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Andrè’s Albträume werden wahr!

Angefangen hat für Andrè alles ganz harmlos. Zuerst war nur Interesse an einem Bike da. Na gut, 2 Jahre hat es schon gebraucht, bis dann der Karton im Haus war. Allerdings war es schon Herbst und so ging es los mit den üblichen Almtouren im Innsbrucker Raum.


Seit damals hat sich nicht viel geändert. Sogar der übliche Spruch von Andrè auf dem weg nach oben:“ Fahr ma e nur bis zur Arzler Alm?“, ist der gleiche geblieben. Aber Reinhard und ich wissen mittlerweile das Andrè ganz nett was aushält und jetzt auch noch eine wirklich gute Lampe am Helm hat. Deswegen hört Andrè jetzt immer öfter von mir:“ Des geht nit, da heart da Weg nit auf. Der geht an der Alm vorbei weiter aufi!“. Mittlerweile hat sich Andre daran gewöhnt und das Jammern von ihm ist leiser und weniger geworden. Nur ab und zu kommt bei längeren Touren ein kurzes:“ Is es no weit?“ worauf er hört:“ Na, nur no 2 Kehren!“. Also eine Angabe die bedeuten kann – noch 50Hm oder 500Hm, nicht wirklich hilfreich für Andre, der viele Touren heuer zum ersten Mal gefahren ist. Das Gute daran ist, dass Andrè eigentlich gerne mit uns mitfährt, auch wenn es ab und zu eine Qual ist.

Aber so richtig anstrengend ist es für Andrè seit Mitte des Jahres geworden. Die erste Tragetour mit 3 Stunden Gehzeit. Als wir wieder zum Auto zurückgekommen sind, waren wir richtig stolz eine solche Abendtour gemacht zu haben. Jetzt wußten wir, es gibt noch viele Touren für uns. Nicht die üblichen Almrunden, sondern Touren mit Gipfelsieg. Natürlich sind auch Almrunden eine feine Sache, aber wenn die Tage länger werden will ich weiter hinauf. Wenn ich ehrlich bin, gibt es für mich nicht wirklich viel Besseres als eine Biketour mit Gipfel. Gelingt mir das unter Woche nach der Arbeit… 🙂 kein Kommentar. Reinhard war sowieso von jeder Tour begeistert und so stand uns eigentlich nichts mehr im Wege noch weitere „Gipfeltouren“ zu machen.

Und so machten wir im Juli eine, im August eine (Urlaub kam uns dazwischen, immerhin haben alle Familie), und im September drei solche Touren. Nach der letzten Tour fiel mir etwas ein und ich sagte zu Andrè:“ Andrè, jetzt hasch a echtes Problem. Mia brauchen jetzt hinauf koane Forstweg mehr, und des hoaßt für uns, Wege ohne Ende!“ Eins muß ich aber noch sagen, bereut hat Andrè noch keine einzige Tour und das merkt man auch an der Steigerung seines Fahrkönnens seit dem letzten Herbst.

Biken, biken, biken…

17. Feber, die erste Bike Ausfahrt im 2008er Jahr. Felix will sein neues Bike – ein Kraftsoff F1 light – einweihen und natürlich begleiten wir, das sind Chris, 1KindTom und ich, ihn bei dieser ehrenvollen Aufgabe. Was passt da besser als zu Lift`ln. Rein ins Auto und ab in den Süden. 4 mal wird geshuttelt und Tom zeigt uns bei einem Gap, daß er schon öfters biken war und am meisten Mumm hat. Aber i wär‘ da sowieso nit g’sprungen ;-). Nur den Chris juckt’s schon in den Fingern. Vor allem, weil er die Stelle im letzten Jahr schon g’sprungen is. Und übrigens: nach dieser Ausfahrt ist der Felix vom Bike noch immer begeistert und wir auch.

Die zweite Ausfahrt im 2008er Jahr (nur 3 Tage später) ist ein Nachtfahrt`l. Der Matze, der Chris und Ich genießen die unglaublich warmen Temperaturen und die super Sicht bei Vollmond. Die Abfahrt ist unter Insidern als Genuß bekannt und so cruisen wir in Richtung Tal und probieren manche Spitzkehre öfter als einmal, um unser eingerostetes Können wieder aufzufrischen. Fotos werden bei beiden Touren nicht besonders viele gemacht, aber ein paar Schnappschüsse sind es doch noch geworden.

