Archiv des Autors: Christian Dworschak

Tiroler Alltagsleben

Eine Bergtour mit dem Bike kommt mir heute gar nicht gelegen. Zuviel schwirrt in meinem Kopf. Viel zu viele offene Dinge, die noch zu erledigen wären. Bereits am Morgen lief es nicht nach Plan. Improvisation und Umorganisation waren angesagt. Doch das Wetter ist perfekt, die Gruppengröße von 3 Leuten mit mir optimal. Ich rede mir ein, ich könne die Tour für neue Fotos nützen. Vielleicht lässt sich ja später was davon verwerten? Also geb ich mir einen Ruck, packe das nötigste und breche auf.

Bereits kurz nach dem Start beim Auto, bin ich froh diesen Entschluss gefasst zu haben. Zwanzig Minuten am Bike und der Berufsalltag ist vergessen. Weitere 20 Minuten und die Welt um mich herum kennt keine Hektik mehr. Ich genieße das, was Tirol ausmacht. Die Ruhe, den Duft der Almblumen, die Kulisse und die sportlichen Möglichkeiten. Wir treffen immer wieder Wanderer, die sich interessiert und freudlich erkundigen. Unsere Bikes in diesem Gelände irritieren viele. Noch immer ist das was wir tun eine Randsportart, die nur wenige betreiben. Vermutlich wird es auch weiterhin so bleiben. Zu verwegen, zu anstrengend, zu verrückt für die meisten. Nur die, die gleiches tun, verstehen was diesen Sport ausmacht.


Trotz aller Anstrengungen unterhalten wir uns prächtig und gewinnen dabei zunehmend an Höhe. Viele kleine Späße mit Tom und Bernd lassen die Zeit schnell vergehen und schon stehen wir am Joch. Nur noch etwas über 300 Höhenmeter trennen uns vom Gipfel. Nach einigen Fotos und einer Stärkung wandern wir weiter. Es ist später Nachmittag als wir neben dem Gipfelkreuz stehen. Zu Mittag fort vom Arbeitsplatz und dann noch so eine Tour. Mich begeistert das immer wieder aufs Neue.

Eine leckere Jause, Panoramafotos, Fachsimpeleien und das Lesen verrückter Gipfelbucheinträge. Wieder eilt die Zeit davon.
Die Abfahrt beginnt. Vom Gipfel weg gehts leicht und gut zu fahren. Eigentlich eine Seltenheit auf Gipfeln dieser Höhe. Doch bald kommen erste schwere Stellen und ich lasse die eine und andere dann auch aus. Grad nix riskieren. Zu teuer die Fotoausrüstung im Rucksack, zu wertvoll meine Gesundheit. Tom und ich wechseln uns ab mit fotografieren und biken. Bernd darf immer für einen von uns posieren. Jedem taugts, sogar ein paar Wanderer bleiben begeistert stehen und schauen interessiert zu. An diesem Tag ist niemand unfreundlich oder gereizt. Warum auch!

Bis Sonnenuntergang bewegen wir uns immer noch über der Waldgrenze. Danach gehts ohne weitere Fotopausen zügiger berab. Doch mehr als 1700 Höhenmeter runter zu fahren braucht Zeit. Für das letzte Stück im steilen und ausgesetzten Wald montieren wir die Helmlampen. Da wir noch ein gutes Stück zum Auto zurücktreten müssen, ist es bereits 22:40 Uhr als wir dort ankommen. Wie immer müde und voller Glücksgefühle (oder Adrenalin?).

von Druckstollen und rasanten Abfahrten

Bevor Felix zum 2. Mal Papa wird, wollten Stone, Matze, Felix und ich nochmal für ein paar Tage „rumgurken“. Die Biking-Hiking Sause 2014 führte uns zuerst nach Nauders zu den Green Days, dann weiter in die Schweiz, für 2 Tage nach Italien in die Lombardei, bevor es wieder zurück in die Schweiz ging. Den letzten Tag verbrachten wir in Vorarlberg.

Die Green Days waren spitze. Fun pur. Und vor lauter geschrettere haben wir kein einziges Foto gemacht. Die Tour in der Schweiz war dann gezeichnet von Stones Verkühlung (er nutzte den Tag für ein Bikeservice) und von Lawinenschäden die uns nach 800hm zum Umdrehen zwangen.

Weiter gings nach Italien. Wir erlebten 2 schöne Touren sowohl von der Umgebung, als auch vom Trail. Bergsee, ausgesetzte Querung, Abfahrt neben einem Druckstollen und viele Stufen im unteren Teil. So kann die erste Tour zusammengefasst werden. Die zweite Tour: gemütlicher Aufstieg, spaßige Querung, Abfahrt geprägt von Lawinenschäden, ausgesetzter Querung, ein paar g’scheiten Brezn wo zum Glück niemandem etwas passiert ist und Geröllfeldern. Ach ja und eine kraftraubende, langwierige Rettungsaktion einer jungen Ziege, die zwischen großen Granitblöcken eingeklemmt war gab es auch noch. Leben gerettet und Trail gerockt. Was wollen wir mehr.

