Archiv des Autors: Martin Steiner

Schon wieder zu dritt!

Nachdem ich die letzten zwei Wochen unsere 5 Bikes zu Hause „erneuert“ habe, wollte ich endlich wieder mal eine Runde drehen. Aber nein, nur Regen, Schnee, Regen usw.
Klettern geht auch nicht wirklich, nach Arco kommt man legal auch nicht – also doch „wieder „eine Schitour.
Kurzes Telefonat mit Tom und es war klar wir gehen am Samstag. Wann ist gleich geklärt, wohin egal, Wetter egal, einfach raus.
So gings zur zweiten Biking-Hiking-Schitour mit Elisa (ab 3 Personen gilt das schon als Vereinstour) ins Kühtai.


Nachdem die Straße am Vortag gesperrt war (laut Tafel bei Kematen war die Straße immer noch gesperrt) ging es bei recht eisiger Fahrt hoch bis zur Galerie. Es war uns schon bewusst, dass um diese Uhrzeit sicher schon 100 Autos dort parken würden aber egal, bei den Verhältnissen muss man hoch hinauf ….

Von weitem keine Autos in Sicht, vielleicht ist der Parkplatz nicht ausgeschoben? Doch, wir waren nur die Ersten! Und das bei dieser Tour!
Nach uns kamen dann gleich ein paar Autos, aber Spuren mussten dann doch wir.

Und der Rest ist kitsch wie immer….Sonne, coole Stimmung, feiner Neuschnee (wirklich 30 cm Pulver), unverspurt (für uns hinauf und hinunter), viel Gequatschte (das aber zum Schluss immer weniger wurde, da der Schnee zum Spuren immer mehr wurde), super Aussicht am Gipfel, Wind, alte Kollegen die man trifft, viele Leute hinter uns, die ersten Spuren im Powder, ein cooler Tag…
Und wie es sich in Zeiten von Corona gehört, Jause und Bier (danke Tom) halt dann beim Auto…was will man mehr!

Vom Winde verweht!

Ja, Tomi (Dreikindtom) ist dabei und da brauchen wir doch eine gute Tour, also eine Tour mit einigen kniffligen Stellen sozusagen. Das Wetter ist wieder einmal nicht so gut angesagt….regen am Nachmittag. Da wir aber auch Felix dabei hatten ist das kein Problem. Der Herr Metrologe bestellt schnell mal einen Föhn (für nicht Metrologen à ist ein Wetterphänomen und nicht ein Bad-Utensil) und das Wetter hält.

Wir sind also zu dritt unterwegs und steigen ohne größere Probleme Richtung Gipfel auf. Durch Tomis Unterhaltung vergeht die Zeit wie im Flug und so stehen wir plötzlich am Grad vor dem Gipfelaufbau. Was nun? Meine Pläne, endlich einmal mit dem Bike auf den Gipfel zu steigen, werden aber leider wieder einmal vereitelt. Waren es vor zwei Jahren noch die ~ 1000 Leute war es heut der Föhn. Er bescherte uns regenfreies Wetter aber auch Windgeschwindigkeiten, die dich mitsamt den Biken vom Gipfel wehen. Also bleiben wir wieder vor dem Gipfelaufbau hocken – zu meinem Bedauern – und genossen eine gute Jause.

Die Abfahrt war wieder extrem geil, genau nach unserem Geschmack. Es ging auch eine geile, lange Stelle zu fahren, die uns letztes Mal noch nicht fahrbar erschien. Das mit dem Flow war wieder so eine Sache…den gab es erst ziemlich zum Schluss des Weges. Beim Auto angekommen gab es natürlich ein gutes, kühles Bier und Tomis Aussage „Mir wäre zwischen den schweren Stellen ein wenig Flow lieber“…also ein bisschen mehr Flow, zu viele schwere Stellen?….das brachte ihm natürlich einen guten Spitznamen ein (den dürfen wir hier leider nicht preisgeben) und er wird das auch noch öfter hören……

Weg der Frösche

Weg der Frösche, aber nicht etwa weil der Thom oder Tobi mit waren und uns den ganzen Weg bequackten (bequatschen), nein wegen der 50 Frösche die uns entlang des Aufstieges über die Füße sprangen.

