doch was war beim Zielsprung los? Der ging ja nicht gerade weit?

Richi: Ja leider fehlte durch die fehlende Kette etwas die Beschleunigung im Flachstück zum Haus hin und dann weiter bis zum Zielsprung. Mit gekonnter Tretroller-Technik hab ich mich aber noch soweit gerettet, daß ich doch noch ein wenig Airtime beim Zielsprung geniessen konnte. Außerdem war das sicher die schnellste Linie!!

B-H: Hattest Du genug Federweg für diese Strecke?

Richi: Eine Kette wäre sicher effektiver gewesen als der eine oder andere cm an Mehr-Federweg, aber prinzipiell: Never enough travel!

B-H: Wir Nudeln trauten uns ja nicht zu starten und hatten dafür viele Ausreden parat. Wie würdest Du uns für’s nächste Rennen motivieren?

Richi: Mit einer leckeren Portion Fleischkas und edlem Gerstensaft für die Teaminterne Wertung von biking-hiking.at Außerdem: Es gibt sogar eine Damenklasse (an dieser Stelle Gratulation an Hanna!!- war ja wirklich kein Pappnasenwochenende)…. und ihr seid MÄNNER!

B-H: Werden wir Dich beim NPT Downhill 2009 wieder anfeuern können?

Richi: Sollte es Frau Holle nächstes Jahr wieder halbwegs gut mit uns meinen und mal auf den SkierX im oberen Teil und die Fangopackung im Mittelteil verzichten können, werd ich doch wieder am Start sein. Ich muß ja schließlich wissen, was die fehlende Kette ausgemacht hat und außerdem will ich „mehr Federweg“ testen und den biking-hiking.at Teambewerb gewinnen!

B-H: Hanna, Platz 1 in Deiner Klasse?!?! Waaaahnsinn oder?

Hanna: Voooolll der Wahnsinn!! Hätt‘ ich nicht gedacht, vorallem nachdem’s mich dreimal auf den A…llerwertesten gesetzt hat. Aber anscheinend nicht nur mich 😉

B-H: Dein Preis, ein Felt Criuser, stellte alle anderen Preise in den Schatten. Besonders der pimpige Sattel gefällt mir. Werden wir Dich nun nur mehr mit diesem Bike auf den Trails bestaunen können?

Hanna: Natürlich – so ein genialer Beach-Cruiser muss doch auch mal die schönen Tiroler Berge sehen. Muss jetzt nur schaun, dass ich irgendwie meine Fox-Gabel in den Stahl-Rahmen reinbekomme. Aber mit ein bisschen Öl hier und Fett da sollte es schon gehen. *grins*

B-H: Die Radstudiokurve hast Du extrem elegant gemeistert, das stellten sogar die Marshalls fest. Was für ein Gefühl hattest Du selbst?

Hanna: Das mit dem Gefühl beim Rennen ist so eine Sache. Zwei Red Bulls direkt vor dem Start zu trinken, erhöht zwar die “Vigilanz“ (dieses Wort wollte ich schon immer mal verwenden :P) aber unterm Fahren kriegt man selbst nicht wirklich viel mit. Dafür hat man als Erinnerung ja den einen oder anderen blauen Flecken mit nach Hause genommen 🙂

B-H: Können wir bei Dir mal eine Motivations- oder Fahrtechnikschulung, bzw. ein Mentalcoaching absolvieren?

Hanna: Motivationstraining und Mentalcoaching auf jeden Fall. Hab ich am Samstag schon fleissig praktiziert: Mein Samstagsmantra: **~** ohm **~** es ist nicht gatschig **~** ohm es ist nicht kalt **~** ohm es ist nicht gatschig“ **~**…. Fahrtechniktraining nehm‘ ich lieber bei euch noch ein paar Stunden.

B-H: Den NPT Downhill hast Du nun gewonnen. Was sind die nächsten Ziele? Mega Avalanche Trophy?

Hanna: Mmmhh.. wie war der Link zur Rampage-Seite nochmal… 😉

Danke für die Interviews!!