Danach gings zurück in die Schweiz, da unser Wetterfrosch Felix Schlechtwetter vorhersagte. Eine Tour von ca. 850hm Aufstieg war dann nach 15 Minuten Abfahrt vorbei. Wir hätten uns was schwereres gewünscht, Spaß gemacht hats trotzdem und pünktlich zur Ankunft beim Auto, begann es zu regnen.

Am letzten Tag gings Richtung Arlberg, da es in der Schweiz dann ziemlich Regen gab. Nach einem frühmorgentlichen Start gings ca. 800hm rauf zu einem See. Auch hier wäre wieder eine Abfahrt neben einem Druckstollen möglich gewesen, doch wir entschieden uns für eine andere Variante. Leider erwischten wir dann auch hier einen leichten Hüttenzustieg. Erneut 15 Minuten Abfahrt und um 11:30 Uhr waren wir bereits wieder beim Auto. Aber so ist das halt wenn die Trails selber aus der Karte rausgesucht werden. Manchmal findet man so Hammer Geheimtipps, manchmal eben nicht. Spaß machts trotzdem immer. Wie Felix so schön sagte: Hauptsache draußen!

BikeHiker Festl 2013

Unser diesjähriges Festl ist schon wieder seit zwei Wochen Geschichte, die Bikesaison vorerst beendet, die ersten Schitouren wurden bereits gemacht. Sehr gemütlich war es wieder! Und überraschenderweise kamen echt viele Leute (geschätzte 100 würde ich sagen). Hätte ich nicht erwartet, nachdem wir lange Zeit faul auf der Homepage waren und das letzte Festl zwei Jahre zurück lag.
Hat mich bzw. uns riesig gefreut, dass wir nicht ganz in Vergessenheit geraten sind.
Wie es sich für ein BikeHiker Festl gehört, trafen wir wieder sehr viele Bekannte und Freunde aus Österreich, Deutschland, Italien und sogar Frankreich. Aber natürlich waren auch unsere Familien vertreten. Es wurde wieder gefachsimpelt und von Erlebtem berichtet, gelacht, getrunken und natürlich Film und Fotos geschaut.
Diesmal gab’s sogar zwei Filme, denn neben dem neuen, von Stone geschnittenen, gabs auch eine Abstimmung, welcher unserer vergangenen 5 nochmals gezeigt werden soll. Die Wahl viel auf Inglorious Bikers und so wurden auch alte Geschichten wieder aufgewärmt und in Erinnerung gebracht.
Der Abend verging wie immer viel zu schnell und die Zeit war zu kurz um mit allen wirklich ausführlich zu quatschen.
Schade! Aber ich hatte den Eindruck, dass alle von uns wieder neue Motivation gefunden haben, das Festl nächstes Jahr erneut stattfinden zu lassen. Mal schaun…

Zuletzt noch allen ein großes Dankeschön, die mitgeholfen haben. Zu planen, zu organisieren, auf- und wieder abzubauen, uns zu unterstützen, sowohl finanziell (auch allen Spendern), wie auch mit Ideen und Arbeitsleistungen.
Ein besonderer Dank meinem Bruder Andreas für den Beamer und Radstudio sowie Bike Point für die finanzielle Unterstützung!

Jetzt noch ein paar Fotos (sind allerdings nicht viele geworden diesmal). Wir haben lieber das Festl genossen 😉

Biking-Hiking Festl

Nach einem Jahr Pause, ist es endlich wieder soweit. Pünktlich zum Saisonausklang gibt’s, nun schon zum sechsten Mal, unser Bike Festl. In bewährter Weise auch diesmal im Hafen „Hades“.

Datum ist der Freitag 22. November, Beginn ist wie beim letzten Mal 20:00 Uhr, der Hafen sorgt für feuchte Kehlen und wir für ein paar Bilder, einen kleinen Film und hoffentlich gute Musik!

Wir sind schon sehr gespannt auf neue Bike Geschichten, Fachsimpeleien und anderen Quatsch 😉

BikeHiker Festl 2011

Unser 5. BikeHiker Festl ist Geschichte. Unter dem Motto „Evolution“ wurde an die vergangenen 4 Filme und Festln erinnert und ein kleines Jubiläum gefeiert. Trotz schönem Herbstwetter das vermutlich einige nochmal zum Wegfahren genützt haben, Sponsions- und Sponsorenfeiern, Alpenvereinstreffen und krankheitsbedingten Absagen, kamen zwar etwas weniger Leute als im letzten Jahr, doch immer noch geschätzte 150 begeisterte Biker und Nichtbiker, Verwandte und Bekannte in den Hades um mit uns den Saisonausklang 2011 zu feiern.
Erstmals in full HD wurde dann um ca. 22:00 Uhr unser heuriger Film samt Fototrailer gezeigt. Ich hatte den Eindruck, dass trotz langer Spieldauer (ich glaube es ist der längste Film bis jetzt) niemandem langeweilig war 🙂 Natürlich ist das subjektiv, doch es kam mir so vor, als ob während des Films noch nie so viel gelacht wurde und so gute Stimmung war. Auch das Feedback nach dem Film war gewaltig! Echt Hammer wieviel Lob wir von Euch für unseren Film bekommen haben. Wir sagen nochmals danke dafür! Solche Rückmeldungen motivieren immer wieder aufs Neue.