Ok wir machten diese Tour schon im Herbst 2010 aber mancher Bericht verschwindet einfach irgenwo im Web und jetzt hab ich ihn wieder entdeckt

So ging es letzten Sonntag (also im Herbst) wieder mal über den Brenner. Einmal einen klassischen Schitourenberg im Sommer mit dem Bike zu machen, das war unser Ziel. Unser ist gut, Ferdl und mein Ziel war es, der Rest wollte, konnte und……nicht. Wir quatschten natürlich auch beim Aufstieg aber bitte lange nicht so viel wie die zwei oben erwähnten. Ich mein, da geht einen schon was ab wenn man nicht 1400Hm (oje eine Höhenangabe) beschallt wird und Ferdl meinte, ein Wahnsinn wie die zwei das können, wir würden da einfach irgendwann tot umfallen, Respekt. Aber wir hatten ja die Frösche……….

Ein kleiner Bergsee bescherte uns die zweite Rast und da war er-es die-das neue, zumindest für uns, ein Tauchvogel. Ja als Ferdl zum Wasser ging startete ein Vogel von einem Stein ins Wasser und tauchte einfach ewig, knapp über den Seegrund, durchs Wasser! Noch nie gesehen und sah extrem lustig aus.

Und die Gegend hier war echt der Hammer, so anders. Ach ja, wir kannten das ja nur vom Winter, also alles voll Schnee. Irgendwann waren wir dann oben und irgendwann viel später waren wir wieder unten. Tja und das Resümee des Tages: Der Berg ist mit dem Bike noch besser als mit den Tourenschiern………Es war ein hammer Tag mit einer hammer Abfahrt die alles an sich hatte was wir (also ich und Ferdl) so lieben und das kühle Bier danach  beim Auto war wieder eins a!!!

Auf dass wir weiter alle das tun können was wir gerne tun

Biken, biken, biken, biken……

Stone

Kasachstan

Nachdem wir dann spontan doch eine Woche früher als geplant geflogen sind, kamen wir nach 17h Reise (nichts gegen 40h Neuseeland aber doch genug) um halb zwei Uhr in der Früh in Aktau an. Mit unserem Chauffeur, der Dolmetscherin und dem Direktor der Bohrfirma ging es gleich mal in ein Nachtlokal (Disco) zum essen.
Es gibt jetzt keinen genaueren Bericht wie es so weiter ging, nur kurz: An die Hitze mußten wir uns erst einmal gewöhnen, 35 bis 40 Grad und es sollten noch mehr werden. Inzwischen haben wir so 40 – 47 Grad und im Juli sollten es noch bis 50 Grad werden, aber man gewöhnt sich daran und so hat sich das auch mit dem Sport hier erübrigt, einfach zu heiß.

Die Gegend hier? Die ersten 10 Tage in Aktau waren ja noch ein bißchen Abwechslungsreich, da gab es die Steppe, neue Stadt, Meer, gutes Hotel usw. Inzwischen bin ich in Atyrau, keine schöne Stadt, kein Meer nur ein dreckiger Ural (obwohl hier Leute in diesem Fluß schwimmen gehen).
Das härteste in Aktau war aber die Sauna. Nach unserem ersten ganzen Tag in der Steppe bei über 40 Grad mußten wir mit Altai (Chef der Bohrfirma) in seine Sauna, wir wollten uns dagegen wehren aber keine Chance, und so eine Kasachische Sauna hat was…….
Die Arbeit war recht ok bis dann die Reise von Aktau nach Atyrau anstand. Der erste Teil war ein Horror, fünf Uhr los und 300km schlechteste Schotterstraße (Hauptverkehrsstrasse), ganze 10 Stunden waren wir unterwegs, dann ging es wieder besser auf Asphalt noch 200 km weiter, langer Tag…..
Meine Arbeit hier in Atyrau besteht aus viel Autofahren über sehr schlechte Wege durch die Steppe zu den Bohrtrupps und deren Arbeit kontrollieren und das bei 45 Grad, aber ich muß wenigstens nicht dort in der Steppe übernachten, Skorpione, Schlangen, Spinnen und das alles giftig, und die Bohrleute schlafen fast alle auf einer Liege und da kommt es schon vor, dass mal so ein Tierchen in den Mund krabbelt, nein Danke.
Wie es hier weiterläuft, keine Ahnung, man braucht da wieder eine Genehmigung und dort was, legal oder illegal, es hat sich wieder mal alles verschoben und ich mach jeden Tag neue Pläne, so geht es auch mit meiner Imigrationskarte, mein Kollege hat bei der Heimreise mal unterm Tisch schnell 50€ zahlen müssen, dass er wieder ausreisen darf, wie es dann bei mir aussieht weiß ich nicht, jeder sagt was anderes, egal…
Dann mal viel Spaß mit ein paar Bildern und am besten Ihr schaut sie euch in der Sauna an.
…..nur fürs Richtige feeling…….

