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Kurzparkzone

Der Plan sah folgendermaßen aus: Drei Tage Kurzurlaub im Bikepark, sozusagen als „Vorbereitung“ auf Portes Du Soleil im Juli. Freitag Wagrain, Samstag Leogang, Sonntag Saalbach oder Schladming. Aber dann kam alles ganz anders.

Ist gar nicht so leicht, von Tirol aus in zumutbarer Entfernung ein 3-tägiges Bikeparkwochenende zu verbingen.
Martin und Matthias wollen das verlängerte Wochenende mit einer reinen Bikeparksession verbringen. Ich möchte (aus beruflichen Gründen) am Samstag nachkommen. Also soll das Ziel in nicht allzugroßer Entfernung liegen, damit sich’s für mich überhaupt rentiert. Wenige Tage vorher, stehen wir dann plötzlich vor folgenden Problemen: Wagrain sperrt erst am 16.6. auf, in Leogang findet an diesem Wochenende das „Out Of Bounds“ statt – also auch kein Stressfreies Biken für uns „Normalos“ möglich, Saalbach versinkt im Gatsch und in diversen Streckenumbauarbeiten, Schladming ist uns dann, als einzig verbleibende Lokation in dieser Region, für 3 Tage doch etwas zu fad und Slowenien zu weit. Es wird umdisponiert und wir entscheiden uns, von Innsbruck aus tageweise Leermoos, Hindelang und Oberammergau zu besuchen.

Am Freitag ist Leermoos das Ziel von Maschtl, Matze und Richi „unserem Werbeträger“. Ein Reinfall wie sich herausstellt: Die Strecke langweilig, keine nennenswerten obstacles und nicht sonderlich schwierig. Wetterbedingt entwickelt sich der Trail noch dazu in eine Schlammschlacht. Nach einem Gewitterregen bedeckt zentimeterdicker Dreck die Fahrer und ihre Bikes. So werden anschließend nicht nur die Bikes mit dem Dampfstrahler bearbeitet, sondern auch Fahrer und Bekleidung (Fotos gibt’s leider keine – ich war ja nicht mit von der Partie und das vorhandene Videomaterial liegt derzeit bei der Jugendschutzbehörde zur Einsicht auf ;-)).

Am Samstag soll es dann besser werden. Hindelang im Allgäu ist circa 140km von Innsbruck entfernt und damit gerade noch akzeptabel für einen eintägigen Besuch. Der Park bietet mehrere Strecken, von denen wir aber auch nur eine befahren. Alle anderen erscheinen uns zu langweilig. Die Schwarze Piste (mit „Extreme“ gekennzeichnet) bietet eine abwechslungsreiche Abfahrt mit Spitzkehren, fiesen, felsigen Passagen mit leicht ausgesetzten Stellen und kleinen Sprüngen (3 Patschen trotz Gazzaloddi Reifen sind die Folge), einigen recht witzigen Northshores und zum Teil waghalsigen Drops. Gleich zu Beginn (nach 3 Minuten Fahrt) entschließe ich mich, sicherheitshalber noch meine neue Protektoren Weste zu testen und lasse mich deshalb äußerst gekonnt von einem ca. 1,5 Meter hohen, unschwierigen Drop (recht spektakulär, wie mir die anderen anschließend Berichten) auf Kopf, Rücken und Schulter fallen. Test bestanden, Fahrer OK, Bike und Trikot nicht mehr ganz OK. Das Bike konnte aber an Ort und Stelle, dank großem Stein und Baumstämmen, fachmännisch repariert werden. Nach sieben Abfahrten (patschenbedingt für mich und Matze nur sechs) ist dann auch hier wetterbedingt Schluss. Das Gewitter zieht so schnell herauf, dass ich nur noch Zeit für eine handvoll langweiliger Sprungfotos – da ohne Blitz aufgenommen – finde. Sorry!