Auch danke sagen möchten wir wieder all unseren Unterstützern, die uns jedes Jahr helfen unsere Unkosten abzudecken. Den drei Sponsoren (Radstudio, Bikestore und Bikepoint), meinem Bruder Andreas sowie den vielen Spenden der Besucher ist es zu verdanken, dass wir sämtliche Steuern und Abgaben, Leihgebühren, Schnapserln und Tischgebäck usw. nicht aus eigener Tasche bezahlen müssen.
Bevor ich begonnen habe diesen Bericht zu schreiben, sah ich mir nochmals die Fotos der vergangenen Festln an. Erstaunlich wie viele Leute bei allen 5 dabei waren. Es freut uns total, dass sich unser Event zu einem kleinen Treffpunkt in der Bikeszene etabliert hat. Inzwischen nützen das BikeHiker Festl so viele als Gelegenheit, am Wochenende dann mit uns oder anderen Bikern Touren zu unternehmen, dass es uns diesmal nicht mehr möglich war, mit allen fahren zu gehen. Ziemlich schade, doch vielleicht schaffen wir dafür mal eine gemeinsame Runde in den nächsten Wochen oder spätestens in der Saison 2012.
Schöne Grüße zuletzt noch an alle die von sehr weit angereist waren. Aus Bonn, Luxemburg, Wien, Landsberg, Südtirol usw. waren diesmal wieder Leute da.

Für nächstes Jahr haben wir erneut viel vor. Ideen sind bereits genug da. Wenn wir auch nur einen Teil davon umsetzen können, wirds sicher wieder ein witziges Ergebnis geben. Also bis Mitte November 2012. Bis dorthin wünschen wir allen eine unfallfreie Zeit und viele schöne Stunden am Berg!

Festl No. 5

Ein kleines Jubiläum steht bevor! Bereits zum 5. Mal gibt’s heuer zum Saisonausklang unser Bike Festl. Erneut im Hafen „Hades“ zeigen wir euch Fotos und den neuen Film der aktuellen Saison – Trotz Schlechtwetterphasen und vieler Verletzungspausen ist wieder einiges an Material zusammengekommen!
Und natürlich haben wir auch wieder einen kurzen Trailer zur Einstimmung vorbereitet.

Wir alle freuen uns schon wieder sehr auf euer Kommen und darauf, viele von euch endlich wieder mal persönlich zu treffen. Diesmal gibt es übrigens schon um 20:00 Getränke an der Bar. Niemand muss also bis zum Filmbeginn um 21:30 Uhr “auf dem Trockenen” sitzen

Download HD-Version des Trailers (Rechts-Klick -> Speichern unter)

Download Plakat in voller Auflösung

„Bauchfleck“

Die Karenzzeit ist ja eigentlich zum Kinder hüten da, aber es spricht ja nix gegen eine feine Radltour direkt vorm Familienurlaub? Ausserdem hat Martin gefragt, wer denn unter der Woche Zeit zum Radln hat…

Also alles zamsuchen und ab zur Tankstelle, Elisa und Martin holen mich ab. Die ersten Höhenmeter schieben wir gemeinsam unsere Radln auf Asphalt rauf, dann heissts Tragen. Elisa lässt ihr Radl zurück und wechselt zu den Wanderstecken. Weils nicht wirklich steil bergauf geht, zieht sich der Aufstieg ziemlich. Egal, das Wetter ist genial und wir haben Zeit. Die beiden Bergsteigerinnen, die uns am Weg zum Gipfel überholen, hätten früher kein Verständnis für unsere Aktion gehabt, aber heut sehen sie das anders. Während unserer sehr angenehmen Unterhaltung beobachten wir eine Karawane, die sich langsam zum Gipfel bewegt. Mit den Beschimpfungen des lokalen Wanderführers haben wir ja gerechnet, witzigerweise haben uns seine Gäste zugeflüstert: „Das ist nur seine persönliche Meinung, wir finden das cool…“