Mt Cook

eintrag käptn stone in das logbuch NZblog.
wir schreiben das jahr 2010 und sind mit unserem schiff in den unendlichen weiten des nzlandes unterwegs. die mission des heutigen tages: erkundung einer verbotenen zone.

„wie in der crewsitzung beschlossen, ging der alarm um 02.30 los. doch bereits nach kurzem frühstück verloren wir unseren ersten mann durch die schlafkrankheit. so zogen wir also zu zweit in die unendliche dunkelheit der nacht mit stirnlampen bewaffnet in die verbotenen zone.
nach 200 lichtjahren mußten wir den ersten raumkreuzer wegen zu hoher absturzgefahr zurücklassen. weiter ging es immer steiler dem ziel entgegen, nur die vielen sterne wiesen uns den weg. extrem starker wind lies uns fast an der mission scheitern nur der eiserne wille und das unbekannte und verbotene trieb uns weiter. nach dem der treibstoff fast zu ende war, erreichten wir bei aufgehender sonne unser ziel. eisige kälte lies uns bei unseren wissenschaftlichen erkundungen zittern und erste eingeborene wurden von unserem versteck aus gesichtet. um nicht noch mehr aufmerksamkeit zu erregen starteten wir den einzigen, noch vorhandenen kreuzer und begaben uns auf den rückweg. unter dauerbeschuss einer kamera flog ich mit meinem kreuzer richtung mutterschiff. wind, steilheit, Blockwerk und extreme stufen aus noch nicht erforschtem material forderten all mein können. zweimal mußte ich meinen kreuzer notlanden, aber die schutzschilder bewarten uns vor beschädigungen. um so länger der tag dauerte, um so mehr reisende wurden gesichtet. die meisten waren jedoch in friedlicher mission unterwegs und erstaunt über unsere kreuzer. nur eine feindlich gesinnte gab es zu zerstören (verbal, denn die kam aus unserer geschätzen nachbargalaxie).

die fremde sonne strahlte mit voller wucht auf unsere schutzhelme und lies unseren trinkvorrat schwinden. doch mit letzter kraft, breitem Grinsen und dem wissen, eine neue welt betreten und eine geheime mission erfüllt zu haben, kamen wir zum mutterschiff zurück.
dem bordmitglied mit der schlafkrankheit ging es schon wieder besser und nach verdienter dusche und fetten burgern flogen wir
weiter über die unendlichen straßen des nzlandes einem neuen abenteuer entgegen.“

eintrag des käpten stone in das logbuch nzblog.

Unglaublich…warm

Wir schreiben den 21. November 2009 und am Gletscher wird es heute rundgehen. Es werden 10000 Schifahrer und Snowboarder erwartet. Traum Wetter, warm…da müssen wir hin.

Da ich am Vorabend wahrscheinlich was Schlechtes gegessen habe, starten wir (Tom, Ferdl Reini und meine Wenigkeit) eine viertel Stunde später als geplant Richtung Gletscher. Kurzer Stopp bei einem M-Preis für eine Reparatur-Cola und dann weiter Richtung Gletscher. Stau aber schon am Vormittag ab der letzten Ortschaft im Tal. Was machen wir da nur?
Dann bleiben wir eben irgendwo stehen und lassen die Schi Schi sein und packen doch die Räder aus, haben wir ja immer dabei im Bus!!!