24. Feber und 20°C im Schatten. Das hat’s glaub ich seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nicht gegeben. Felix und ich (Chris) müssen daher nochmals rauf auf die selbe Alm wie schon beim Nachtfahrtl am 20. Genau vor einer Woche starteten wir in die Saison 2008 und schon ist die Motivation aufs Biken wieder voll da bei mir (bei Felix mit seinem neuen Bike sowieso!). Wie ein Hebel der umgelegt wurde, schaltete mein Kopf von der Lust auf Schnee, Schitouren und Winter auf Sommer, Sonne, Sonnenschein und Biken natürlich. Nur die Lust auf’s Fotografieren ist noch nicht voll da, weshalb ich nur die Schnappschuss-Pocket-Digicam mit dabei habe. Doch auf Felix ist Verlass! Er hat seine SLR mit dabei. Bei der spaßigen Abfahrt ist’s in der Frühlingssonne heiß wie im Hochsommer.

Am 26. Feber starten wir zum zweiten Nachfahrtl. Eine neue Hütte (wo versteckt sich die blos?) und ein neuer Steig. 700 Höhenmeter davon 400 zum Tragen. Optimal also für eine Abendrunde. Oben „bei der Hütte“ ist’s rundherum extrem ausgesetzt. Voll lässig in der Nacht! Der Steig bergab speedig, spaßig. Bei der Abfahrt sind Felix, Tom, Matze und ich (Chris) begeistert! Fotos gab’s diesmal überhaupt keine (unglaublich aber wahr!).

Die vorerst letzte Ausfahrt findet dann am 2. März statt. Wieder Südtirol, wieder Lift’ln. Diesmal unter anderem mit einer neuen Variante, die aber nicht wirklich lohnenswert ist. Doch zumindest müssen wir (Matze, Felix, Chris) mal ein wenig bergauf treten 😉 Südseitg beim hochstrampeln ist es dann so heiß, daß wir Zuflucht in einer Garage suchen, um uns abzukühlen. Erneut ein wirklich spaßiger Tag und ich resümiere, dass wir in dem halben Monat bereits über 8000 Downhillhöhenmeter gefahren sind, bergauf waren es natürlich viel weniger 🙂

Doch seither nur mehr grausliches Wetter und die Stimmung zum Biken im Keller. Winterbiken mag keiner mehr und so wechseln wir vom Sattel zur Kletterhalle. Mit den neuen Objektiven bei Felix und mir, wär‘ nun auch die Lust auf’s Fotografieren wieder zurückkommen. Frühlingswetter wo bleibst Du?

Kurzfilm

Happy End

Ruhe ist eingekehrt in den letzten Wochen und ich finde, das tut uns auch mal richtig gut. Trotzdem unternahmen wir in der letzten Zeit ein paar echt lässige Schitouren und die eine oder andere Rodelbahnsession mit den Bikes. Etwas fleißiger waren da schon Felix, Tom und Hanna, die im Dezember mehrmals in Südtirol unterwegs waren. Dort ist’s immer noch Schneefrei bis 1800m rauf. Für „spätherbstliche“ Biketouren also beste Voraussetzungen. Mehr davon auf der „Piefke“ und Chillypix Seite von Felix.

Ein ereignisreiches Jahr 2007 ist zu Ende. Damit verbunden Viele Höhenmeter, viele tolle Gipfel und eine Saison, die wirklich vom 1.1. bis zum 31.12. dauerte. Ich erinnere nur an den vergangenen Winter. In jedem Monat von November bis März konnten wir von den Steigen auf der Nordkette abfahren. Die Bikesaison 2006 ging also nahtlos in die Saison 2007 über. Heuer hatten wir Ende November so einen nahtlosen Übergang von der Bike- zur Schitourensaison. Und gleich bei der ersten Schitour gab’s Powder vom ersten bis zum letzten Höhenmeter! Sowas begeistert mich immer wieder aufs neue. Das Wetter war da aber leider nicht so toll, weshalb es von dieser Schitour keine Fotos gibt.