Der blockige Gipfelaufbau entpuppte sich als absolut geniale und fahrbare Passage, während wir dann an den anschließenden Schotter Serpentinen wegen ihrer Steilheit verzweifeln. So kann man sich beim Aufstieg täuschen. Zum Glück wirds dann gleich wieder blockig und die Trialerei geht weiter. Elisa hat bisher viel Geduld mit uns und unseren Kameras gehabt, ab dem Sattel geht sie aber voraus zum Auto. Kurz danach trage ich mein Radl über eine unfahrbare Felsstelle, Stone wartet oberhalb und will den unteren Teil filmen. Also aufsteigen und los. Dummerweise bewegt sich mein Radl aber genau gar nicht, weil es mit dem Hinterreifen an einem Stein hängt. Völlig perplex gelingts mir nicht wie sonst, über den Lenker zu springen und auf den Füssen zu landen. Ich bin zwar nicht sehr weit geflogen, die Landung in den Felsen war aber recht hart. Da mich mein Kreislauf in solchen Situationen immer im Stich lässt, bin ich gleich mal liegen geblieben und hab nach Martin gerufen. Mir war schnell klar, dass das Loch im Knie nicht dort hin gehört, aber alles andere okay war. Martin hat mir dann das Knie verbunden und ich hab versucht, meinen Kreislauf wieder in Schwung zu bekommen. Nach einer halben Stunde klappen die ersten Gehversuche abgestützt auf meinem Radl (dem ist übrigens nix passiert, ist ja auch direkt auf mir gelandet). Mit der offenen Rißquetschwunde
direkt auf dem Knie hab ich versucht, den restlichen, laaangen Weg das Knie nicht abzubiegen. War mühsam und hat ewig gedauert, aber wenigstens (dank Proxen) schmerzfrei. Schieben „müssen“ während der andere fahren „darf“ ist auf so einem Steig echt gemein.

Ich glaub, das war das erste Mal, dass ich mich über eine Asphaltstrasse gefreut hab. Zum Auto runterrollen statt humpeln war definitiv besser. Also ab in die Klinik zum Nähen. Weil ich verspreche, das Knie ganz brav nicht abzubiegen, darf ich ohne Gips heim. Statt Campingurlaub am Bodensee auf der Couch rumliegen und darüber grübeln, was man zukünftig anders machen muss, damit sich sowas nicht so schnell wiederholt.

Drei Wochen später, am letzten Tag meiner Karenzzeit, kann ich zwar noch nicht bergab gehen – aber wieder fahren. Und es sollte die Tour des Jahres werden, aber das ist eine andere Geschichte…

Teil 2 – Eine Woche Biken

Am 3. Tag wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen, da wir von den ersten zwei Touren etwas Müdigkeit in den Knochen spürten (ich mehr in den Muskeln). Wir beschlossen also „Lifteln“ zu gehen. Als wir am Vortag bei einer Liftstation den Plan der lokalen Schi- und Bikearea sahen, war unser Interesse für Flaine geweckt. Laut diesem Plan muss es dort eine Fülle von Bikestrecken in allen Schwierigkeitsgraden geben. Die Anreise erfolge bereits am Ende von Tag 2, die verwinkelte Bergstraße in dieses Schigebiet war recht abenteuerlich in der Dunkelheit. Doch der Blick auf das nächtliche Cluses beeindruckte uns.
Als wir endlich einen Schlafplatz für Bus und Insassen gefunden hatten, waren wir sicher, am richtigen Ziel gelandet zu sein.
Komische Geräusche weckten uns dann um ca. 8 Uhr 30. Der Blick aus dem Bus zeigte uns, dass das Weckgeräusch der Brenner eines Heißluftballons war, der mitten am Parkplatz der Liftstation gestartet war.
Als auch nach 9 Uhr die Gondelbahn immer noch nicht in Betrieb war und wir auch keinen Plan von den Bikestrecken fanden, waren wir uns nicht mehr so sicher, am richtigen Ziel zu sein.
Also wieder in den Bus und noch weiter den Berg rauf in den letzten Schiort der Bergstraße.
Wieder Golfplatz, wieder riesige Hotels samt Tagungszentrum, wieder keine Rede von „dem Landschaftsbild angepasster Schiort“.
Die Bahn nahm Biker mit und obwohl es keinen Plan von den Bikestrecken gab (verdächtig, verdächtig) erklärte uns die nette Dame am Schalter, wo wir runterfahren können. Wird schon passen dachten wir.
Als wir an der Bergstation ausstiegen, war erst mal großes Staunen angesagt. Das „Grand Massif“ war wieder ein grand pièce näher gerückt und der Mont Blanc in greifbarer Nähe. Geile Kulisse! Fotos, staunen und suchen nach der Bikestrecke. Die von der Dame beschriebene Abfahrt stellte sich als breite Forststraße raus, von anderen Strecken keine Spur. Also suchten wir nach Wandersteigen und fanden ein Plattenparadies. Letztlich gabs dann 3 Stunden Plattengetriale und einen echt lässigen Steig, allerdings insgesamt nur 800Hm. Eine Herde an Steinböcken beobachtete unser Treiben und die vielen Touristen, die mit Liftunterstützung in eine ihnen sonst verschlossene Welt transportiert wurden. Wo sonst sieht man Damen mit Knöchellangem Rock und Sandalen in 2500 Metern Höhe auf Kalkplatten herumbalancieren? Um 14 Uhr sind wir zurück beim Bus und beschließen gleich weiter nach Chamonix zu fahren.