Noch ein paar Fotos vom Samstag…

Hier noch eine ganz kleine Auswahl an Fotos, die Felix am Sonntag gemacht hat. Viel mehr davon gibt’s unter chillypix.at bzw. auf der Nordpark-Downhill Seite

Bikepark 08

Geplant waren ja viele Bikeparkfahrten, aber das Wetter hatte uns öfter einen Strich durch die Rechnung gemacht. So erschlossen sich eben für uns nur zwei neue Gebiete. Ich glaub ich darf hier schon einmal die Namen der Parks nennen, denn die fallen ja nicht unter die Veröffentlichungsdebatte:

Mit neuem Bus ging es im August für vier Tage nach Maribor. Nachdem schon viele von dort schwärmten, wollten Chris und ich endlich mal hin. Das Wetter in Tirol war wieder einmal schlecht, also nichts wie weg. Die 6 Stunden Fahrt waren im Nu vorbei und mit dem Bus ein Genuss. Ein Genuss war dann dort auch die Bahn. Bei uns nicht mehr zulässig (ich glaub die wurde im Zillertal abgebaut), fährt sie dort noch brav. Vielleicht bei der Stationsaus- und einfahrt ein wenig gefährlich, aber dafür konnte man die Türen mit der Hand selber schließen. Wer braucht schon moderne Technik und wenn zu viele Biker anstanden, gab man einfach schnell ein paar Gondeln dazu, perfekt! Wir fanden zuerst nur eine Strecke und es begann auch gleich mal zu Regnen, aber das hielt uns nicht vom Weiterfahren ab. Die Bahn fährt bei Regen halt nicht immer, so vertrieben wir uns die Zeit im Cafe des Bikeparks und erhielten auch gleich Tipps für weitere Strecken und wo man überall fahren kann. Am nächsten Tag war dann perfektes Wetter und dank netter Grazer Biker fanden wir noch genügend andere Trails und das wurde abends dann auch gleich mit ihnen am Parkplatz gefeiert (dort ist es noch kein Problem zu Übernachten). In diesem Park kann man Richtig Gas geben und nach drei Tagen Downhillen fuhren wir noch für einen Tag nach Wagrain.

Nachdem Chris und ich im August diesen Tag in Wagrain verbrachten, mussten wir unbedingt nochmals hin. Geile Strecken und super Northshore Elemente! Optimal für Felix, der gerade von einer Uni-Bikereise aus Whistler zurückkam und inzwischen Northshores liebt. Nach langer Schlechtwetterphase fuhren Chris, Matze, Felix und ich Ende September also nochmals für zwei Tage nach Wagrain. Der Park ist echt Super, auch wenn es stellenweise noch etwas nass war, was dort aber kein Problem ist. Wir hatten zwei Tage echt viel Spaß, wobei auch ein bis zwei gute Fotos und etwas Material für unseren Film entstanden sind. Also Wagrain wir kommen wieder…

Mathematik eines Wochenendes

Also, nachdem ich das letzte Mal schon eine Rechnung gebracht hab, diesmal das Ganze noch etwas ausgebaut 🙂 (hab ja sonst nix zu tun….)

Ziel:
Maximierung der Bikeausbeute = Bab in einem Zeitraum T = 2 Tage durch bestmögliche Tourenauswahl A

Vorgaben:
Sf der WV = 80
wobei Sf = der „Schaasfaktor“ und WV als Wettervorhersage definiert sind. Wobei Ns (=Niederschlag) einen Sf von 100 hat.

BP/Tag = 1.5
mit BP = Bikepartner. Die BikingHiking-BP’s standen durch diverse körperliche Gebrechen nicht zu Verfügung. Der 0.5 BP-faktor kommt durch eventuellen, alkoholbedingten Ausfalls der weiblichen BP-Einheit zustande (in diesem Falle Hanna; JA Jungs, das kommt nicht nur bei Matze vor 😉 )

Vorgehensweise:
Durch den bestehenden Sf wurde
A (Tourenauswahl) < 100 km
gesetzt, um den Aufwand zu minimieren. Da der Autor beim Landeanflug nach Innsbruck einen möglichen Trail in der Nähe entdeckt hat, wurde dieser für T = 1 = Samstag ausgewählt.