Am Sonntag wollen wir wieder mal nach Ober(h)ammergau und diesmal Intense und Proceed Downhillboliden testen. Die „Intense und Proceed Demotour“ der „Bike Crew“ macht’s möglich. Auch dazu kommt es aber nur bedingt. Ein „kurzer“ Gewitterschauer am Vorabend (wie’s auf der Homepage heißt) machen wieder einmal die uns altbekannte Strecke zur Qual. Die Folge nach einigen Ausrutschern sind ein lädierter Fuss bei Matze und viele kleine Schrammen und Kratzer bei uns allen. Die Downhiller konnten bei diesen Bedingungen nicht annähernd ausgereizt und so auch keine Unterschiede zu unseren Bikes festgestellt werden. Matze und ich reisten auch bereits am mittleren Nachmittag wieder ab. Erkenntnis: Wie auch immer die tagesaktuelle Beurteilung der Strecke auf der Bikepark eigenen Homepage lautet, fahre nie nach Oberammergau am Tag nach einem Regenschauer!

Fazit zum Wochenende: „Portes Du Soleil“ muss besser werden! Wir hatten unseren Spaß, doch freuen wir uns jetzt schon wieder auf eine ausgiebige Tagestour wo’s mit Muskelkraft bergauf geht. Das Flair in den Bikeparks kann nicht ansatzweise mit der „Wolke Sieben Stimmung“ bei den hammergeilen Tagestouren mithalten. Zum tricksen und lernen taugen die Parks aber perfekt. Und, sofern es das Wetter zulässt, auch für lässige Blitzfotos. Diesmal leider mit einer äußerst dürftigen Ausbeute…

Altlasten

„Wir haben noch Sperrmüll loswerden müssen, der ganze Bus war voll mit Krempel.“ bekommt Chris als Erklärung für die Verspätung zu hören. Gleich überrascht muss ich eine halbe Stunde früher dreingschaut haben, als ich mit Rucksack und Rad vor die Tür rollte und der Maschtl schon fleißig beim „Entsorgen“ war. Nebenbei, es war nicht Maschtl’s Krempel 😉 Wie auch immer, es ging zur Abwechslung wieder nach Oberammergau.

In Seefeld haben wir noch, trotz Verspätung, einen gut gelaunten Felix getroffen. Für ihn war es die Bikepark Premiere – Für uns heißt das 2 Fotografen mit Top Ausrüstung.

Altlasten heißt der Bericht, abgesehen vom Sperrmüll im Bus deshalb, weil ich letztes Jahr den Drop nicht gesprungen bin und Maschtl sich eine Rippe geprellt (gebrochen?) hat. DEN Drop deswegen, weil es der einzig höhere ist. Neben dem neuen kleinen Übungsnorthshore (mit Wippe) bei der Talstation, ist eine super 4x Strecke dazugekommen. Wir haben nur leider zu spät gemerkt wie spaßig die ist. Das Nächste mal werden wir öfter den Schlepplift rauf und die Achterbahn runter nehmen. Wissende werden rufen „Jetzt hat er a Helmcam und wo is des Video?“. Logga bleibn, alles aufgenommen. Naja nicht alles, denn einmal hat sich eine Steckverbindung gelöst. Das Ergebnis ist 20min Audio-biken :\ (sorry Maschtl).

Das erzählen des restlichen Tages überlass ich jetzt den Bildern.

Beim genießen der letzten Sonnenstrahlen am Parkplatz erzählte Maschtl, dass er erst um 6:30 von der „Musikprobe“ heimgekommen, quasi schlaflos zum Biken übergegangen ist. Das muss gewürdigt werden, wenngleich es unsere „bis 4Uhr arbeiten“ ausreden, reichlich lächerlich aussehen lässt. Zitat Richi: „Da Maschtl ist unkaputtbar!“

Bericht und Fotos vom letzten Mal.

Einskommafünf Gazzaloddi breit

In Rekordzeit wurde der Gazzaloddi aufgefelgt um anschließend northshoresabbernd und droplüstern am Sessellift zu schmachten. (15min für ~400hm 0_0 eigentlich das einzig annähernd negative an Überammergau)

Die sehr abwechslungsreichen ~900m Northshore, teilweise nur 1,5 Gazzaloddi breit 😉 , wurden zur Tagesbeschäftigung erklärt.

Zur Abwechslung gabs zwischendurch knackige Anlieger und einige Sprünge.

Dementsprechend gings Northshoredrop-slide-johl-wipp-stürz-wallride-hüpf-gröhlend den Berg runter…

Bikepark Oberhammergau – Prädikät ‚wertvoll‘!