Nachdem uns schon Avoriaz und Flaine „beeindruckte“, das ist alles nichts gegen Chamonix. Der Ort liegt zwar nicht auf 1800 Metern Höhe, doch umso touristischer ist er nochmal im Vergleich zu den bisher gesehenen. Gleich bei der Ankunft ist uns klar, alles was wir von Chamonix sehen wollen ist die Liftstation die uns gegenüber vom Mont Blanc hochbringt und dann wieder nix wie weg. Die Landschaft ist sehr geil, doch was hier im Ort und auf den Bergen betrieben wird nur noch abartig. Wir erkundigten uns also über Preise, Liftzeiten usw. und beratschlagten was wir tun.
Mir kam dann die Idee, gleich noch heute mit der letzten Bahn raufzufahren und das tolle Abendlicht für Foto und Film zu nützen. Wir lagen dann gemütlich bis nach 19 Uhr in einer Wiese auf 2000 Metern Höhe und genossen den direkten Blick auch Mont Blanc, Aiguille Du Midi, Aiguille du Dru, usw. Nach Fotos und ein paar Filmsequenzen folgte die Abfahrt und die war überraschenderweise echt lässig inklusive einer Bikestrecke im unteren Teil mit sacksteilen Abkürzungen die uns richtig Spaß machten.

Tag 4: Es begann noch in der Nacht zu regnen und zwar ausgiebig. In der Früh, als wir die wolkenverhangenen Berge sahen, waren wir heilfroh dass wir noch am Vortag mit der Bahn rauf sind. Jetzt sahen wir nichts mehr vom Mont Blanc und den anderen Gipfeln. Uns hielt also nichts mehr fest in Chamonix und wir beschlossen nach Les Gets zu fahren um das erste Mal eine richtige Bike Park Session zu machen in Portes Du Soleil. Auf dem Weg dorthin wurde noch geshoppt und zwar bei Quechua, der Shop lag direkt am Weg 🙂

In Les Gets haben wir dann ein Nachmittagsticket gelöst und uns noch 3 Fahrten gegönnt. Naja war ziemlich schlammig im Wald und die Wurzeln spannend zu fahren. Die Anliegerstrecken waren ganz witzig, doch schon voller Bremsrillen und entsprechend rüttelig. Spaß hat es uns trotzdem gemacht. Zumindest hatten wir so doch noch einen Bikefreien Tag vermieden 😉

Tag 5: Genug ausgeruht! Jetzt war wieder eine richtige Tour angesagt. Stone fand in einer Karte von Felix Hinweise zu einer Tour die Felix offenbar gefahren war, uns aber nix davon erzählt hat 😉 Da stand was von G4-G5 und S4-S5. Was soll man dazu noch sagen. Da mussten wir natürlich hin. Anreise war wieder am Vortag, also direkt nach der Bike Park Session in Les Gets. Als wir dann am frühen Vormittag am besagten Steig die Räder rauftrugen, war uns klar was Felix mit seinen Markierungen gemeint hat. Und bei den heutigen Bedingungen nach dem Regentag war die Strecke sicher nicht gerade leichter zu fahren. Nach 600Hm kamen wir zu einer Abzweigung. Links ging es weiter wo Felix damals war, doch geradeaus entdeckten wir einen vielversprechenden Steig, der durch einen Felsdurchsetzen Hang in ein Tal mündete. Sah sehr verlockend aus und natürlich wurde von uns beiden diese Variante gewählt. Nun folgte eine philosophische Stunde über „S“ und „G“ Skalen und deren Sinnhaftigkeit. Vor allem mit der „G“ Skala war Stone nicht zufrieden, denn seiner Meinung geht es ja mehr um die Ausgesetztheit als um die allgemeine Gefahr bei Sturz. Sich verletzen und auch tötlich verunglücken kann man ja auch auf einer Forststraße, so müsste die „G“ Skala also immer im Zusammenhang mit der Geschwindigkeit, der fahrweise und dem Können des jeweiligen Bikers stehen. Absurd also. Wir haben dann spaßhalber die „A“ Skala (Ausgesetztheit) erfunden und noch andere die ich jetzt gar nicht mehr weiß. War jedenfalls sehr lustig 🙂
Ja so kann man sich auch die Zeit vertreiben während man Rad und Rücksack über seilversicherte Kletterpassagen hochträgt 😉
Ziel war dann ein Refuge auf 2200m (?). Landschaftlich schon wieder hammermäßig. Ein abgeschiedenes Tal abseits von Lifttrassen, Bikepark- und Flying Fox Action. Wir trafen wieder sehr viele nette Leute (schöne Grüße an dieser Stelle nach Belgien) und genossen ein Dosenbier auf das ich Stone bei der Hütte einlud.
Die Abfahrt war dann wieder Hammer! Zuerst recht flott bei der Hütte los, kamen dann einige lässige Felspassagen, bis wir wieder zu den seilversicherten Stellen kamen. Dort probierten wir ein paar Sachen, mussten aber auch einiges auslassen. Definitiv unfahrbar und jenseits von S7 und G9 *lol*
Die bereits von Felix befahrenen unteren 600Hm waren inzwischen zum Teil aufgetrocknet. Dadurch dass wir bereits „eingefahren“ waren und schwere Stellen vom oberen Teil hinter uns hatten, kam uns die untere Passage gar nicht mehr S4 und G5 vor. Auch die nassen Wurzeln machten nach dem Les Gets Nachmittag richtig Spaß. In einem Schwung fuhren wir bis zum Auto durch. War sehr lässig!! Kommentar einiger Franzosen im Vorbeifahren „sportif!“ 🙂