Viele Projekte konnten umgesetzt werden, mindestens ebensoviele neue für das Jahr 2008 wurden bereits geplant. Die Zeit war wieder mal viel zu knapp um alles zu schaffen, was wir ursprünglich vor hatten. Nun befürchte ich, dass die Zeit heuer noch knapper werden wird. Ein Grund: Nach der gelungenen Filmpremiere im Herbst, haben wir nun 2 ganz verrückte, junge Filmemacher im Team, die es schon gar nicht mehr erwarten können, die neuen Ideen und Projekte umzusetzen. Maschtl hat sich sogar schon Semiprofessionelles Material in Form einer 3CCD Videokamera zugelegt. Wir sind also auf dem besten Weg, die Qualität unserer Berichte noch weiter steigern zu können 😉

Was wird uns heuer erwarten: Viel wollen und können wir noch nicht sagen, denn vieles davon ist noch in Schwebe. Doch schon soviel jetzt: Es wird wieder ein paar 3000er Gipfel  geben. Vielleicht schaffen wir es heuer auch endlich mal nach Frankreich, nach „Portes du Soleil“. In Planung sind auch noch andere Trips in Ferne Gefilde. Fix ist aber noch gar nichts… Vorgenommen haben wir uns auch, öfter als 2007 Bikeparksessions abzuhalten. Erstens lernt man dabei Sachen, die in den Bergen so nicht oder kaum geübt werden können, es macht zweitens auch irre Spaß und drittens schafft es super Action auf Fotos und im Film. Freeriden ist das eine, Downhillaction und Obstacles das andere. Der Spaßfaktor ist bei beidem garantiert!

Und was war in den letzten Wochen so los? Viele krankheitsbedingte Ausfälle (auch vor uns machte die Grippewelle leider nicht halt) und wie schon erwähnt, einige Schitouren- und Rodelbahnsessions. Den Abschluss des Jahres 2007 bildete dann am 30.12. noch eine letzte Rodelbahnpartie mit den Bikes. Wir fanden dafür sogar noch eine Bahn, die nicht vereist war. Im Gegenteil: Weicher Schnee und vor allem eben Schnee und nicht Eis besorgten uns Spaß vom ersten bis zum letzten Meter. Da störte es auch kaum, dass die Alm zu hatte. Und unserem Matze taugte es ganz besonders. Ihn hatte die Grippewelle nämlich am schlimmsten getroffen und nach fast 6 wöchiger Sportabstinenz, gab’s für ihn also doch noch ein Happy End im Jahr 2007.

Déjà-vu ?

frz. „schon gesehen“; auch Erinnerungstäuschung oder kurz Déjà-vu

Wir fahren oft „Touren“, die wir schon zum „hundertsten Mal“ gefahren sind. Trotzdem entstehen dabei immer wieder Fotos, die wir einfach für gelungen halten. Oder die Tour ist „zu kurz“ für einen Bericht, doch einige Fotos sind echt gut geworden. Hier werden diese Fotos dann veröffentlicht. Der Name Déjà-vu entstand also einerseits dadurch, dass wir an Euch die Frage stellen wollen „schon gesehen?“ und andererseits, da wir auf genau diesen Touren oft Déjà-vu Erlebnisse haben 😉
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13. Juli 2007: (Stone)
Fast eine Woche nach unserer „Böse Sternzeichen Tour“ waren Matze und ich wieder an diesem Berg unterwegs. Diesmal wollten wir auch den unteren Teil fahren, den wir letztes Mal wegen Gewitter abbrechen mussten. Wieder super oberer Teil und das beste Cola auf der Hütte und dann guter, harter Trail im harten Gneis. Am Ende gab es noch die nötige Abkühlung in einem geilen Bergsee, also wieder ein perfekter Tag. Danke Martin fürs zurückführen zum Bus.

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19. Juni 2007: (DwoC)
Beinahe zwei Wochen war ich schon auf keinem Berg mehr (die Bikepark Sessions zählen nicht)! Entzugserscheinungen plagen mich, ich halte es nicht länger aus. Da niemend Zeit hat, strample ich allein nach der Arbeit noch die 1600Hm auf den Hausberg rauf. Es ist der drittlängste Tag des Jahres und der seit Wochen sommerlichste Abend. Oben angekommen, knipse ich noch ein paar Sonnenuntergangsfotos, bevor es mit Lupine die 1600Hm Singletrail wieder bergab geht. Jetzt geht’s mir wieder besser.