Ergebnis T = 1 = Samstag
Da BP = 0.5 wirklich ausfiel (tststststs) wurde folgendes Ergebnis erzielt:
B = 2
TSf = 50
Temp = -10°C
Sp = 100 %
Gen = 100 %
Wb = 5.7er
Wa = 0
Wobei B = Biker sich in diesem Fall aus 1-Kind-Tom und Felix zusammensetzt. Der TSf (= Tatsächlicher Schaasfaktor) lag bei 50, da es oben komplett neblig war, aber später dann noch sonnig wurde. Demnach war die Temp (=Temperatur) oben gefühlte -10°… Trotzdem waren der Sp (Spassfaktor) und die Gen (Genalität) des Weges extrem hoch. Der Verlauf war ungefähr: latschig und sch***steil, dann latschig und nicht so steil, und zum Schluss Wiesenwald und wieder sch***steil. Im letzten Drittel war die Wb (Wegbreite) ein 5.7er, wenn man als Masstab den 2.7er Maxxis-Highroller nimmt. Und das beste war der Wa-Index (Wandererindex), der bei Null lag !!

Ergebnis T = 2 = Sonntag
BP = 0.5 war diesmal wieder fit, und so gings auf Anraten Stones ins Oberland. Mit folgendem Ergebnis:
B = 2
TSf = 80
Sp = 100 %
Gen = 100 %
VBf = 100 %
Wa = 0
Temp(Samstag) < Temp(Sonntag), dadurch war diesmal nicht ganz so viel frieren angesagt. Der TSf (tatsäch. Schaasfaktor) war aber etwas höher, da sich die Sonne diesmal nicht blicken lies. Diesmal kam der VBf (=VerBlocktfaktor) zum tragen, da auf der Tour ziemlich viele Stone's 🙂 rumlagen (jaja, ich weiss, Sch***witz....). Und, unglaublich aber wahr: auch diesmal lag der Wa bei NULL!! Gesamtergebnis Da B * ( Sp(Samstag) + Sp(Sonntag) ) * (Gen(Samstag) * Gen(Sonntag)) + (VBf * Wb) - (Wa / TSf) gegen Unendlich strebt, lässt sich folgern, dass Bab = maximal war 🙂 (wobei Bab = Bikeausbeute) So genug der Hirnwixerei, soll nicht wieder vorkommen... Eurer Piefke... [gallery from="10" num="9" pagenavi="0"]

Frühstück auf 3500 Metern!

Irgendwie hatten wir ja schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass sich heuer noch eine Hochtour mit den Bikes ausgeht, so instabil das Wetter laufend war und soviel Schnee wie es in der Höhe gab. Auch an diesem Wochenende Ende August wär‘ es beinahe wieder nicht’s geworden. Endlich passt das Wetter optimal, da sind natürlich die Hütten voll. Und wenn 100 Schlafplätze belegt sind, ist es vielleicht auch gar nicht so empfehlenswert, mit den Bikes auf genau diesen Berg zu gehen. Lieber noch einmal verschieben, dachten wir und die Tour dann bei Gelegenheit unter der Woche machen…

Ich hatte da aber noch einen anderen Berg ins Auge gefasst. Auch fast 3500 Meter hoch, eisfrei und befahrbar – vermutlich. Er zählt sicher zu den höchsten befahrbaren Gipfeln in Österreich und endlich hatten wir ein geeignetes Wochenende für eine Befahrung gefunden. Also gleich in der Hütte anrufen und einen Schlafplatz für uns reservieren. Denkste! Die Hütte hat kein Telefon und die Reservierung kann nur im Tal bei einem Hotel per Fax erfolgen. Für die Bestätigung der Hütte ist es bereits zu spät. Also sende ich einfach auf gut Glück das Fax ab, denn bereits am nächsten Tag starten wir abends in Richtung Hütte, ungewiss ob und wo wir in der Hütte schlafen können. Beim rauftreten flüstert mir Maschtl – etwas durch die Blume gesprochen – zu, dass er sich Fotos im Internet vom Berg angesehen hat und der Steig breit und fad aussieht. Offenbar weiß auch Tom schon bescheid, denn der zaubert justament eine Ersatztour aus dem Ärmel. „Nit ganz 3400m der Gipfel und laut Google Earth schaut die Abfahrt geil aus“. Mir kommt das alles irgendwie suspekt vor… Als die beiden merken, dass ich ein wenig gekränkt bin, da ich mich schon ein Jahr auf diesen Gipfel gefreut habe, kommt Maschtl mit einen Vorschlag: „Dann machen wir halt beide Gipfel!“. Der Vorschlag findet sofort Zustimmung bei uns und gleich werden Pläne geschmiedet: Um 4:00 Uhr früh aufstehen und den ersten Gipfel zum Sonnenaufgang. Dann retour zur Hütte, Essen und weiter zum zweiten Gipfel, überschreiten und im nächsten Tal raus und retour zum Auto. Die Straße, die wir dann wieder heim fahren müssen, ist bis 19:00 Uhr gesperrt weiß Martin. Wegen eines Radrennens. Also würde das zeitlich eh gut passen.