Letzter Tag: Da uns noch die lange Heimfahrt bevorstand, entschlossen wir uns für einen weiteren Bikepark Tag. Das Gebiet zwischen Châtel und Morgins stand am Programm. Am Vorabend Anreise zur Talstation in Pré la Joux. Wir lieben die Franzosen und ihre Leidenschaft für Camping! Wo sonst findet man tip-top hergerichtete Parklätze samt Toilettenanlagen usw. für Wohnmobile? Kostenlos selbstverständlich. Wo sonst stört es keinen Menschen wenn 20 jährige „Kids“ ein Lagerfeuer am Liftparkplatz zünden und dort ihre Zelte und Zeltpavillons aufschlagen, lautstark Musik hören und ihre Downhiller testen?
In der früh schauten wir uns also die Strecken von Châtel (Pré la Joux) an. Hammer sag ich nur! Was die dort geleistet haben ist gewaltig! Leider waren einige Northshore Strecken wegen Umbauarbeiten geschlossen und die die offen waren, entweder zu einfach oder viel zu schwer (wir hatten keine Luste auf Northshore Lines mit abschließendem 7 Meter Gap über einen Bach). Allein der Slopestyle Parcours bekannt vom Châtel Mountain Style im oberen Teil ist angsteinfößend! Wir sind einige Strecken abgefahren, vor allem die schwarzen Pisten waren nach unserem Geschmack, auch wenn wir die meisten Stunts ausgelassen haben. Beeindruckend war auch zu sehen wie 12 jährige Kids mit ihren Vätern über die Roadgaps und Bäche sprangen, als wäre es gar nichts. Wenn man immer nur Bikepark fährt wird man offenbar ebenso schnell stunts gewohnt wie wir Felsstellen an ausgesetzten Felswänden.
Von Pré la Joux gings zu Mittags weiter nach Morgins. Wir freuten uns schon auf die von Felix beschriebenen Northshores, doch leider gabs kaum welche. Offenbar wurden die meisten davon abgebaut. Es gibt dort 3 Strecken, wir sind alles drei abgefahren. Auch sehr spaßig und bei weitem nicht so brutal wie in Pré la Joux. Zu guter Letzt sind wir noch direkt in Châtel mit der Gondelbahn rauf. Da haben wir uns dann noch ordentlich verkoffert. Von der ursprünglichen Strecke ist nicht mehr viel übrig und offenbar wird die auch nicht weiter gepflegt. Na ja bei der Konkurrenz eingebettet zwischen Pré la Joux und Morgins sicher nicht einfach…

Nachdem wir französischen Käse gekauft haben gings dann schließlich heim. 80% der Heimfahrt in strömendem Regen. Felix ein fettes Danke für den genialen Wetterbericht. Einen halben Tag Regen in einer Woche konnten wir leicht verkraften und ich glaube wir hatten tatsächlich einen der trockensten Flecken von Mitteleuropa gefunden in dieser Woche…

Portes Du Soleil ob mit oder ohne Bikepark ist definitiv wieder mal eine Reise wert! Geil wars!

Teil 1 – Eine Woche Biken

Die Verletzungspause ist vorbei! Ich hatte das Bild von den Kühen vor Augen die ich mal sah, als sie den ersten Tag nach dem Winter auf die Weide durften. Wie sie da herumhüpften vor Freude und Ausgelassenheit. Am ersten Biketag nach 4 Monaten Abstinenz hatte ich ein ähnliches Gefühl in mir.
Stone und ich entschieden uns, nach einer Rücksprache mit unserem ganz persönlichen „Karl Gabl“ also Felix, eine Woche ins Grenzgebiet Schweiz-Frankreich zu fahren (manchmal auch als Portes Du Soleil bezeichnet). Überall sonst in Europa von der hohen Tatra bis in die Gegend um Briançon war Regen angesagt. Da waren wir natürlich sehr gespannt, ob unser Wetterprophet recht behalten sollte, denn vor drei Jahren hatten wir dort kein Glück und 1 Woche Dauerregen (Stone übrigens auch damals bereits mit dem Citroen Bus wie die Fotos beweisen. Und ja Felix ich weiß, wir sind zu früh heimgefahren damals 😉 ).