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17. Mai 2007: (DwoC)
Wir weichen dem regnerischen Wetter in Nordtirol aus und pendeln nach Bozen. Matze, Maschtl und ich (Chris) genießen den Tag mit „lifteln“ und einer ausgiebigen Filmsession (Matze sitzt schon am Schneidepult). Für tolle Fotos gab es keine wirklich interessanten Stellen, außer diese zwei Sprünge. Kompliment an Maschtl: Mit neuem Helm und neuer Schutzweste die perfekt sitzt, wirkt er gleich viel fotogener! Verkrampfte Gesichter sind nun bei uns dreien passé 🙂 Matze legte die eleganteste Brezn hin, die ich je sah und ich weiß nun endlich, warum ich bei den Drops immer vom Pedal falle…

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14. März 2007: (DwoC)
Wieder einmal sind wir nachts unterwegs. Für alle vier von uns (Chris1 und Chris2, Dave, Matze) ist diese Runde neu. Beim Fotografieren versuchten wir kreativ zu sein, was die Beteiligung eines jeden verlangte (Blitzhalter, Modell, Fokusierbeleuchter und natürlich Fotograf). Matze: „Endlich hat jeder von uns was zu tun beim fotografieren und es ist nimma mehr so fad“. War ein wirklich feiner Abend mit „much fun“!

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25. Feber 2007: (DwoC)
Kurz bevor die Schlechtwetter Front mit Regen und Schnee Tirol erreichte, gings für fünf von uns (Chris Auer, Markus, Maschtl, Matze und ich) gestern Nachmittag noch rasch auf einen technisch kniffeligen Trail, der uns viel Spaß und Gelegenheit zum Üben bot. Das Licht war zwar nicht gerade Foto tauglich, trotzdem hier ein paar Schnappschüsse. Hat echt Spaß gemacht!

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07. Feber 2007: (Tom)
Kurze Tour – kurzer Bericht. Schön war’s, warm war’s, spaßig war’s. Die Trails um Innsbruck herum gehn gut. Das können wir (Matze, Christian (chris88) und Tom) nur bestätigen.

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31. Jänner 2007: (DwoC)
Es ist beinahe Vollmond, verhältnismäßig warm und fast kein Smog im Inntal. Wir vier (chris88, David, Tom und ich) finden also eine perfekte Sicht, sowie traum Bedingungen für Auf- und Abfahrt vor. Bergauf kann trotz Schneepiste fast alles gefahren werden. „Fun pur“ gibt’s dann auf dem schneeigen und zum Teil etwas eisigen Steig bergab. Was für ein verrückter Winter!

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05. Jänner 2007: (DwoC)
Christoph von den Vertis und Maschtl sind leider krank geworden. Doch Tom, Matze und ich, schmeißen uns wieder auf die Rodelpiste. Nach einer kleinen Stärkung auf der Hütte, cruisen wir ins Tal. In der Mitte, die übliche Fotosession (was hat Matze da bloß immer für eine Geduld!). Just in dieser Zeit, bricht der Mond durch die Wolken. War wieder ein Abend vom feinsten…

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27. Dezember 2006: (DwoC)
Weihnachten ist vorüber, die Pfunde müssen umgehend wieder runter 🙂 Also nichts wie raus auf die Piste. Trotz Schneemangels erleben wir eine super Rodelbahn und dank Auto-Shuttle geht’s dann noch über Trails bis ins Tal – fast 1300Hm! Diesmal fährt neben Matze, Tom und mir auch Reini mit. Eine sternenklare Nacht, die trotz Mond viel dünkler ist, als es auf den Fotos scheinen mag…

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16. Dezember 2006: (DwoC)
Wir nützen das Traumwetter und unternehmen unser erstes Winterbiken am Tag! Außerdem ist Elmar mit von der Partie. Es ist seine Premiere 😉

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14. Dezember 2006: (DwoC)
Winterbiken – das erste Mal im Winter 06/07 und das erste Mal mit den Cheetah Bikes. Sternenklare Nacht, haufenweise Sternschnuppen und kein Mensch weit und breit…

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02. Dezember 2006: (DwoC)
Spätherbst, Samstag, Traumtag, trocken und schneefrei bis auf 1800m Seehöhe! Also nichts wie rauf auf die Berge und in vollem Umfang genießen!

Nightride Seegrube Teil 3

Chris, Matze und i treten wieder amol am Abend nach der Hack`n Richtung Grub’n, um die Endorphine verrückt spielen zu lassen. Das Wetter ist traumhaft. So genießen wir die Aussicht auf das schöne Land Tirol und freuen uns schon auf unsere Jaus`n.
Die Arbeiten bei der Bergstation sind für heute auch schon eingestellt. Wie üblich, fahren die Baufahrzeuge an uns vorbei, hinunter ins Tal. Gegen 19:30 erreichen wir die Seegrube und nach einer kleinen Stärkung geht`s auch schon weiter zum höchsten Punkt der Tour. Ab jetzt verspricht die Landkarte nur noch geilste Trails bergab.