Noch etwas frisch (das Wetter – nicht wir) starten wir so gegen 09Uhr15 Richtung Sonne. Nach längerer Bikepause geht es heute etwas schwerer das Treten, aber mit viel Gequatsche und der endlich erreichten Sonnenstrahlen, geht es langsam immer besser voran. Wohin? Egal! Tom hat gesagt, eine kleine Runde. Darum hatten wir auch nicht viel Stress in der Früh. Aber glaubt dem Tomi nichts (Ha! Ich wusste es ja schon, darum auch zwei Cola im Rucksack). Es kommt immer anders…
Kurz vor der letzten Hütte, der befürchtete Schnee. Aber da stapfen wir auch noch rauf und siehe da, ein Gipfel! „Verdammt der ist ja fast Schneefrei!“ Obwohl Ferdl, der Zweifler, gleich anmerkte, dass der Weg leicht westlich ausgerichtet ist und daher sicher voll Schnee ist und wir den kleinen Steig südlich nehmen sollen, blablabla. Ein Krankenpfleger! Was soll der schon wissen. Und plötzlich stehen wir 500Hm weiter oben auf dem Gipfel, über dem südlichen Steig ist’s fast Schneefrei.

Die Ruhe am Gipfel ist immer das schönste. Die gibt es halt nur so lang bis Tom da ist. Aber der Ausblick und vor allem die Wärme der Sonne bleiben. Ja wir stehen auf über 2600m Ende November mit dem Bike! Angenehm warm ist’s auch. Mir ist nach den ersten 50 Hm abwärts sogar schon so warm, dass ich das gleiche Trikot anziehe wie im Sommer. Zwei Stellen gehen heut aber nicht, da liegt zwischen den Felsen zu viel Schnee, aber egal. Traum Stimmung auf dieser Höhe um diese Zeit und ich keine Kamera mit! Die ist leider bei der Reparatur. Tom macht schnell ein paar Fotos mit einer kleinen Kamera, denn seine große ist auch bei der Wartung.
Es ist einfach ein Traum über den kleinen Steig bis zur Hütte. Hier eine kurze Schneefahrt (Reini mit zwei Köpfler, Danke!) und dann geht es ab über einen flowigen Steig (ok ein zwei Stellen sind schon zum bremsen) ins Tal. Und genau wie wir zur Strasse kommen, wird es dunkel…Punkt 17 Uhr.
Ein Unglaublicher Tag mit dem Bike auf über 2600m. Nur 15 Km weiter, dummeln sich 10000 Leute auf der Piste – ich liebe mein Bike.

3 Nordketten Downhill

Wir sitzen am Freitagnachmittag gemütlich beim Bus am Parkplatz in Leogang, da hör ich Felix neben mir telefonieren: „Hy Doris, Du meld mal den Stone an, der muß auch mal mitfahren!“
Da war ich dann auch schon am Samstagmorgen bei der Startnummernausgabe bei der Wolke 7.
Dieses Jahr war an beiden Tagen ein Traum Wetter, die Strecke bestens präpariert und ein cooler Roadgap wurde zusätzlich mit eingebaut (für die Zuschauer sicher das Spektakulärste und für uns super zum Springen). Also ein großes Lob an Trailsolutions. Den Erfolg sah man sicher allein schon an den vielen Zuschauern entlang der Strecke.
Es war eine tolle Atmosphäre und ich bin nächstes Jahr sicher wieder dabei…

Flyer 2009

Hier noch weitere Fotos von Moritz Bender. Die meisten Foto zeigen, dass die Radstudio Kurve und die Passage dannach selbst bei trockenen Verhältnissen noch sehr anspruchsvoll ist und viele Brezn dort passieren. Danke an Moritz für die Fotos!

Nachtrag

Da der Schnee heuer auf den Bergen nicht wirklich weg will (ok ein paar Touren hab ich dann doch schon gemacht, aber Fotos gibt es halt keine) hier noch ein Nachtrag aus der letztjährigen Saison von 23. August 2009:

Wieder einmal ein langer Grillabend, ließ nur Matze und mich übrig für eine Tour. Matze und ich hatten jeweils einen Tourenvorschlag, nur meiner hat gewonnen (zum Glück), denn der Tag und die Tour waren ein Hammer. Ich hatte die Tour schon lang im Auge (Chris und Felix hatten sie schon gemacht) und so ging es zuerst mit dem Bike dem Tal entlang hinein bis zum Lift. Ja und wenn ein Lift ein Bike transportiert, nehmen wir das schon auch gern mal in Anspruch.