Geplant war dort klassische BikeHiker Touren zu finden und vielleicht 1 oder 2 mal in einem Bikepark zu rocken. Außerdem wollten wir mal nach Chamonix gegenüber vom Mont Blanc Biken. Das war also der Plan.

Am Tag 1 (nach der Anreise am Samstag den 30. Juli) befolgten wir einen Tourtipp von Felix (der kann nämlich nicht nur das Wetter vorhersagen). Aber irgendwie klappte das nicht so ganz, denn obwohl er uns vor der „Variante Klettersteig“ zum Gipfel warnte, landeten wir genau dort. Wir konnten einfach den Normalweg nicht finden 🙂
Doch anders als Felix und Tine die damals umdrehten, war bei uns durchhalten und Teamarbeit angesagt, damit wir überhaupt die Räder über die senkrechten Felsstufen und den ausgesetzten Gipfelgrad brachten. Als Stone als erstes von uns beiden den Gipfel samt Bike unterm Arm erreichte, war das Gelächter der rund 10 anwesenden Bergsteiger groß. Kein böses Wort, keine abwertenden Blicke, nur Anerkennung (klingt witzig wenn man in französischem Akzent „well done“ hört).

Typisch für das Gebiet dort ist, dass die Kalkberge auf einer Seite beinahe senkrechte Wände bieten, auf der anderen aber Grasflächen. So war es auch dort. Am Gipfel angekommen, lagen wir 5 Meter neben dem Gipfelkreuz gemütlich in der Wiese zum Jausnen. Lieber wär uns allerdings gewesen, wir hätten uns zusammengekauert am Gipfelkreuz anlenen müssen, denn das hieße gleichzeitig, dass uns eine knackige Abfahrt bevor stehen würde. In diesem Fall sah die Abfahrt so aus, dass wir gemütlich über Grasflächen und ein paar relativ Flache Felsplatten nach unten surften. Selbst ab dem Joch wo Felix und Tine schon vor uns waren, zeigte sich der Weg zwar steil, aber trotzdem von der sanften Seite und führte uns so S2 mit ein paar ganz wenigen S3 Stellen ruck zuck ins Tal. War ganz nett, ideal zum wieder Eingewöhnen für mich und meine linke Schulter, auch landschaftlich ein Traum, doch ohne rassigen Kletteraufstieg wären wir wohl nicht wirklich zufrieden gewesen. So hat’s aber gut gepasst für den ersten Tag.

Was sich uns auch noch eingeprägt hat, war die Kühnheit mit der die Franzosen einen typischen Wintersportort aus dem Boden stampfen. Da führen gleich 4 Seilbahnen quer durch den Ort, da werden Hotels mit 10 Stockwerken direkt an die Kante einer mehrere hundert Meter hohen Felswand gestellt, da gibt es einen Golfplatz auf 1800 Metern Höhe und im Sommer stehen gleich 10 Kräne herum um neue Riesenhotels zu bauen. Ischgl, St. Anton, Sölden, alles Pipifatz dagegen.

Am Tag 2 wussten wir es nicht besser und hielten uns erneut an Felix‘ Tourempfehlungen. 1100Hm auf einen Refuge (also eine Berghütte). Eventuell erweiterbar, Felix war mit Tine aber nur bis dort. Landschaftlich wieder absolut Top, waren die 1100Hm trotz sehr steiler Forststraße im Nu geschafft. Zum ersten Mal sahen wir das Mont Blanc Massiv aus der Nähe, denn uns trennte nur noch ein Tal vom direkten Blick hinüber. Außerdem kam schon richtig Hochtourenfeeling auf, denn über uns tronte ein frisch beschneiter Dreitausender.

Wir entschieden uns die Hüttenrast für die Abfahrt einzuplanen und zogen gleich vorbei weiter nach oben. Wir betraten also Neuland, wo noch keiner von uns BikeHikern vorher war. Schlagartig änderte sich der Charakter des Steiges und es wurde tatsächlich hochalpin. Kalkpassagen, Plattenspielerei und Verblocktheit vom allerfeinsten, so wie wir es lieben. Ausgesetzte Querungen, Spitzkehren mit Felsstellen, alles was das BikeHiker Herz begehrt. Nach ca. 1600Hm ließen wir es gut sein, der Steig wäre aber noch lange nicht zu Ende gewesen. Mit Hüttenübernachtung könnte man hier ganz locker eine Tour mit mehr als 2000Hm Abfahrt machen.
Während der „Gipfelrast“ beobachteten wir einen Adler, der ohne einen einzigen Flügelschlag eine Stunde lang seine Kreise zog. Die Steilwände des Dreitausenders mit den sandsteinartigen Säulen und den extrem hohen Wasserfällen drückten bedrohlich herüber, obwohl wir weit davon entfernt saßen. Bald zogen wir uns an, denn leider schwamm (oder wie lautet die korrekte Beschreibung Felix?) wie am Vortag Nebel von allen Seiten herein und wir wollten so gerne noch die Abfahrt filmen und fotografieren.