Am Anfang läuft alles gut und wir genießen die Querung. Es werden noch ein paar Photos gemacht, während langsam aber sicher die Nacht hereinbricht. Dann die letzte Abzweigung. Doch jetzt passiert der entscheidende Fehler. Wir fahren geradeaus weiter. Aus dem schönen Trail wir ein Trampelpfad, die Hänge sind teilweise abgerutscht und auf jeden Fall ist das Befahren nicht mehr möglich. Erst gute 45 Minuten später, erreichen wir die gewünschte Alm. Jetzt wollen wir aber endlich den Flow spüren.

Chris und Matze waren schon vor einer Woche da, und hatten nur positive Erinnerungen. So starten wir frohen Mutes in die Abfahrt. Aber der Tag war lang, die Abende sind tückisch und der Weg rutschig. So dauert es nicht lange, bis sich einer von uns ca. 20 Meter in die Tiefe verrollt. Wir sind natürlich alle drei ziemlich geschockt und fassen den Entschluß, daß wir es heute nicht mehr übertreiben sollten. Zum Glück hat Matze bei dieser Brezn keine ärgeren Verletzungen erlitten und nach einem gröberen Wutanfall (SCHEISSE, WAS SOLL DEN DES, VERDAMMTE KACKE NOAMOL?!?!?!?!?!?), rollen wir weiter ins Tal. Als wir das erste Mal auf den Forstweg kommen, erinnere ich mich an ein paar leichtere Trails, die wir dann mit Genuß aufsaugen. Wieder in Hötting, lassen wir die Tour kurz Revue passieren und beschließen, diesen Tag einfach abzuhaken. Wir sind uns einig, daß die nächste Tour dafür wieder umso geiler wird.

Nightride Seegrube Teil 2

Die Wiederholung des Seegruben Nightrides vom 18.7.2006 gab es bereits eine Woche später. Diesmal aber waren wir zu viert und die Abfahrt verlief noch spektakulärer.
Es war eine Hitzeschlacht! Beim Start um ca. 17:00 Uhr hatte es noch immer 34°. Das machte die Auffahrt nicht gerade leichter. Außerdem lag uns, nur 2 Tage nach der Brennertour mit 2300Hm, ein wenig Müdigkeit in den Knochen. Inzwischen hat auch Martin sein MFR 03 bekommen! Nun sind also bereits 3 BiHiker mit Cheetah Bikes unterwegs. Somit war es also Martins Premiere mit dem neuen Bike!

Der Aufstieg verlief – bis auf die Hitze – ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Oben angekommen, hatten wir es etwas eilig, denn Maschtl hat keine Lupine (noch nicht!). Wir wollten also zumindest den schwierigsten Teil der Abfahrt, bei Tageslicht schaffen. Kein leichtes Unterfangen wenn Tom seinen Fotoapparat mit hat. Drei, vier Schlüsselstellen des Trails verlangten mehrere Versuche, dann wurde aber eigentlich alles gefahren. Wahnsinn! Mit dem Fully ist schon um einiges mehr möglich, als mit den Hardtails. Die eine oder andere harmlose Brezen war dann aber doch dabei.

Schließlich kamen wir – bereits bei völliger Dunkelheit – zum unteren Abschnitt des Nordpark Trail. Wie sich herausstellte, war einiges aufgrund von Waldarbeiten nicht fahrbar. Vom „Vertikal Rock“ sah man gar nichts mehr. Der liegt unter meterhohen Ästen und Bäumen begraben. Also „umfahren“ oder besser umsteigen oder umkraxeln. Irgendwann kamen wir zu den „Little Northshores“. Da nun keiner mehr Stress hatte – es war ohnehin schon stockfinster – entschlossen wir uns, hier noch ein wenig abzurocken. Tom fuhr auf Anhieb die ganze Bahn durch, er kennt den NPT ja schon vom ersten Tag an. Auch Maschtl und Matze schafften es ohne runterzufallen. Nur Chris fiel, genau an der gleichen Stelle wie bereits vor ein paar Wochen, wieder in die Büsche. Sie waren sogar noch von seinem letzten Sturz plattgedrückt! Es ging aber glimpflich ab und bis auf eine kleine Schramme im Knie, passierte nichts. Beim nächsten Versuch klappte es dann auch bei Chris.