Der Beschluss wird gefasst: Morgen gibt’s zwei Dreitausender und für Tom und mich bereits den zweiten Sonnenaufgang in dieser Woche, da wir Dienstags am Großglockner schon einen erleben durften. Allerdings ohne Bike 🙂 Die Eckdaten der Tour werden völlig außer acht gelassen. So als ob das alles nicht’s wäre: In Summe etwas mehr als 2000Hm (!) das Bike rauftragen (inkl. Rucksack mit Film- bzw. Kameraausrüstung sind das 30-35 Kilo), ca. 2500 Hm Abfahrt und eigentlich ist das ganze eine Rundtour, bei der ein langes Tal zurück gefahren werden muss.

Kurz vor 20:00 Uhr treffen wir bei der Hütte ein. Wir legen gleich unsere Alpenvereinsausweise hin, in der Hoffnung, damit unsere Chancen auf ein Bett zu erhöhen. Unsere Namen sind gelistet und als uns das Zimmer 5 zugeteilt wird, breitet sich ein breites Grinsen auf unseren drei Gesichtern aus! Yes! Im Lager schlafen wär‘ mein Alptraum gewesen, da wir ja bereits um 4:00 Uhr früh aufstehen wollen. Abendessen, dann noch alles für morgen vorbereiten, bereits um kurz nach 22:00 Uhr liegen wir im Bett mit Daunenbettdecke 🙂

Ein Kikerikiiiii reißt mich aus dem Schlaf. Der Wecker meines Handy macht schon eigenartige Geräusche. Es ist 4 Uhr und ich hab vielleicht gerade mal 3 ½ Stunden geschlafen. Ich hätte abends doch kein Cola mehr trinken sollen. Auch Maschtl jammert, dass er schlecht geschlafen hat. Tom’s Schlafgeräusche waren ihm zu laut. Der hat übrigens sehr gut geruht! Na Super!
Wir sind die ersten in der Hütte die auf sind und bereits 15 Minuten später starten wir los. Als wir um 7:15 und 1000Hm höher am ersten Gipfel stehen, scheint uns bereits die Sonne angenehm ins Gesicht. Jedesmal ein Erlebnis so ein Sonnenaufgang auf den Bergen. „Und jetzt Frühstück auf 3500 Meter!“ ruft Maschtl. Der Ausblick ist ein Hammer! Rund um uns herum blicken wir auf Gletscher hinab. Jawohl hinab! Noch nie waren wir mit unseren Bikes auf einem höheren Berg.

Die Abfahrt ist dann wider erwarten doch anspruchsvoll. Verblocktes Gelände, wie in dieser Höhe üblich, lädt zum tricksen ein. Es wird fotografiert und gefilmt und irgendwann am späteren Vormittag landen wir zufrieden wieder bei der Hütte. Als es nach einer Rast und Stärkung weiter geht, ist es bereits Mittag.

Jetzt nochmals gute 800Hm das Bike zum zweiten Gipfel schleppen. Das fühlt sich schon wesentlich zacher an und wir sind um jede Pause, die wir im Abstand von 200Hm machen, sehr froh. Am Gipfel zeigt sich, dass wir auch hinten runter nochmals 150Hm tragen müssen. Zu verblockt und zu ausgesetzt das Gelände. Google Earth war wohl wieder mal zu ungenau was Tom?! Doch das was dannach auf uns zukommt, entschädigt für alle Mühen. Ein Trail wie aus einem Traum! Teils verblockt, teils flowig, eingefasst von Gletschern auf beiden Seiten geht es aus einer Höhe von rund 3200 Metern talwärts. Da stört auch das Aufziehen eines Gewitters nicht. Im Gegenteil! Getrieben von den Wolken, Nieselregen und gelegentlichem fernen Donnergrollen, geben wir ordentlich Gas um rasch ins Tal zu kommen. Das bringt zwar wenig bis kaum Fotos von dieser Passage, uns dafür aber einen ordentlichen Adrenalinschub und Spaß ohne Ende. Eine Stunde früher als geplant, treffen wir am Parkplatz ein. Müde aber überglücklich. Jetzt wissen wir, dass auch 2000Hm Tragepassagen mit voller Ausrüstung „kein Problem“ sind. Doch wer auf solchen Touren noch seinen Spaß mit uns hätte? Viele wird es da wohl nicht geben…

Als ich am Montag früh ins Büro komme, liegt das Antwort Fax des Hotels auf meinem Schreibtisch: „Alle Zimmer voll, nur mehr Lager möglich“ heißt es da kurz und bündig. Glück gehabt! 🙂

Zum 60. Geburtstag

……-Hiking ist in unserer Truppe ebenso ein Thema und zwar auch ohne Bike.