Wie vom Aufstieg her nicht anders zu erwarten war, erfüllte der Steig alle unsere Wünsche. Es gingen viele Schlüsselstellen auf, an Verspieltheit war kaum eine Grenze gesetzt. Gut dass wir nur zu Zweit waren, denn so blieb uns genügend Zeit vieles zu probieren. Das Wetter zeigte sich gnädig. Der Nebel kam und ging, jedoch zog es nie entgültig zu. Irgendwann erreichten wir die Hütte, tranken noch schnell ein Cola und weiter gings auf Felix‘ empfohlenem Steig nach unten. Eine Spitzkehren-Orgie ohne Ende mit Querungen ohne Ende. Am Ende war jedoch ich, bzw. meine linke Schulter. Kraftlos, zum Glück aber ohne Schmerzen hab ich alle Rechtskehren auslassen müssen, irgendwann dann auch so manche Linkskehre. Wird halt noch eine Weile dauern, bis ich wieder in alter Form bin.

Wie uns Felix versprochen hat, mündete der Weg am unteren Ende in einem kleinen Bikepark (zur Erinnerung wir befinden uns in Frankreich, Portes Du Soleil, wo ganze Familien mit ihren Downhillern den Sonntag im Park verbringen). Wir cruisten die Downhillstrecke nach unten und landeten in einem Northshore Paradies. Wie sich am Ende der Woche zeigen wird, dem lässigsten Parcours den wir in der ganzen Gegend finden konnten. Leider war ich am Ende meiner Kräfte und traute mich daher nur noch die leichteren Sachen fahren. Stone tobte sich aber nochmal so richtig aus. Irgendwann um 20 Uhr 15 oder so verließen wir den Park. Wir fuhren aus dem Wald und standen auch schon beim Auto. Der Parcours war offenbar nur 2 Minuten vom Auto entfernt gewesen.

Am nächsten Tag war dann Liftshuttle angesagt, aber nicht Bikepark, sondern Plattengetriale und ein freier Blick auf den Mont Blanc. Doch das ist eine andere Geschichte und folgt in Teil 2…

Endlich Schneefrei!

Angefangen hat diese Geschichte bereits am Vorabend mit der Diskussion: „Sollma wirklich am Sonntag bei dem Wetter auf genau den Berg rauf? Da werden Millionen Wanderer sein…“ Die Frage war berechtigt, immerhin gings um einen der noch wenigen, völlig schneefreien Gipfel. Zum Glück haben wir uns am Abend telefonisch nicht mehr geeinigt, in der Früh waren alle so heiß auf den Trail, dass das Thema schnell erledigt war. Also rein in die beiden Busse und auf die Autobahn.


Hm, zwei Busse und Elisa ist zu Fuß dabei – da war schnell ein Plan da, wie man den Radlern (Stone, Matze, Martin, 3KindTom und meinereiner) einige Höhenmeter bergauf ersparen könnt. Der Plan war so gut durchdacht, dass Elisa komplett umsonst gleich zu Beginn neben der Bundesstrasse herlaufen durfte, so quasi als Dankeschön fürs Shutteln, sorry! Das war aber auch schon das einzige Mal an dem Tag, wo wir auf sie warten mussten…

Den Latschen war vollkommen egal, dass es erst Anfang April war: Es war warm. Die Temperaturen hätten wir uns zwei Wochen früher auf La Palma gewünscht, aber das ist eine andere Geschichte (Bei der Schneelage und dem Wetter bleibt leider fast keine Zeit zum Berichteschreiben). Am Gipfel hat uns 3-Kind-Tom mit einem guten Kilo Wintnerschen Nuss-Spezialmischung versorgt, was die Dohlen auch gleich überringelt haben. Die haben nicht lange gefragt sondern sich einfach gleich bedient.

In der Abfahrt hat Elisa viel Geduld bewiesen, dort gibts einfach zu viel zum Rumspielen und Probieren. Da ist auch der Martin wieder aufgewacht, bergauf haben ihn die „Cozze con panna“ vom Vortag noch ordentlich auf den Magen gedrückt. In der Schlüsselstelle hat uns der 3-Kind-Tom dann wieder mal gezeigt, was alles möglich ist, wenn man sich „oanfach obifahren“ traut. Beim ersten Versuch ist er noch ein wenig komisch am Radl gesessen (hab mal gelesen, dass man in Fachkreisen dazu „tripoding“ sagt), beim zweiten hats dann schon fast kontrolliert ausgeschaut. Lust auf Nachmachen hat trotzdem keiner gekriegt – und überhaupt war die Alm schon in Sichtweite.

Der Hüttenwirt hat uns mit Essen und isotonischen Getränken versorgt und wieder mal genau gewusst, wer von uns letztes Jahr auch schon da war. Meinen Plan, nachher noch eine Runde in der Wiese zu schlafen hab ich aufgeben müssen, es war einfach zu warm.

Und die Wanderer? Es waren wirklich viele unterwegs, aber alle gut gelaunt…