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Schitour?

Am Mittwoch den 19.10. wagten sich Tom und Maschtl in bereits verschneite Regionen im Westen Tirols vor. Die Bilder lassen schon beinahe auf eine erste Schitour schließen. Doch das täuscht! Die beiden erlebten eine Abfahrt vom feinsten, von einem 2900 Meter hohen Gipfel.

Man (und auch Frau) will gar nicht glauben, wieviele Möglichkeiten wir in Tirol zum Biken haben. Vorausgesetzt man (oder auch Frau) trägt das heißgeliebte Stück (HALLO, wir reden hier vom Bike!!!).
Schon im letzten Winter wurde der Grundstein für diese Tour gelegt. Wir – die BiHiker – waren mit Freunden auf Schitour in dieser Region unterwegs und schon damals kam uns das Gelände perfekt zum Biken vor. Also nahm ich mir einen Tag frei, in der Hoffnung, dass noch jemand Zeit hat. Maschtl hat und so ging es, mit dem mittlerweile schon öfters erwähnten grünen Ford Transit Bus (gFTB), in Richtung Westen.
In Innsbruck blies der Föhn die schmutzige Luft aus der Stadt, daher befürchteten wir schon Schlimmes für den Gipfel. Erstmal war es allerdings windstill am Parkplatz. Bei nur leicht bedecktem Himmel, radelten wir eine Forststraße entlang, die zu unserem Erstaunen bis zur Hälfte asphaltiert war. Am Ende der Straße schulterten wir die Bikes und trugen sie, dem jetzt schon blauen Himmel entgegen. Die Sonne strahlte mit den angezuckerten Gipfeln um die Wette und wir konnten unser Glück gar nicht fassen. Mit so einem Wetter hatten wir wahrlich nicht gerechnet.

Insgesamt 1200Hm später, erreichten wir unser Ziel und wie erwartet, meldete sich hier der Föhn lautstark zu Wort. Eigentlich wollten wir die restliche Crew (also die zweite Hälfte von der „Original Hofer Cola in the original Cocacola bottle group“ und die zweite Hälfte von der „Original Hofer Cola in the original San Benedetto Mineralwasser bottle group“ – Achtung Insiderwitz Zwinkernd) vom Gipfel anrufen, doch wegen Föhnsturms wurde dies abgesagt. So machten wir die üblichen Gipfelfotos und verlegten die Jause auf weiter unten. Die Abfahrt war ein Hochgenuss. Bereits am Gipfelaufbau ging es schon ordentlich zur Sache. Wir mussten schon einige Tricks auspacken, um diese anspruchvollen Höhenmeter zu knacken. Trotzdem erreichten wir ohne Brezn das Schidepot und somit leichteres Gelände. Wir genossen die Abfahrt und ließen uns vom Trail (und vom Flow) ins Tal tragen. Der Trail wechselte immer wieder von interessant, über anspruchsvoll, bis hin zu wirklich schwer. Mit so einem Wetter, dieser Landschaft und dem Wissen, dass eigentlich schon Mitte Oktober ist, wurde dieser Tag ein voller Erfolg. Noch schnell ein Bierchen beim gFTB und schon ging es nach Hause. Wieder einmal war es eine Tour nach unserem Geschmack und wir werden diese sicher noch einmal zu viert wiederholen.

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