Geplant war diese Tour eigentlich schon letztes Jahr. Meine Mama wurde 60 und irgendwie (das kennen sicher viele) tut man sich immer schwer ein passendes Geschenk zu finden. Da ich und mein Papa wussten, daß Mama schon lange auf den Großglockner wollte, schenkte ich ihr den höchsten Berg Österreichs. Aus gesundheitlichen Gründen, verschob sich die Tour dann aber um ein Jahr…

Dieses Jahr fragte ich Chris, ob er nicht Lust hätte mitzukommen und natürlich hatte er Lust. Das Wetter war für diesen Montag und Dienstag super gemeldet und so starteten wir morgens um 5 Uhr in Richtung Osttirol.
3 Stunden später wanderten wir schon bergwärts. Die Route hatte ich mir im Internet herausgesucht, da wir nicht unbedingt mit den Massen den Normalweg hinaufgehen wollten. Der „Mürztalersteig“ sollte es sein. Also südlich vom Ködnitzkees hinauf, bis der Steig scharf rechts zu einer Scharte emporsteigt. Danach führt der Weg immer seilversichert und ziemlich ausgesetzt, an einem Grat entlang, bis er in einer Höhe von ca. 3100 Meter wieder auf den Normalweg trifft. Der Weg in dieser Kulisse war grandios und wir waren alle ziemlich beeindruckt. Leider hüllte sich der Gipfel dann langsam in Wolken und so waren wir froh, die Erzherzog-Johann-Hütte zu erreichen. Christian und ich hofften noch auf einen schönen Sonnenuntergang, der den Tag heute noch krönen sollte. Wir hatten Glück! Nach dem Essen und viel Gelächter mit meinen Eltern, standen wir am Abend mit den Fotokameras oberhalb der Hütte und knipsten unsere Bilder. Zwei Stunden später, war dann noch eine Fotosession angesagt: Sternenhimmel in dieser Höhe ist der absolut Wahnsinn. Und da wir äußerst motiviert waren, standen wir am nächsten Tag um 5 Uhr 15 früh auf, um den Sonnenaufgang festzuhalten. Während wir unsere Bilder machten, marschierte die ganze Hütte bei uns vorbei in Richtung Gipfel. Nach der Fotosession frühstückten wir gemütlich und starteten erst um 8 Uhr im Sonnenschein. Wir freuten uns irrsinnig über das fabelhafte Wetter.

Bis zum kleinen Glockner, war fast kein Mensch zu sehen. Bei der Glocknerscharte gab es dann allerdings den üblichen Stau. Genau deshalb wollten wir nicht so früh starten, es bringt nämlich nichts! Irgendwann steht man und wartet :-). Dann war es endlich soweit. Wir standen oben und konnten uns zum Gipfelsieg gratulieren. Zum Jausnen war fast keine Zeit, denn es drängten schon die nächsten Seilschaften auf den Gipfel. So beschlossen wir, beim Abstieg auf der Hütte eine größere Rast zu machen. Zwei Stunden später erreichten wir die Adlersruhe und genossen den Rest unserer Jause und eine Cola. Der schwierigste Teil lag jetzt bereits hinter uns und so machten wir uns langsam auf den Weg, um ins Tal zu kommen. Bei der Heimfahrt ließen wir die Tour noch einmal Revue passieren und ich merkte, dass meine Eltern ziemlich stolz waren, auf dem Großglockner gewesen zu sein.

Und mal ehrlich: wer wäre nicht stolz auf dem Glockner gewesen zu sein. Noch dazu mit 64 bzw. 61 Jahren. Jedenfalls möchte mein Papa nächstes Jahr zum 65. auf den Ortler. Na gut, dann gehen wir halt! Chris hat sich auf alle Fälle schon angemeldet. Und ich freue mich auch schon auf die Tour mit meinen Eltern.