Matze war nun voll Adrenalin. „Jiiiaaa“ schrie er und erklärte uns sogar noch, wie er die Drüse pumpen spürt 🙂 Wir lagen am Boden vor lachen. Doch bei seinem nächsten Versuch drehte es auch ihn bei der schmalsten Stelle vom Northshore. Er hatte nicht ganz so viel Glück wie Chris und zog sich Schrammen im Gesicht, auf der Schulter und den Knieen zu. Trotz Helm und Schützern, die wir alle tragen. Nur um einen Hauch fiel er neben einem Baumstupfen mit dem Gesicht voraus hinunter. Nun reichte es uns für heute. Von der Hungerburg bis Hötting war wieder Geschwindigkeit angesagt. Schließlich landeten wir um kurz vor Mitternacht bei Maschtl zuhause, um noch gemütlich ein Bierchen zu trinken. Auch Matze ging es schon wieder besser und so lachten wir noch eine ganze Weile über die eine oder andere Szene. War wieder ein gelungener Nightride!!

Nightride Seegrube Teil 1

Am Dienstag den 18. Juli 2006 war wieder mal eine Nightride Session angesagt. Tom und Chris hatten vor, den Noichl Roli auf der Höttinger Alm zu besuchen.

Es war dies die „Seegruben Session Teil 1“, denn bereits eine Woche später gab’s den 2. Teil. Vom Wetter her standen wir, wie sich später herausstellte, am Beginn einer extremen Hitzewelle und etwas hitzig war auch die Stimmung zu Beginn der Tour, denn Tom’s Schaltung am neuen Bike wollte nicht so recht. Doch das Wetter und das ganze drumherum war zu perfekt, um in einer miesen Stimmung zu sein. Die Schaltung wurde justiert und weiter gings Richtung Seegrube.

Roli Noichl war die ganze Woche auf der Höttinger Alm mit einer Gruppe von Leuten dabei, den Wald aufzuforsten. Also planten wir, ihm einen Besuch abzustatten. Auf der Seegrube angekommen, genossen wir noch in vollen Zügen die Abendstimmung. Es war eine unglaubliche Fernsicht. Fast wie im Herbst. Schließlich fuhren wir dann doch irgendwann in Richtung Höttinger und aufgrund diverser Fotosessions kamen wir dort erst in absoluter Dunkelheit an. Der Empfang war unglaublich! Biltzlichter überraschten uns bereits, als wir noch gut 30 bis 40 Höhenmeter über der Alm waren. Einige Touristen und Leute aus dem Flachland hatten offenbar noch nie „2 Lupinisten im Einsatz“ gesehen. Wir wurden gut 15 Minuten beäugelt und über die Räder, Fahrtechnik, Ausrüstung, usw. ausgefragt. Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile mit zwei jungen Touristen aus Neuseeland und Wales. War interessant zu erfahren, dass die beiden ganz fasziniert von Innsbruck und seiner Umgebung sind, obwohl es doch sonst umgekehrt ist und viele Tiroler von Neuseeland und Wales schwärmen. Ist schon eine verrückte Welt! Auf alle Fälle beeindruckte die beiden, dass wir nach einem Arbeitstag aufs Rad steigen und solche Touren vor der Haustüre fahren können.

Nach einem gemütlichen Radler und einem Ratscherl mit Roli gings dann talwärts. Nicht böses ahnend erschien in Tom’s Lichtkegel plötzlich ein Hochlandrind mit ca. 1 Meter langen Hörnern. „Jetzt hät’s mich fast vom Radl g’haut“ lacht Tom. Aber diese Tiere sind anscheinend recht gutmütig, denn es schien reichlich unberührt von uns zu sein. Übrigens finden wir, dass das die einzigen, wirklichen Rinder sind, die nach Tirol passen! Weiter geht’s bergab und nun, bei dem erdigen Boden, ist plötzlich auch Flow wieder mit von der Partie. Als wir um ca. Mitternacht Innsbruck erreichen ist klar, dass wir wieder einmal das bestmögliche aus dem Abend und der Abfahrt herausgeholt haben. Wir strampeln nach hause und quatschen schon über unsere nächste Tour am Sonntag im Brennergebiet…

Chris und Tom