Wir stehen im Nebel und wissen nicht wohin. Ein Blick auf die Karte – ah ja haben wir ja keine mit – braucht man doch nicht, hat der Felix gemeint. Da wir die Hand vor den Augen nicht sehen und wir auch den ersten Teil anders machen wollen, wär‘ dann doch so was wie eine Karte fein gewesen. Wir finden schließlich aber auch ohne Karte die richtige Abzweigung und da ist sie, die Sonne! Wir kommen über die Wolkengrenze, ein Traum Blick über das Tal und jeder hat seine Videokamera dabei, also kann so ein geiler Ausblick schon dauern.
Auf der Scharte ein kurzer Blick, dann geht es trailig das ganze Tal hinaus. Cooler Weg nur sehr anstrengend und so sind wir eigentlich schon fertig, bevor wir zum zweiten Gipfel aufbrechen.

Mit Cola und fettem Brot im Bauch, geht es vorbei an schönen Seen zum zweiten Gipfel. Eine traum Aussicht und ein knackiger Weg erwartet uns am Gipfel und nach kurzer Rast (sehr kurz es war ja schon fast 18 Uhr) gehts ab ins nächste Tal. Eigentlich haben wir es ja eilig wegen der Uhrzeit, aber das Licht ist perfekt zum Filmen so kommen wir recht spät ins Tal und müssen dann noch 20 km zurück zum Auto, natürlich bergauf und Gegenwind haben wir auch noch, doch pünktlich als die Sonne untergeht, sind wir auch schon wieder (ja wieder ist gut) beim Bus……Traum Tag!

Spontan und nicht geplant

Obwohl ja mein Lieblingsspruch „des kann jo lei an Deitschn einfolln“ war, passt „Spontan und nicht geplant“ ja auch als Titel für diese Tour.

Am Montagabend ein Mail (vielleicht auch 20 Mails) von Chris und Tobi und schon starten wir am Mittwochnachmittag Richtung Hütte. Was, wohin, wos brauch ma, schon wieder übernachten, aber mir ist das ja egal, nur die anderen zwei aus München haben eine längere Anreise als wir. Neben Chris (der hat schon wieder frei!) und mir, waren Tobi und Bernd mit dabei (den Tobi haben wir ja nur mitgenommen weil er mir noch 500 € schuldete :-)).

Tropische Hitze durch ein Dickicht machte uns am Anfang schon zu schaffen, doch Chris marschierte schnurstracks zur Hütte, denn wir mussten ja pünktlich um 8 zum Essen oben sein. Ha! Bis wir dann was zum essen hatten, war’s auch schon neun, aber die Schnitzel waren echt RIESIG, dann noch einen Kaiserschmarren hinterher und Biere und wir waren voll.

Am nächsten Morgen … schon wieder Schönwetter! Also der August heuer kann was, nach diesem Juni und Juli. Dafür war Chris‘ Magen nicht so gut, das kommt wohl vom vegetarischen Essen (hihi)! Er soll doch mal ein geiles Schnitzel probieren. Richtung Gipfel merkten dann auch noch unsere zwei Kollegen aus München dass das laufen über 3000m doch anstrengender ist, als auf 2000m (obwohl Tobi: Respekt! Er hatte bergauf nur seine Sandalen an → kaputte Ferse bei Gartenarbeit geholt!!).

Ich hab mir schon gedacht, es gibt hier heute eine Bergmesse bei den Menschenmassen und wir sind extra unter der Woche am weg! Wie sieht’s hier wohl am Wochenende aus? Aber Applaus am Gipfel hatten wir auch noch selten, da hat uns bei der Gratabfahrt vom Gipfel auch der Südtiroler mit seiner blöden Bemerkung nichts ausgemacht → „es hobts woll voll an Vogl, a solche Deppen, wos soll den der Blödsinn!“ blablabla … kurze Diskussion mit Chris und dann seine Aussage „des konn jo wohl lei Deitschn einfolln!“ Chris, du musst an deinem Dialekt arbeiten! (oder monche Südtiroler glauben immer noch, dass Innsbruck zu Deutschland gehört und Berlusconi ein guter Ministerpräsident ist!! :-))

Aber egal. Die Abfahrt war ein Hammer und lang, vielleicht für’n Chris ein wenig länger, der musste nochmals schnell zur Hütte laufen, denn dort hat er am Morgen seine Jacke vergessen und wir kamen nicht mehr wirklich bei der Hütte vorbei. Wo hatte er sie wohl vergessen? Ja im Klo halt! Wäääh!!

