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Nightride Seegrube Teil 1

Am Dienstag den 18. Juli 2006 war wieder mal eine Nightride Session angesagt. Tom und Chris hatten vor, den Noichl Roli auf der Höttinger Alm zu besuchen.

Es war dies die „Seegruben Session Teil 1“, denn bereits eine Woche später gab’s den 2. Teil. Vom Wetter her standen wir, wie sich später herausstellte, am Beginn einer extremen Hitzewelle und etwas hitzig war auch die Stimmung zu Beginn der Tour, denn Tom’s Schaltung am neuen Bike wollte nicht so recht. Doch das Wetter und das ganze drumherum war zu perfekt, um in einer miesen Stimmung zu sein. Die Schaltung wurde justiert und weiter gings Richtung Seegrube.

Roli Noichl war die ganze Woche auf der Höttinger Alm mit einer Gruppe von Leuten dabei, den Wald aufzuforsten. Also planten wir, ihm einen Besuch abzustatten. Auf der Seegrube angekommen, genossen wir noch in vollen Zügen die Abendstimmung. Es war eine unglaubliche Fernsicht. Fast wie im Herbst. Schließlich fuhren wir dann doch irgendwann in Richtung Höttinger und aufgrund diverser Fotosessions kamen wir dort erst in absoluter Dunkelheit an. Der Empfang war unglaublich! Biltzlichter überraschten uns bereits, als wir noch gut 30 bis 40 Höhenmeter über der Alm waren. Einige Touristen und Leute aus dem Flachland hatten offenbar noch nie „2 Lupinisten im Einsatz“ gesehen. Wir wurden gut 15 Minuten beäugelt und über die Räder, Fahrtechnik, Ausrüstung, usw. ausgefragt. Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile mit zwei jungen Touristen aus Neuseeland und Wales. War interessant zu erfahren, dass die beiden ganz fasziniert von Innsbruck und seiner Umgebung sind, obwohl es doch sonst umgekehrt ist und viele Tiroler von Neuseeland und Wales schwärmen. Ist schon eine verrückte Welt! Auf alle Fälle beeindruckte die beiden, dass wir nach einem Arbeitstag aufs Rad steigen und solche Touren vor der Haustüre fahren können.

Nach einem gemütlichen Radler und einem Ratscherl mit Roli gings dann talwärts. Nicht böses ahnend erschien in Tom’s Lichtkegel plötzlich ein Hochlandrind mit ca. 1 Meter langen Hörnern. „Jetzt hät’s mich fast vom Radl g’haut“ lacht Tom. Aber diese Tiere sind anscheinend recht gutmütig, denn es schien reichlich unberührt von uns zu sein. Übrigens finden wir, dass das die einzigen, wirklichen Rinder sind, die nach Tirol passen! Weiter geht’s bergab und nun, bei dem erdigen Boden, ist plötzlich auch Flow wieder mit von der Partie. Als wir um ca. Mitternacht Innsbruck erreichen ist klar, dass wir wieder einmal das bestmögliche aus dem Abend und der Abfahrt herausgeholt haben. Wir strampeln nach hause und quatschen schon über unsere nächste Tour am Sonntag im Brennergebiet…

Chris und Tom

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