Am Ende hatten wir dann noch etwas Blockwerk im Dschungel, mit vollem Letten und waren dann doch froh aber überglücklich, wieder beim Auto zu sein. Geiler Tag und die Kondi nach dem dritten 3000er in drei Wochen mit dem Bike merkt man dann doch … gell Tobi? (Hihi)

Flying Circus

Oder besser: Steinschlag in der Rinne. Eine Hommage an die Engländer (oder vielleicht doch: Anschiss an die Engländer – aber dazu gleich mehr).

Mit von der Partie war wieder mal Thomi, also soll es möglichst lang, weit, hoch, schwer,… werden. Kein Problem, haben ja noch einige Touren im Ärmel und so ging es gar nicht mal sooo arg früh los, mit zwei Bussen und vier Leuten. Ökonomisch? Nicht unbedingt, aber wir kamen in einem anderen Tal raus und so, blablabla. Noch schlimmer wären ja zwei Busse mit nur zwei Leuten (hatten wir leider auch schon). Ach ja die anderen drei waren Matze, Chris und meine Wenigkeit.

Zum Glück gab’s mal an diesem Tag stabiles und schönes Wetter und der Kaiserschmarrn war so gut auf der Hütte und das Bier und, und … da hätten wir fast die steile, lange Rinne vergessen, die zu einem Drittel mit Schnee bedeckt war. Das heißt also immer noch Restschnee vom Winter und das nicht wenig. Da hieß es stapfen, stapfen und Vorsicht, denn da hat es diese Woche schon einen tödlichen Absturz gegeben (oh sorry, schon wieder zu viel über das Tourenziel verraten).
Der Schotter dazwischen war auch nicht gerade fein, wie immer in solchen Passagen: zwei Schritt vor, fast zwei wieder zurück. Genau das was mein noch nicht ganz gesundes Knie braucht.

Irgendwie hab ich mich nach einem Blick in die Karte noch gewundert, warum alle in die sich nach oben teilende rechte Rinne wanderten statt nach links zu gehen „aber die werden es schon wissen“, dachte ich mir. Oder doch nicht? Denn am Joch war es dann so weit. Hier geht der Weg nicht runter! Also doch die andere Seite, aber da kommen wir jetzt nicht mehr hin. „Da müssen wir hinunter“ kam es aus Thoms Mund und weg war er. Mit dem Bike ging es hier mal wirklich nicht zum Fahren, war ja fast zum klettern. Sehr steil und harter Schotter, mit einem sehr steilen Schneefeld am Ende der Rinne.

Und da kamen sie, die Engländer. Sechs an der Zahl – wir mitten im Schneefeld, die Räder als Pickel verwendend – stiegen sie unseren Spuren folgend vom Joch in die Rinne ein. Es folgte von Ihnen ausgelöster Steinschlag und trotz unserer Rufe gab es kein Erbarmen. Wir konnten uns nur mehr durch einen Sprung über den Rand des Schneefeldes, hinter einen Felsvorsprung retten. Alle/s war in Sicherheit, bis auf Matzes Rad. Das hing noch mitten im Schneefeld. Die Engländer gaben uns dann fünf Minuten Feuerpause, um das Rad zu holen, dann ging es wieder los.

Als wir dann endlich wieder auf den richtigen Steig trafen, befanden wir uns bereits 200Hm unter der Scharte, von der wir eigentlich abfahren wollten. Mit Thom lief ich daher noch die 200Hm hinauf, um von dort oben zu starten, denn auf dieser Seite war ja mal kein Schnee. Dann endlich die Abfahrt … das übliche … und am Ende ein, zwei bachgekühlte Biere und Matzes Sprüche über die Engländer: „I fart in your general direction. Your mother was a hamster and your father smelt of elderberries.“